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Fachwissen lebendig vermitteln. Das Methodenhandbuch für Trainer und Dozenten

Fachwissen lebendig vermitteln. Das Methodenhandbuch für Trainer und Dozenten

von: Juliane Meyerhoff, Christoph Brühl

Rosenberger Fachverlag, 2004

ISBN: 9783931085469, 219 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 25,30 EUR

Ersparnis: 4,50 EUR

  • Simplify your life - Endlich mehr Zeit haben
    Simplify your life
    Einfach aufgeräumt! - In 24 Stunden mit der Simplify-Methode das Chaos besiegen
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Mehr zum Inhalt

Fachwissen lebendig vermitteln. Das Methodenhandbuch für Trainer und Dozenten


 

4 Lerninhalte (S. 15-16)

Eigene Vorbereitung

Bevor irgendein weiterer Schritt getan wird, kommt ein scheinbar selbstverständlicher: Sie selbst müssen sich fachlich vorbereiten. Jetzt geht es um Ihr eigenes Wissen. Um qualitativ hochwertigen Unterricht zu planen und durchzuführen, müssen Sie immer mehr wissen, als Sie letztendlich von Ihren Teilnehmern verlangen werden. Wir gehen hier nicht auf Methoden ein, wie Sie sich selbst vorbereiten, denn wahrscheinlich sind Sie ja deshalb Fachdozent, weil Sie eine spezifische Fachkenntnis bereits besitzen. Nur auf eines wollen wir hinweisen: Planen Sie feste Zeiten für Ihre eigene Vorbereitung ein. Dies sind leider Zeiten, die Ihr Auftraggeber nicht „sieht" und die scheinbar unproduktiv sind. Die Gefahr besteht, dass Sie nicht genügend Zeit zugestanden bekommen. Es ist Ihrem Unterricht nicht dienlich, wenn Sie fachlich improvisieren müssen und in Details nicht absolut sattelfest sind. Nach unserer Erfahrung benötigen Sie für einen neuen Inhalt je nach Komplexität des Themas das 5- bis 15-fache der Unterrichtszeit für Ihre eigene Vorbereitung. Dies schließt Recherchezeiten und methodische Aufarbeitung ein. Machen Sie sich eine Gliederung für Ihr Selbststudium. Vielleicht können Sie vieles direkt für Ihren Unterricht verwenden.

Prüfen Sie sich selbst, welche Einstellung Sie zu dem Thema haben. Sie werden als Dozent nur dann authentisch sein, wenn Sie eine positive, überzeugte (und damit überzeugende) innere Einstellung zum Thema haben. Interessiert Sie ein Thema vielleicht zunächst gar nicht? Das ändert sich oft, wenn Sie sich damit näher beschäftigt haben. Stellen Sie Ihren eigenen Überzeugungs- bzw. Begeisterungsprozess auch einmal Ihren Teilnehmern dar – vielleicht geht es ihnen ja ähnlich.

Umgang mit Vorkenntnissen

Jetzt, wo die Lernziele formuliert sind, werden die einzelnen Inhalte näher bestimmt – also der inhaltliche Weg zum Lernziel. Diesen Weg können Sie nur dann sinnvoll beschreiten, wenn Sie auch den Startpunkt kennen: Welche Vorkenntnisse bringen Ihre Teilnehmer mit?

Wenn allgemein keine Vorkenntnisse vorhanden sind bzw. vorausgesetzt werden, haben Sie einen eindeutigen Start.

Wenn Vorkenntnisse vorhanden sind, können Sie eine Eingangsevaluation durchführen, um diese Vorkenntnisse näher zu bestimmen. Einige Hinweise dazu finden Sie im Kapitel 9. Nicht immer werden Sie jedoch dazu Gelegenheit haben. Dann müssen Sie eine (begründete) Arbeitshypothese über die Vorkenntnisse aufstellen.