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Das Trader Coaching - So werden Sie zum Gewinner

von: Thomas Vittner

FinanzBuch Verlag, 2009

ISBN: 9783862480722 , 250 Seiten

Format: PDF, OL

Kopierschutz: Wasserzeichen

Windows PC,Mac OSX,Windows PC,Mac OSX geeignet für alle DRM-fähigen eReader Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Windows PC,Mac OSX,Linux

Preis: 24,99 EUR

Exemplaranzahl:  Preisstaffel

Für Firmen: Nutzung über Internet und Intranet (ab 2 Exemplaren) freigegeben

Derzeit können über den Shop maximal 500 Exemplare bestellt werden. Benötigen Sie mehr Exemplare, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.


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Das Trader Coaching - So werden Sie zum Gewinner


 

Wie alles anfing – eine kurze Biografie (S. 17)

Ich möchte zu Beginn des Buches mit Ihnen eine kurze Reise machen. Diese Reise führt uns zurück zu den Anfängen meines Börsenlebens. Ich werde Ihnen darin grob schildern, wie sich dieser bereits beschriebene Reifungsprozess bei mir gestaltet hat und vor allem wie lange er gedauert hat.

Vielleicht kommt Ihnen das eine oder andere Verhalten von mir auch bekannt vor, weil Sie in einer ähnlichen Situation schon einmal auf dieselbe Art und Weise reagiert haben. Wenn das so ist, dann trösten Sie sich – Sie werden sehen, es ging mir genauso. Die Liebe zu den Märkten entwickelte sich bei mir Ende 2001, Anfang 2002.

Ich war zu diesem Zeitpunkt in der Wiener Niederlassung einer großen internationalen Versicherung beschäftigt und durfte in der Einarbeitungsphase ein Seminar über Lebensversicherungen besuchen. Da ich in einem ganz anderen Fachbereich dieses Unternehmens beschäftigt war, hörte ich dort auch erstmals etwas von »Fondsgebundenen Lebensversicherungen«, von Aktienquoten und vom Eurostoxx sowie von anderen Sparprodukten, die in irgendeiner Form mit den Kapitalmärkten verknüpft waren. Mein Interesse war geweckt, und der Gedanke, mich mit dem Thema Börse und Aktien näher zu beschäftigen, ließ mich nicht mehr los. So begann ich mit meiner Recherche zuerst im Internet und holte mir einige grundlegende Infos über die Kapitalmärkte.

Ich wusste zu dieser Zeit gerade einmal, wie man das Wort »Aktie« schreibt, doch ich war fasziniert und wollte es unbedingt auf eigene Faust versuchen. Damals wusste ich noch nicht, dass ich damit meine Bestimmung gefunden hatte.Einige Wochen später meldete ich mich bei einem großen Online-Broker an und eröffnete ein Konto. Dann kaufte ich mir zwei Börsenzeitschriften und begann sofort, sie gierig zu verschlingen.

Alles, was darin stand, leuchtete mir sofort ein. Die Börse war einfach und das Geld lag förmlich auf der Straße. Ich fragte mich, warum nicht alle Menschen Aktien besitzen. So wählte ich in kürzester Zeit fünf mir bekannte internationale Konzerne aus, kaufte mich in diese Unternehmen ein und verkündete mit stolzgeschwellter Brust meiner Freundin eines Abends im Frühling 2002, dass ich nun Aktionär einiger ganz bekannter großer Firmen geworden sei.

Die Freude währte allerdings nicht lange, denn ich lag damals nur einen Tag mit meinem Portfolio im Plus. Ab diesem Zeitpunkt ging es nur noch abwärts, Tag um Tag. Meine vermeintlich sicheren Blue Chips, die ich aufgrund der Empfehlungen aus diesen Magazinen gekauft hatte, verloren immer mehr an Wert.

Ich litt jeden Tag Höllenqualen, denn als ich nach dem Büro nach Hause kam, führte mich der erste Weg zu meinem Computer und ein Depotcheck war angesagt! Doch es war immer das Gleiche, meine Werte waren tiefrot eingefärbt. Da ich nicht verstand, was ich falsch gemacht hatte, begann ich, noch mehr Börsenmagazine zu lesen, doch in allen stand das Gleiche.

Man müsse in dieser Phase jetzt durchhalten, einen kühlen Kopf bewahren oder sogar nachkaufen, und das tat ich auch. Ich kaufte weitere Aktien, um meinen Einstiegskurs zu verbilligen. Doch wöchentlich ging es weiter abwärts, immer schneller und schneller und nach weiteren Wochen und Monaten des Leidens wusste ich nicht mehr weiter und musste einen Schlussstrich ziehen.

Ich wollte alle Aktien loswerden, egal zu welchem Preis. Den Schmerz der täglichen Verluste konnte ich einfach nicht mehr ertragen, denn er schlug mir schon so aufs Gemüt, dass ich tagelang schlechter Laune war. Vor allem nahm ich die Verluste sehr persönlich und wollte von der Börse nichts mehr wissen. Kurz vor dem zweiten Irak-Krieg, als die Stimmung am schlechtesten war, entschied ich mich endgültig, alle Aktien abzustoßen. Ich legte mein verbleibendes Kapital auf ein klassisches Sparbuch und nahm mir vor, das Kapitel Börse zu schließen.