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Die Straßennamen Lüneburgs - Vorw. v. Uta Reinhardt - De Sulte, Band 15

von: Uta Reinhardt, Wilhelm Reinecke, Gustav Luntowski

Edition Ruprecht, 2007

ISBN: 9783767570788 , 294 Seiten

5. Auflage

Format: PDF, OL

Kopierschutz: Wasserzeichen

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Preis: 19,90 EUR

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Die Straßennamen Lüneburgs - Vorw. v. Uta Reinhardt - De Sulte, Band 15


 

Rabensteinstraße (S. 193-194)

Ratsbeschluß vom 27.1.1954.

Aus dem 17. Jahrhundert wird überliefert, daß die dortige Höhe köpkenberg oder rabenstein nach dem in der Nähe befindlichen Galgen genannt wurde; 1725 wird wiederum der Rabenstein als Richtstatt erwähnt. Die Rabensteinstraße verläuft parallel zum Straßenzug am Galgenberg.

Rackerstraße

Kein Ratsbeschluß.

Gegen 1450 stellte der Rat in einem Erlaß über Straßenreinigung fest, daß in der vulen ouwe by des rackersz hus der Gastmeister vom Großen Hl. Geist verantwortlich sei; einen entsprechenden Hinweis und damit die zwiefach verbürgte Erklärung des Straßennamens finden wir in der Schoßrolle von 1453: bij der rackerijge. Rackerei ist die Abdeckerei, Racker der Schinder, der Abdecker. Die Form Rackerstraße ist erst nach 1700 nachzuweisen, wo es heißt die sog. Alte Bütteley in der Rackerstrassen an der Ecke gegen den Blauen Turm gelegen, in welcher vor diesen des Scharfrichters Knecht oder der Abdecker gewohnet, wird itzundes an den Aufseher auf die Guma oder Wassercanal überlassen, für jährliche Miete; in den ältesten Adreßbüchern wird hinzugefügt von der Heiligengeiststraße bis zur Rotenmauer r. bzw. l. Ein Rackerzaun (Bienenstand) und eine Wiese des Scharfrichters lagen, wenn wir Volger richtig verstehen, oberhalb des Ilmenaugartens nach dem Bokelsberge zu. Zu vgl. Faule Au.

In Wismar bi de rakkemuren 1475, jetzt beim Küterhofe.

Rehhagen

Ratsbeschluß vom 12.3.1945.

Die Straße liegt in einem Quartier beim Waldfriedhof mit Straßennamen auf der Grundlage heimischer Wildtiere. Der Zusatz - hagen - bedeutet Buschwerk, Gehölz.

Rehrweg

Kein Ratsbeschluß.

Bei der Wahl eines Straßennamens wurde auf eine alte Flurbezeichnung zurückgegriffen. Rehr kann entweder Sumpf bedeuten oder eine Ableitung von dem Personennamen Radheri sein.

Reichenbachplatz

Ratsbeschluß vom 9.6.1983.

Vgl. Reichenbachstraße.

Reichenbachstraße

Kein Ratsbeschluß.

An Stelle des um 1890 abgetragenen Bardewikerwalls, an dessen Nordseite damals das Städtische Schlachthaus erbaut wurde. Der aus dem Volksmunde entstandene Name S c h l a c h t h a u s s t r a ß e wurde im Dezember 1892 vom Magistrat gutgeheißen. 1927 aber auf Beschluß der städtischen Körperschaften umgewandelt in Reichenbach Straße

Johannes Reichenbach, geboren in Lüneburg am 20. Januar 1836, war gelernter Böttchermeister. Als Geselle hatte er auf der Wanderschaft in Riga und Moskau Fässer gezimmert und daheim es verstanden, den von seinen Vorfahren ererbten handwerklichen Betrieb fabrikmäßig in großzügiger Weise auszugestalten. Als seine umfangreiche Fabrikanlage in der Nähe der Nikolaikirche am 27. Juni 1889 durch eine Feuersbrunst in Trümmer gelegt war, wodurch etwa 50 Arbeiterfamilien vorübergehend obdachlos wurden, kaufte er im Norden der Stadt ein ausgedehntes Gelände zu verheißungsvoller Gründung eines neuen Fabrikunternehmens. Seine Rührigkeit und Tüchtigkeit bewährte er nicht minder als Bürgervorsteher (seit 1872) und als Senator (seit 1885). Vorbild eines wackeren Bürgers, war er entscheidend beteiligt bei der Verkoppelung der städtischen Feldmark, bei der Wasserversorgung der Stadt, dem Feuerlöschwesen, der Schaffung einer Industriebahn, der Verbesserung der Ilmenau-Schiffahrt, der Förderung von Handel und Gewerbe, im Kirchenvorstande, im Verschönerungsverein. Seine allgemeine ungewöhnliche Beliebtheit zeigte sich an seinem 70. Geburtstage, als ihm der Ehrenbürgerbrief verliehen wurde, wie an seinem 50jährigen Meisterjubiläum (1909). Am 31.10.1908 wurde am Sande vor der IHK der „Reichenbach-Brunnen“ zu Ehren des Lüneburger Ehrenbürgers eingeweiht.1943 mußte er einem Feuerlöschteich weichen und wurde auf dem städtischen Bauhof eingelagert. Die Figur des Sülfmeisters erhielt 1960 einen neuen Platz auf dem ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Platz (jetzt Scunthorpe- Platz), bevor der rekonstruierte Brunnen an der neu gestalteten nördlichen Zufahrt zur Altstadt an der Reichenbachstraße aufgestellt wurde. Johannes Reichenbach ist entschlafen am 24. Februar 1921.

Reiherstieg

Ratsbeschluß vom 4.4.1944.

Die Straße liegt im Wilschenbrucher „Vogelquartier“ nahe der Ilmenau. Graureiher zählen zu den hier heimischen Schreitvögeln.