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Tod eines Maahks (Perry Rhodan Bd. 2532)

Tod eines Maahks (Perry Rhodan Bd. 2532)

von: Michael Marcus Thurner

Pabel-Moewig Verlag, 2010

ISBN: perh2532ebook, 62 Seiten

Format: ePUB, PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Odys Media Book Scala,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,IREX Digital Reader,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 1,35 EUR

Ersparnis: 0,50 EUR

Mehr zum Inhalt

Tod eines Maahks (Perry Rhodan Bd. 2532)


 

1. Der Acroni (S. 4-5)

Alles war gar fürchtbar und erschreckelich.
Die Giftgaser verwandelten DARASTO, diese letzte Oase der Sicherheit, in einen Zündkäse, wie er normalerweise nur in der Sagenpfanne des Haarlosen Gottes Kamajunji brutzelte.
Perbo Lamonca ließ die Außenhaare zittern und fuhr mit der Kralle durch jene Büschel-Ornamentik, die ihn an seine hochwohlgeschätzte Muhme Lamiocca erinnerte. Er hoffte auf ein Zeichen von ihr; doch sie schwieg. Wie immer. Er durfte sich nur nicht in Abergläubeleien verlieren. Er musste fl üchten; so, wie er es seit Tagen und Wochen tat. Die Erholungsphase, die er sich erhofft hatte, war zu Ende. Der Große Götterfundus hatte versagt. Die alten Herrschaften, die ihre Krallen seit Äonen an den Steinen der Macht wetzten – sie erwiesen sich als nutzlos, und Perbo Lamonca hätte sie am liebsten für immer aus seinen Gedanken verbannt. Doch sie kehrten immer wieder zurück. Wie Schleicherlinge nisteten sie sich bei ihm ein und ließen es sich bei ihm gut gehen.

Er ließ sich nach vorne fallen und beschleunigte. Als ob er ein Signal gegeben hätte, folgten ihm einige andere, bis sich schließlich alle in Bewegung setzten und durch die Gänge und Wege flüchteten. Nur weg von hier; weg, weg, weg von den Giftgasern, die sich gegenseitig umbrachten. Seine Augen schwemmten, wie immer, wenn er aufgeregt war. Die Tränensäcke öffneten sich und ließen klebrige Flüssigkeit über die weit aufgerissenen Pupillen treiben. So, dass er seine Umgebung nur verschwommen ausmachen konnte. Er fürchtete sich und verfl uchte die Bewohner des Großen Götterfundus, dass sie ihn derartigen Belastungen aussetzten – um mit dem nächsten Atemzug ihre Hilfe zu erfl ehen. Es waren verwirrende Zeiten, in der Tat.

2. Perry Rhodan

Maahks kämpften gegen Maahks.
In ihren klobigen Schutzanzügen liefen und fl ogen sie umher, fanden zu Verbänden, schlossen die energetischen Siegel ihrer Schutzschirme zusammen, trennten sich erneut, keinem erkennbaren Muster gehorchend. Die Methanatmer versuchten in Alleingängen ihr Glück oder nahmen als Gruppe einen einzelnen Gegner unter Feuer. Sie kämpften mit kalter, erschreckender Hingabe. Schweres Gerät wurde herbeigekarrt. Flugpanzer, mobile Geschützplattformen, Kriechfahrzeuge mit seltsamen Aufbauten.

Transferdeck mit seinen mehr als 1400 Metern Durchmesser und einer Höhe von über 100 Metern war gesprenkelt mit Kämpfern. Wie zornige Bienen summten sie durchs Gelände, stachen zu, schwirrten woanders hin; lediglich das engere Umfeld unseres – noch – dreigeteilten Schiffes blieb von den Kämpfen ausgespart. Ich zögerte. Andere Dinge verlangten nach meiner Aufmerksamkeit. Das Schlachtgeschehen war zu unübersichtlich und würde wohl nur in den Augen jener beiden Strategen, die sich gegenüberstanden, einen Sinn ergeben. Oder? »Eine Seite verliert«, sagte Mikru. Ich zuckte zusammen. Das Herz und Hirn unseres Schiffes stand unversehens dicht neben mir. Nach wie vor hatte ich mich nicht an das plötzliche Auftauchen des Holo-Wesens gewöhnt.
»Eine Seite ist gut bewaffnet«, fuhr Mikru fort, »die andere beschränkt sich auf ein Rückzuggefecht.«
»Kannst du mir ein Analysebild erstellen? Dreidimensional, mit farblicher Trennung der gegnerischen Parteien.«
»Natürlich.« Mikru verschwand, und beinahe gleichzeitig entstand nahe einer der Zentralewände des Schiffes die gewünschte Darstellung. Ich sah zu, wie sich das Geschehen im Inneren der Bildwolke immer weiter verdichtete und zu unzähligen Verästelungen fand. Funksprüche wurden als Linien dargestellt, die einander in immer größerer Dichte überlappten. Dann »glättete« sich das Bild, als der Bordcomputer es auf mein Wahrnehmungsvermögen anpasste.

Die Präsentation war anders, als ich sie von terranischen Schiffen gewohnt war. Ich tat mich schwer, den Überblick zu behalten. MIKRU-JON war das Produkt fremdartiger Technik, und ich würde noch einige Zeit benötigen, um ihre Möglichkeiten in aller Vielfalt nutzen zu können. Ich blickte auf die Uhr. Eine knappe Minute war vergangen, seitdem wir den Polyport- Hof erreicht hatten. Mondra tastete konzentriert über die Befehlsfelder ihres Controllers. Sie versuchte Verbindung zum Polyport-Hof herzustellen und dessen Rechengehirn unter Kontrolle zu bekommen. Ich warf ihr einen fragenden Blick zu, sie schüttelte den Kopf. »Frag mich nach unserem Standort, und ich kann dir verraten, dass wir uns auf einem Hof namens DARASTO befi nden. Mehr konnte ich bislang nicht herausbekommen.« »Kennst du diesen Namen, Mikru?«, fragte ich. »Nein«, erklang die weibliche Stimme aus dem Nichts. »Er ist mir unbekannt.« Lloyd/Tschubai, in der Gestalt Tschubais gewissermaßen wiedergeboren, trat zu mir. Er wirkte desinteressiert, sein Blick war leer. Ich vermutete, dass Fellmer Lloyd, die eine Hälfte des doppelten Bewusstseins, längst mit telepathischer Sondierungsarbeit begonnen hatte. Mehrere Treffer aus Energiewaffen verfi ngen sich im Schutzschirm unseres Schiffes. Sie waren irrelevant; wir bewegten uns mit Restgeschwindigkeit durch die Transporthalle und bildeten für die Kämpfenden ein Hindernis. »Die Maahks reagieren erst jetzt auf unser Erscheinen«, sagte Ras in einem Tonfall, der für Fellmer typisch gewesen war. »Die stärkere der beiden Parteien möchte den Kampf zu einem Ende führen, um sich anschließend um uns zu kümmern. Das stringente Denken der Methanatmer, wir kennen das ja ...« Mit veränderter Stimmlage fuhr mein von ES gestellter Begleiter fort: »Nachdem sich die unterlegenen Maahks sukzessive zurückziehen und in die Tiefen der Station flüchten, interessieren sich die Sieger nun mehr und mehr für uns.«