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Kapitel 9 (S. 164-165)
Jack Carter presste die Lippen zusammen. Auf der Fifth Avenue wurde eine Straßenkontrolle durchgeführt. Er musste Abbremsen. Die Möglichkeit, zu wenden, hatte er nicht. Er wappnete sich mit Gelassenheit. Schrittweise ging es voran. Manche Autos winkten die Cops, die die Kontrolle durchführten, einfach durch. Jack Carter hoffte, dass auch er weiterfahren konnte.Sein Stoßgebet wurde nicht erhört. Er wurde rechts ran gewunken. Seine Seitenscheibe fuhr nach unten.
Ein Cop trat an die Tür heran. »Führerschein und Wagenpapiere«, verlangte er. Jack Carter zog seine Brieftasche aus der Innentasche seiner Jacke und fingerte die Papiere heraus, reichte sie dem Polizisten und lehnte sich auf dem Sitz zurück. »Worum geht es eigentlich?«»Drogenkontrolle.« Der Cop schaute sich die Papiere an, reichte sie Carter, und als dieser sie wieder verstaut hatte, forderte ihn der Polizist auf, auszusteigen. »Sehe ich aus wie ein Junkie?«, beschwerte sich Carter.»Wie sieht ein Junkie aus?«, kam die lakonische Gegenfrage.Carter öffnete die Tür, schwang die Beine aus dem Fahrzeug und erhob sich. »Haben Sie einen Grund, mich aufzuhalten und meinen Wagen zu durchsuchen?«
»Anordnung aus dem Department. Wenn Sie nichts zu verbergen haben, müssen sie doch nichts befürchten.«Zwei weitere Cops traten heran. »Gibt’s ein Problem?«, fragte einer.»Sie dürfen nicht grundlos meinen Wagen durchsuchen«, stieß Carter hervor. »Es sei denn, Sie hätten einen begründeten Verdacht.«»Beschweren Sie sich beim Chief of Department«, knurrte einer der Cops. Dann kroch er in den Wagen und öffnete das Handschuhfach. Er griff hinein. Als seine Hand wieder zum Vorschein kam, hielt sie eine Beretta. »Was haben wir denn da?« Der Polizist zog seinen Oberkörper aus dem Wagen und richtete sich auf. »Ist die registriert?«»Die gehört mir nicht«, behauptete Carter. Seiner Stimme fehlte die Bestimmtheit.
Er hatte die Schultern angezogen, als würde es ihn frösteln. »Das werden wir feststellen«, erklärte der Cop. »Illegaler Waffenbesitz ist nicht gerade ein Kavaliersdelikt. Ich erkläre Sie für vorläufig festgenommen.«Handschellen klickten. Carter wurde ins Police Department gebracht und dort arretiert. Nachdem er zwei Stunden in der Zelle zugebracht hatte, wurde er zur Vernehmung gebracht. Er blieb bei der Version, dass ein Freund von ihm die Waffe ins Handschuhfach gelegt und dort vergessen habe. Das Vernehmungsprotokoll wurde der Staatsanwaltschaft vorgelegt, und diese sollte entscheiden, ob sie den Erlass eines Haftbefehls wegen unerlaubten Waffenbesitzes beantragte. Es war am späten Nachmittag dieses Tages, als ich einen Anruf erhielt.
Es war ein Kollege aus dem Police Department. Er sagte: »Wir haben heute Vormittag einen Burschen namens Jack Carter bei einer Fahrzeugkontrolle wegen unerlaubten Waffenbesitzes festgenommen. Unsere Ballistiker haben die Pistole analysiert. Dabei wurde festgestellt, dass mit ihr das Ehepaar Tom und Carrie Shannon ermordet wurde.«»Wo befindet sich dieser Carter jetzt?«»Wir haben ihn hier im Hauptquartier arretiert. Aber nach den neuesten Erkenntnissen ist der Erlass eines Haftbefehls wohl nur noch Formsache. Dann wird er nach Rikers Island überführt.«»Wir kommen sofort vorbei«, sagte ich. »Ach ja: Wurden auf der Waffe Fingerabdrücke festgestellt?«»Ja. Ausschließlich die Prints von Carter.«Phil und ich verloren keine Zeit. Eine halbe Stunde später saß Carter an dem Tisch im Vernehmungsraum. Außer mir und Phil war noch Ed Schulz da, der stellvertretende Leiter der Mordkommission Manhattan. Ed war ein Riese von einem Mann.»Was wollt ihr überhaupt von mir?«, nörgelte Carter. »Die Waffe gehört nicht mir.«
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