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55 Trainerfallen - Das Selbsthilfe-Handbuch für erfolgreiche Trainings und Seminare

55 Trainerfallen - Das Selbsthilfe-Handbuch für erfolgreiche Trainings und Seminare

von: Clemens Widhalm, Guido Schwarz

Linde Verlag Wien Gesellschaft m.b.H., 2009

ISBN: 9783709400470, 167 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 19,99 EUR

Ersparnis: 4,91 EUR

  • 30 Minuten: So erstellt man WISSENs-Quiz-SPIELE
    30 Minuten für den überzeugenden Elevator Pitch
    Mitarbeiterführung - Führungsansätze passend auswählen Führungsinstrumente richtig einsetzen
    Gewalt wandeln: Das Anti-Aggressivitäts-Training AAT
    30 Minuten für faires Streiten und gute Konflikt-Kultur
    Krisenintervention
    Ratgeber Einnässen - Informationen für Betroffene, Eltern, Lehrer und Erzieher
    Depressionen vorbeugen. Ein Gruppenprogramm nach R. F. Munoz
  • Mehr intelligente Kopfspiele
    Tipps gegen den Lernkater - Lernmethodik für alle Lernenden
    Trotzdem Lehren
    30 Minuten für gute Rhetorik
    Intelligente Wissens-Spiele
    Achtsamkeit - Entscheidung für einen neuen Weg

     

     

     

 

Mehr zum Inhalt

55 Trainerfallen - Das Selbsthilfe-Handbuch für erfolgreiche Trainings und Seminare


 

1 Die Bumerang-Falle (S. 19)

Nicht geäußerte Erwartungen im Vorfeld Wie sie sich zeigt Dieser Fehler passiert nicht oft, einmal ist meist schweißtreibend genug. Wenn man vor Beginn des Trainings vergisst, die Erwartungen abzufragen, führt das gelegentlich zu einem Totalabsturz, wenn nämlich im Feedback am Schluss des Seminars zu hören ist: „Eigentlich wollten wir uns auf das Assessment- Center vorbereiten und haben uns Fallbeispiele erwartet, aber ...“

Wie sie auf uns wirkt Bittere Galle, ein plötzlicher Schock, auch wenn es schon zu ahnen oder zu spüren war. Wie Sie der Falle entkommen In einem guten Design ist die Abfrage der Erwartungen enthalten – in welcher Form auch immer. Dazu gibt es verschiedene Formen, eine davon passt immer:

1. Effizient Eine kurze Frage in die Runde, Stichworte auf das Flipchart (kurze Variante)

2. Systematisch Jeder schreibt die Antworten auf folgende Fragen auf Kärtchen, danach Abfrage und Sammlung auf Pinwand (die mittlere Variante)

:a) Was erwarte ich mir hier?

b) Woran werde ich erkennen, dass meine Erwartungen erfüllt wurden?

c) Was wollen wir hier gemeinsam erreichen?

d) Was soll hier nicht passieren?

3. Gründlich Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Plenum (die ausführliche Variante, vor allem für sehr heikle Workshops mit mehreren Designmöglichkeiten oder lange Trainings): Die Fragen von Punkt 2 und noch andere, die von der Trainerin zu formulieren sind, werden individuell beantwortet und dann in Kleingruppen besprochen.

Jede Gruppe erzeugt ein Flipchart (in der anschließenden Diskussion können Fragen beantwortet werden) und präsentiert dieses dann im Plenum.

4. Vorbereitend Bereits vor der Veranstaltung können die richtigen Weichen gestellt werden. Besprechen Sie den Einladungstext gemeinsam mit dem Auftraggeber bzw. lassen Sie ihn sich vor der Aussendung zur Überprüfung vorlegen (per E-Mail schicken ...).

Es kommt häufig vor, dass die Texte ohne Absicht „verschlimmbessert“ werden – der Austausch eines einzigen Wortes reicht manchmal, um in den Teilnehmerinnen gänzlich andere Erwartungen zu erwecken: „In unserer Einladung stand doch ...“ hören Sie dann während des Trainings. Oftmals ist es dann zu spät, um entsprechend zu reagieren.

5. Vorausschauend In besonderen Fällen, etwa wenn im Rahmen einer Organisationsentwicklung ein Startworkshop ansteht, ist es sehr hilfreich, die Erwartungen im Vorfeld mittels eines kurzen Fragebogens zu erheben. Dieser sollte offen gestaltet sein und nicht mehr als fünf Fragen enthalten – zwei kontextbezogene und drei allgemeine, wie z.B. die folgenden:

Welche Themen sollten unbedingt angesprochen werden?

Worüber sollten wir besser nicht reden?

Was soll nach dem Workshop anders sein?

Die Rückspiegelung der Ergebnisse ist meist ein guter und schneller Einstieg ins Thema bzw. die Problematik.

2 Die Level-Falle

Eine inhomogene Gruppe von Teilnehmern Wie sie sich zeigt Eine ist gelangweilt, spielt inzwischen mit Blackberry oder gar Notebook. Zwischendurch ein Statement wie: „Das machen wir schon seit zig Jahren so – erzählen Sie uns lieber, was wir bei XY machen sollen!“

Daneben überforderte Gesichter, Leute, die sich zurückziehen, weil sie sich nicht vor den anderen blamieren wollen. Anfänger und „alte Hasen“ sind bunt zusammengewürfelt.

Sie können es nicht allen recht machen. Wie sie auf uns wirkt Es rast durch den Kopf: „Warum hat mir das keiner vorher gesagt!“ Dann kommt der Entscheidungszwang: „Welche Gruppe opfere ich für die andere?“ Zuletzt die Überlebensfrage: „Wie komme ich da heil wieder raus?!“

Wie Sie der Falle entkommen

1. Im Vorfeld vermeiden Beim Auftraggeber eine Teilnehmerliste einfordern, mit Angaben zu Funktion, Alter, Jahre Berufserfahrung, ggf. Anzahl von Mitarbeitern – und Kontaktdaten (kann nie schaden).