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Chile - Landeshauptgeschichte

Chile - Landeshauptgeschichte

von: Alois Maier

Alois Maier, 2004

ISBN: 9783000144158, 31 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 5,50 EUR

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Chile - Landeshauptgeschichte


 

FUERTE BULNES (S. 27-29)

55 Kilometer südlich von Punta Arenas ist das Fort Bulnes, an der Magallanesstraße. Die Magallanesstraße ist der Meereskanal zwischen dem Festland und der Insel Tierra del Fuego, benannt nach dem Portugiesen Hernando de Magallanes. Magallanes tätigte seine Dienste unter der spanischen Krone und war als erster Europäer im Jahre 1520 zu diesen Küsten vorgedrungen. Dieses Fort ist eine Pioniersiedlung, 1843 von den Spaniern gegründet, diese Siedlung ist heute rekonstruiert. Erst später, im Jahr 1848, entstand Punta Arenas, die Hauptstadt dieser Region. Auf dem Weg zum Fort begegnet man den typischen Landschaftszügen Patagoniens. In dem Ort Puerto de Hambre besteht die Möglichkeit, einen Halt einzulegen. Hier versuchten die Spanier damals, die erste Siedlung aufzubauen, dieser Versuch scheiterte jedoch aufgrund einer dreijährigen Unterbrechung in der Lebensmittelversorgung. Dadurch verhungerten viele Spanier, ebenfalls starben viele durch die rebellischen Aufstände der Alacaluf-Indianer.

DER BEAGLE-KANAL

Der Beagle-Kanal trennt im Osten die Insel Tierra del Fuego von der Insel Navarino, die Mittellinie des Kanals ist die Grenze zwischen Chile und Argentinien. Auf argentinischer Seite ist die Hauptstadt der Insel Ushuaia und auf der Insel Navarino der Ort Puerto Williams. Im Westen verläuft der Beagle-Kanal zwischen den chilenischen Inselgruppen, diese Gegenden sind nur per Schiff an den Küsten zugänglich. Diese Inselgruppen gehören zum Nationalpark Alberto de Agostini. Es gibt mehrtägige Bootstouren zum Beagle- Kanal, von Punta Arenas ausgehend. Auf argentinischer Seite, von Ushuaia aus, gibt es ebenfalls verschiedene Bootstagestouren. Der Beagle-Kanal wurde erstmals mit dem englischen Schiff Beagle 1830 von Fitz Roy besegelt und nach dem Namen des Schiffes benannt.

CAPO DE HORNOS

Das Kap an der südlichsten Spitze Chiles ist berüchtigt für seine extremen Wetterbedingungen. Wenn dort einmal das Meer ruhig ist und die Sonne scheint, ist das eine Seltenheit. An dieses Kap kann man mit einer mehrtägigen Bootsfahrt, ausgehend von Punta Arenas, über die Kanäle hinkommen, mit etwa einer Woche ist für diese Tour – Hin und Rückfahrt – zu rechnen. Seit 400 Jahren ist die Route Capo de Hornos die gefürchtetste weltweit, dort verloren bereits viele Seemänner ihr Leben. Diese wilde, aggressive, eiskalte und stürmische See hat schon viele Schiffe hier begraben. Zu den damaligen Zeiten existierte noch nicht der Panama-Kanal und daher gab es keine andere Alternative, um das Capo de Hornos zu segeln. Auf dem Grund ruhen zahlreiche Export- sowie auch Importgüter aus der ganzen Welt. Der Portugiese Hernando Magallanes war 1520 der Erste, der unter spanischer Krone mit der Trinidad und einer Besatzung von 237 Mann dieses Kap umsegelte.