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Windows 7 im Unternehmen. net.com networking & communications - Das Handbuch für Administratoren
12 Die Registrierungsdatenbank (S. 537-538)
Zur Speicherung von Konfigurations- und anderen Informationen bietet Windows 7 wie auch schon die Vorgängersysteme eine Registrierungsdatenbank an, oft auch kürzer mit dem englischen Ausdruck Registry benannt. Erstmals wurde die Registry mit Windows 95 vorgestellt, war damals allerdings noch nicht so umfangreich wie heute. Da frühere Windows-Versionen (bis 3.11) die Konfigurationsinformationen in einzelnen Dateien ansammelten (config.sys und autoexec.bat für den Systemstart, win.ini und system.ini für Windows selber und weitere .ini-Dateien für andere Anwendungen), ergab dies eine wilde, undurchsichtige Mischung, in der es durchaus vorkommen konnte, dass zwei Anwendungen die gleiche Konfigurationsdatei verwenden wollten. Zudem ergab sich die Frage, wo man die Dateien abspeichern sollte. Für Programmierer, die diese Konfigurationsdateien in eigenen Anwendungen verwenden wollten, ergab sich zudem noch das Problem, dass sie in ihren Programmen jeweils Routinen einbauen mussten, die zum Beispiel Zahlen in Textdarstellung aus der Datei lesen und dann zur Verarbeitung umwandeln mussten.
Ein weiteres Problem bei Konfigurationsdateien betrifft die Berechtigung, auf bestimmte Werte zuzugreifen können. Dies kann immer nur auf der Ebene der kompletten Konfigurationsdatei geschehen, eine Unterteilung auf einzelne Werte wäre nur möglich, wenn die Konfigurationsdateien in einzelne Dateien aufgeteilt würden. Aus diesem Grund würde für die Registry ein datenbankähnlicher Aufbau gewählt. Für die Programmierer wurden spezielle API-Funktionen zur Verfügung gestellt, mit denen auf die Werte der Registry zugegriffen werden kann. Diese Funktionen beachten dabei die Zugriffsrechte auf die einzelnen Elemente.
Diese Datenbankstruktur schuf aber gleichzeitig auch Probleme. Bei einer Konfigurationsdatei kann man leicht eine Kopie der Datei zur Seite legen und nach einer Änderung durch einen einfachen Textvergleich feststellen, welche Änderungen erfolgt sind. Man kann auf diese Weise viele verschiedene Generationen solcher Dateien archivieren und so die Entwicklung eines Systems über lange Zeit verfolgen. Bei der Registry ist dies nicht so einfach möglich, hierzu benötigt man Zusatzprogramme (siehe den Abschnitt 12.9.2 ab Seite 578). Zudem kann man bei Änderungen in einer Textdatei sich vor dem Speichern immer noch überlegen, ob man diese Änderungen wirklich durchführen will. Anders als in einem Texteditor werden Änderungen, die zum Beispiel mit dem Registrierungs- Editor (siehe den Abschnitt 12.3 ab Seite 558) durchgeführt werden, sofort im System aktiv, eine Rückgängig-Funktion existiert nicht.
In den Artikeln der Microsoft Knowledge Base steht bei jeder Aktion, welche die Registry betrifft, ein Warnhinweis, dass diese Änderungen ungeahnte Folgen haben können. Nehmen Sie diese Warnungen ernst! Eine Rücksicherung eines vorigen Backups der Registry hilft ihnen erst einmal nichts, wenn nach der Änderung das Betriebssystem nicht mehr startet.
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