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5. Tipps für den Sprechstil (S. 49-50)
„Es ist ein Beweis hoher Bildung, die größten Dinge auf einfachste Art zu sagen."
Ralph Waldo Emerson (1803–1882)
Was gäben wir darum, wenn wir unseren Kindern ein paar „todsichere Tipps" für gutes Deutsch mit auf den Schulweg geben könnten, mit deren Hilfe sie sich von einem Tag auf den anderen um ein oder zwei Notengrade verbessern könnten!
Das folgende Kapitel enthält die wichtigsten stilistischen Tipps, die eine Rede lebendig und das Zuhören angenehm machen. Man kann sie geradezu handwerksmäßig erlernen. Das Schöne dabei ist: Wir müssen nicht etwas Kompliziertes hinzulernen, im Gegenteil! Vieles, womit wir uns bisher belastet haben, können wir getrost über Bord werfen. Wir können uns das Leben leichter machen!
5.1 Guter Grundwortschatz genügt
Der normale Grundwortschatz reicht völlig aus, um öffentlich wirksam zu sprechen! Suchen Sie nicht verzweifelt nach möglichst treffenden, meist jedoch nur unnötig komplizierten Worten. Vergessen Sie den Appell der Lehrer, die Sie angehalten haben, einen besseren Ausdruck zu finden als den üblichen. Das können Sie gerne tun, wenn Sie an einer schriftlichen Ausarbeitung feilen. Aber beim Reden sollen Sie sich gestatten, so zu reden, wie es Ihnen anstrengungsfrei über die Lippen geht. Das ist leichter und wirkt natürlich und sicher.
Kurz und bündig
Große Reden wirken gerade deshalb so großartig, weil sie das Entscheidende oft mit wenigen Worten und in klaren, prägnanten Sätzen zu sagen vermögen. Denken wir an den unvergesslichen Martin Luther King mit dem immer wiederkehrenden Satz „I have a dream!", oder an den charismatischen John F. Kennedy. Sein Leitspruch war bezeichnenderweise: Short words, short sentences, short speeches! Kurze Wörter, kurze Sätze, kurze Reden!
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