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TEIL III: Flash und ColdFusion (S. 631-632)
24 Einführung
24.1 »Sie wollen das mit Flash machen ...?«
Ich fürchte, diese Frage wird noch einige Male gestellt werden, bis sich durchgesetzt hat, dass Internet nicht mehr allein im klassischen Webbrowser stattfindet. Im Zuge der Weiterentwicklung des winzigen Flash Browser-Plug-Ins hat Macromedia ohne großes Aufsehen weltweit millionenfach die benötigte Client-Software für Webapplikationen der Zukunft verteilt. Flash ist schon lange kein reines Animationstool mehr – und schon lange mehr als nur ein Ersatz für HTML. Flash ist heute ein etablierter Standard für dynamische Webinhalte und auf dem besten Weg, diesen Standard auch auf die Gebiete Audio- und Videokommunikation, Streaming Media und Rich User Interfaces auszudehnen.
24.1.1 HTML: HyperText Markup Language
Sobald sie von der Präsentationsschicht Ihrer Webapplikation mehr erwarten als die einfache und unkomplizierte Darstellung von Textinformationen in vorgegebenen Schriftarten, bietet sich Flash als echte Alternative an. Möchten Sie wirkliche Applikationsoberflächen im Web realisieren, stoßen sie mit HTML sehr schnell an die Grenzen des technisch Machbaren. Das hat seinen Grund in den Ursprüngen der »HyperText Markup Language«: Ursprünglich gedacht als Textauszeichnungssprache, wird ihr inzwischen eine Aufgabe zuteil, der sie nicht gerecht werden kann. Das Prinzip , das alle HTML-basierenden Websites teilen, ist das des Seitenwechsels. Der Nutzer einer HTML-Seite klickt auf einen Hyperlink oder sendet ein Formular ab und startet damit einen Kommunikationsprozess mit dem Webserver.
Anschließend präsentiert sich ihmeine neue Seite mit den gewünschten Informationen. In der Zwischenzeit wartet er geduldig, bis der angesprochene Server seine Anforderung bearbeitet. Der Nutzung von HTML im ursprünglichen Sinne tut dies keinen Abbruch – wenn Menschen im Netz Texte lesen, werden sie selten in die Verlegenheit kommen, mehrere Texte parallel lesen zu wollen. Für die Funktionalität einer Webapplikation bedeutet dies aber ganz erhebliche Einschränkungen, an die sich viele von uns mittlerweile so gewöhnt haben, dass wir uns andere Arten von Applikationen gar nicht vorstellen können.
24.1.2 Moderne Webapplikationen
Nehmen wir als Beispiel den typischen Online-Shop: Sie arbeiten sich seitenweise durch das Angebot und »legen« Artikel in Ihren Warenkorb. Schon hier wird Ihnen eine herkömmliche Website nicht gerecht, denn Sie »legen« Ihren Artikel nirgends hin, sondern Sie klicken auf einen Button und bekommen eine neue Seite angezeigt. Wie wäre es denn, wenn Sie den gewünschten Artikel wirklich »nehmen« und ihn per Drag&,Drop in Ihren Einkaufswagen legen könnten? Und im Einkaufswagen auch gleich Artikel, Stückzahl und Gesamtpreis angezeigt werden würden?
Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen MwSt.; Ersparnis im Vergleich zur Printversion



















