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TEIL 5 TIPPS FÜR SPEZIELLE SITES UND BEREICHE (S. 348-349)
In diesem Teil des Buchs finden Sie einige Tipps für Websites oder Unterbereiche von Sites mit bestimmten Themen oder Funktionen. Beispiele von besonders guten bekannten Sites illustrieren das. Viele Sites bestehen aus sehr verschiedenen Bereichen. So gibt es zum Beispiel auf der Repräsentationssite eines Unternehmens einen Bereich, in dem man Broschüren bestellen oder Produkte kaufen kann. Für diesen Bereich gelten andere Regeln als für den Bereich, in dem nur repräsentiert wird. Ebenso hat auch eine Einkaufssite einen Bereich, in dem das Unternehmen sich vorstellt. Im Folgenden spreche ich meist von einzelnen Sites, die Tipps gelten aber natürlich genauso, wenn Sie einen entsprechenden Bereich innerhalb Ihrer Site konzipieren.
Kapitel 14 Unternehmensrepräsentation
Die wohl häufigsten Websites sind solche, die ein Unternehmen, eine Organisation oder ein Produkt repräsentieren – sie werden auch Image-Sites genannt. Auf diesen sollen keine Waren direkt verkauft werden, es geht zunächst nur darum, sich von der besten Seite zu zeigen. Im Marketing-Deutsch spricht man vom Branding, also von der Stärkung der Marke des Unternehmens im Bewusstsein der (potenziellen) Kunden. Hier wird leider besonders viel falsch gemacht. Solche Sites entstehen oft so, dass die vorhandenen Informationen auf einzelne Seiten aufgeteilt und illustriert werden.
Die Bedürfnisse der Benutzer werden bei der Konzeption kaum berücksichtigt. Hinter manchen Sites großer Firmen steckt sehr viel Aufwand. Durch Marktforschung, Fokusgruppen und Tiefeninterviews wird versucht, so viel wie möglich über die Wünsche und Erwartungen der potenziellen Kunden und Besucher der Site herauszubekommen. Doch all das nützt nur wenig, wenn bei der Umsetzung der Site nicht an die Usability gedacht wird. Man versucht stattdessen mit Techniken, die sich im Print- und Fernseh-Bereich bewährt haben, das Unternehmen in einem guten Licht dastehen zu lassen.
Das lässt außer Acht, dass viele Besucher auf die Site kommen, um Informationen zu finden, nicht um ein „Markenerlebnis“ zu haben.
14.1 Anforderungen
Wenn – falls – Ihnen die Wünsche der Auftraggeber und eventuell auch die Ergebnisse der Marktforschung vorliegen, stellen Sie wie gewohnt die Benutzer in den Mittelpunkt der Konzeption. Strukturieren Sie die Site ganz nach deren Bedürfnissen. Das nur zur Erinnerung, das genaue Vorgehen ist in Teil 1–4 dieses Buchs ausführlich beschrieben. Denken Sie besonders an den Zusatznutzen. Geben Sie sich nicht damit zufrieden, nur eine schöne Site zu erstellen, auch wenn Ihr Auftraggeber zunächst sagt, dass er nichts weiter will. Schlagen Sie weitere Funktionen vor, die die Site tatsächlich nützlich machen.
Die Repräsentationssite ist die Visitenkarte des Unternehmens. Sie bestimmt, welchen Eindruck die Besucher vom Unternehmen bekommen. Ist die Site nicht benutzerfreundlich, kann das Vertrauen der (potenziellen) Kunden zerstört werden. Kommt ein Kunde in Ihr Büro, schicken Sie ihn nicht einfach los, ein Zimmer zu suchen. Sie begleiten ihn und zeigen ihm den Weg zu dem, was er sucht. Genau das sollten Sie auch auf der Website tun. Die Zielgruppe von Repräsentationssites setzt sich gewöhnlich zusammen aus:
- Kunden
- potenziellen Kunden
- Flaneuren
- Journalisten
- Analysten und potenziellen Investoren
- Mitarbeitern
- potenziellen Mitarbeitern
Die Bedürfnisse von allen diesen unterschiedlichen Besuchern sollten Sie so weit wie möglich befriedigen. Die Kunden möchten sich vielleicht nach dem Stand ihrer Bestellung erkundigen. Die potenziellen Kunden möchten Produktinformationen.
Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen MwSt.; Ersparnis im Vergleich zur Printversion






















