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Chile - Chinchorro-Mumien & Indios

Chile - Chinchorro-Mumien & Indios

von: Alois Meier

Alois Maier, 2004

ISBN: 9783000144196, 28 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 5,50 EUR

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Chile - Chinchorro-Mumien & Indios


 

MAPUCHE-INDIANER (S. 16)

Bevor die Weißen sich in Chile ansiedelten, waren die Mapuche-Stämme im südlichen Teil verbreitet. Nachdem die Inkas gegen Mitte des 15. Jahrhunderts nach Santiago und schließlich dann weiter in Richtung Süden vorstießen, trafen sie auf heftige Widerstände der Mapuche-Indianer und waren aufgrund dessen zu ihrem Rückzug gezwungen. Im südlichen Bereich Chiles lebten zur damaligen Zeit ca. ½ Million Indianer, die verschiedenen Stämmen angehörten. Die Spanier nannten damals die Mapuche-Indianer Araukanervolk. Die Mapuche-Indianer waren damals und auch heute noch von der Rio-Bío-Bío-Gegend bei Concepción bis zu der Insel Chilhoe anzutreffen. Das Hauptbesiedlungsgebiet war bei Temuco und dessen näheren Umgebung. Kurz nach dem Rückzug der Inkas drang Pedro de Valdivia in das Territorium der Mapuche-Indianer ein, daraufhin gab es heftige Widerstandskämpfe der Mapuche-Stämme und die Spanier erlitten mehrere Niederlagen. Daraufhin kamen immer mehr spanische Soldaten nach, es wurden Forts errichtet und im Verlauf der Zeit blieb den Mapuche-Indianern keine andere Wahl, als sich den Spaniern zu unterlegen. Außer den Mapuches lebten dort noch die Pehuenche-, die Huilliches- und die Lafquenches-Indianer. Zwischen all diesen verschiedenen Indianerstämmen gab es keine nennenswerten Konflikte, sie duldeten sich gegenseitig und lebten getrennt voneinander.

Die Pehuenches waren mit den Mapuches verwandt und hatten dadurch engere Beziehungen. Die Huilliche-Indianerstämme lebten in den Tälern von Valdivia und auf der Insel Chilhoe. Die Lafquenche-Indianer lebten an den Meeresküsten. Die Huilliches waren Ackerbauer und pflegten die Agrikulturwirtschaft. Alle anderen Stämme waren Jäger, Fischer und Sammler. Falls in ihren Revieren die Beute zurückging, wanderten sie mit ihrem Hab und Gut in neue Reviere. Im Jahre 1859 siedelte sich der Franzose Orélie-Antoine de Tounens, in einem Alter von 33 Jahren, in der entlegenen Gegend Südchiles an. Für eine kurze Zeit gelang es ihm, als König über die Mapuche- und andere patagonischen Indianer zu herrschen.