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Immunsuppression nach Lebertransplantation: Aktuelle Daten und Optimierung der Therapie mit Tacrolimus
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Immunsuppression nach Lebertransplantation: Aktuelle Daten und Optimierung der Therapie mit Tacrolimus
In den letzten Jahren wurde eine Reihe neuer Immunsuppressiva für die Transplantationsmedizin entwickelt. Dadurch ist es möglich geworden, unter Einsatz unterschiedlicher Therapieschemata und Kombinationen die immunsuppressive Therapie individuell an den einzelnen Patienten und seine spezielle Situation anzupassen. Eine wichtige Aufgabe der Zukunft wird es sein, zuverlässige Kriterien für die individuelle immunsuppressive Therapie zu entwickeln. Erste Ansätze hierzu wurden auf dem Workshop "Immunsuppression nach Lebertransplantation: Aktuelle Daten und Optimierung der Therapie mit Tacrolimus" am 10. September 1999 in Berlin unter Vorsitz von Prof. Dr. P. Neuhaus und Prof. Dr. C. E. Broelsch diskutiert. Zu den wichtigsten Neuerungen, die die Transplantationsmedizin in den letzten Jahren erfuhr, zählt das Immunsuppressivum Tacrolimus, das mittlerweile seit rund 10 Jahren erfolgreich eingesetzt wird. Ausgehend von aktuellen Ergebnissen und Langzeiterfahrungen mit Tacrolimus wurden im Rahmen des Workshops unterschiedliche Aspekte der Immunsuppression nach Lebertransplantation diskutiert. Dazu gehörten die Frage nach möglichen Vorteilen der Kombination mit Mycophenolat Mofetil, nach dem Stellenwert einer Induktionstherapie mit Antikörpern, oder, inwieweit die (rekurrierende) Grunderkrankung der Leber bei der Immunsuppression berücksichtigt werden sollte. Ebenfalls diskutiert wurde, in welchen klinischen Situationen eine Umstellung der Immunsuppression sinnvoll ist, bei welchen Patienten Steroide abgesetzt werden können, und ob im Langzeitverlauf eine Monotherapie mit Tacrolimus möglich ist. – Auch wenn längst noch nicht alle Fragen zufriedenstellend beantwortet werden konnten, bot die Diskussion zahlreiche neue Erkenntnisse und Anregungen. Diese können in der klinischen Routine zu einer weiteren Optimierung der Immunsuppression beitragen und bieten interessante Ansatzpunkte für weitere Studien.
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