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Schmuddelkinder - Lenz' sechster Fall

von: Matthias P. Gibert

Gmeiner-Verlag, 2010

ISBN: 9783839235317 , 372 Seiten

Format: ePUB, PDF, OL

Kopierschutz: Wasserzeichen

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC geeignet für alle DRM-fähigen eReader Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones Online-Lesen für: Mac OSX,Windows PC,Linux

Preis: 9,99 EUR

Exemplaranzahl:


  • Philippa und die Glücksfee
    ZUMA BEACH
    Die Stimme meiner Schwester - Roman
    Wellen - Roman
    Erstmal für immer - Wie wir die Liebe neu erfinden
    Von wegen perfekt! - Wie Sie entspannt die Welt erobern
    Das SS-Helferinnenkorps - Ausbildung, Einsatz und Entnazifizierung der weiblichen Angehörigen der Waffen-SS 1942-1949
    Zwischen Militanz und Bürgerlichkeit - Selbstverständnis und Praxis der extremen Rechten
  • Erotische Frühlingsträume - Phantasien
    Der indigoblaue Schleier - Roman
    Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken - Ganz natürliche Erklärungen für eigentlich unerklärliche Schwächen
    Kokoschkins Reise
    Der Klang der Liebe - Roman
    Reiterhof Eulenburg - Gefährlicher Sommer - Band 3
    Helden - Eine Geschichte zwischen den Welten
    Die Hirnkönigin - Roman - Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimipreis
 

Mehr zum Inhalt

Schmuddelkinder - Lenz' sechster Fall


 

28 (S. 322-323)

Auf der Fahrt zum Präsidium ging Lenz die Optionen durch, die aus der Veröffentlichung in der Zeitung erwachsen konnten. Natürlich lauerte die größte Gefahr in der Sache auf dem Schrottplatz mit dem ersten Fuchs, aber auch die vertuschte Aktion im Rothenditmolder Hof war nicht zu unterschätzen. Dagegen war das Breittreten seiner Liaison mit Maria Zeislinger eher ein Kindergeburtstag. Obwohl er sich sehr bemühte, war es ihm kaum möglich, einen klaren Gedanken zu fassen und seinen Überlegungen die nötige Struktur zu verleihen. Ich bin einfach saumüde, dachte er.

Thilo Hain empfing ihn mit hochgelegten Beinen und vertieft in seinen Notizblock. »Moin«, begrüßte Lenz seinen Kollegen. Der hob den Arm und legte danach den Zeigefinger auf die Lippen. »Was machst du da, Thilo?« Hains Antwort bestand aus einem erneuten Heben des rechten Arms. »Psst«, machte er. »Ach komm, lass den Scheiß, Junge. Wir haben ernsthafte und echte Probleme, also leg dein verdammtes Notizbuch zur Seite und hör mir zu.« Hain schüttelte den Kopf. »Ich bin gleich so weit, gib mir noch ein paar Sekunden. Muss nur nachschauen, ob ich mich mit meinem besoffenen Kopf nicht vielleicht irre.« Lenz hatte keine Lust auf dieses Spiel, aber ihm blieb auch keine Wahl. Wenn Hain ihm nicht zuhören wollte, konnte er nichts dagegen tun.

Nun hob der junge Oberkommissar den Kopf, warf sein kleines Büchlein auf den Tisch und fing an zu grinsen. »Was lachst du?«, wollte Lenz leicht grantig wissen. »Ich lache über die zwei größten Pappnasen der Kasseler Polizei, mein Freund.« »Und wer soll das sein?« Das Grinsen wurde breiter. »Du und ich. Wir beiden sind die größten Deppen, die jemals mit einer Polizeimarke auf die Menschheit losgelassen wurden.« Lenz explodierte fast. »Und was veranlasst dich zu dieser gewagten Behauptung?«

Hains stand ohne zu antworten auf, öffnete eine Mineralwasserflasche, ließ nahezu den gesamten Inhalt in seine Kehle laufen und rülpste dann laut. »Weil wir uns nach Strich und Faden haben verladen lassen. « Nun reichte es dem Hauptkommissar. »Thilo, hör mit diesem Scheiß auf«, fauchte er. »Was willst du mir sagen?« Sein Kollege setzte die Flasche erneut an und trank auch den Rest, diesmal ohne Rülpsen. »Ich wäre gern stocknüchtern, aber das klappt leider in der Kürze der Zeit nicht«, erklärte Hain. »Also musst du ein wenig Restbetrunkenheit ertragen, Chef.« »Mach ich«, drängelte Lenz.

Der Oberkommissar ließ die ausgetrunkene Flasche in den Kasten gleiten, ging zurück zu seinem Stuhl und griff nach dem Notizblock. »Während ich hier so rumsaß und über dies und das nachgedacht hab, wurde mir, auch weil die Musik aus dem Radio unendlich scheiße gewesen ist, ein bisschen langweilig. Also hab ich …«, er deutete auf seinen Notizblock, »… mal hier und da geblättert und bin dabei über eine Sache gestolpert, die wirklich interessant ist. Ulrich und Charlotte Winninges aus Bovenden haben den Erstgeborenen von Petra Soffron adoptiert und ihn Roman getauft. Daran kannst du dich erinnern?«