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Tagebuch eines Vampirs - Rückkehr bei Nacht

von: Lisa J. Smith

cbt Jugendbücher, 2010

ISBN: 9783641038946 , 608 Seiten

Format: ePUB, OL

Kopierschutz: Wasserzeichen

Windows PC,Mac OSX geeignet für alle DRM-fähigen eReader Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones Online-Lesen für: Windows PC,Mac OSX,Linux

Preis: 8,99 EUR

Exemplaranzahl:


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Tagebuch eines Vampirs - Rückkehr bei Nacht


 

KAPITEL VIERUNDDREISSIG (S. 341-342)

Elena war einmal von einem Balkon gestürzt und Damon war hinterhergesprungen und hatte sie aufgefangen, bevor sie auf dem Boden aufschlagen konnte. Ein Mensch, der aus dieser Höhe fiel, würde beim Aufprall tot sein. Ein Vampir, der im Vollbesitz seiner Reflexe war, würde sich lediglich wie eine Katze in der Luft drehen und leicht auf den Füßen landen. Aber in Damons spezieller Situation heute Nacht... Wie es sich anhörte, hatte er versucht, sich zu drehen, war am Ende aber nur auf der Seite gelandet und hatte sich die Knochen gebrochen. Letzteres entnahm Elena seinen Flüchen.

Sie wartete nicht ab, um Genaueres zu erfahren. Wie ein Kaninchen schoss sie davon, hinunter in das Stockwerk von Stefanos Zimmer – wo sie sofort und beinahe unbewusst ein wortloses Flehen aussandte – und von dort aus weiter die Treppe hinunter. Die Hütte hatte sich in eine perfekte Kopie der Pension verwandelt. Elena wusste nicht, warum, aber sie rannte instinktiv auf die Seite des Hauses, die Damon am wenigsten bekannt war: die alten Dienstbotenquartiere. Sie schaffte es bis dorthin, bevor sie es wagte, dem Haus Dinge zuzuflüstern, um sie zu erbitten, statt sie zu verlangen, und sie betete, dass das Haus ihr gehorchen würde, wie es Damon gehorcht hatte.

»Tante Judiths Haus«, flüsterte sie und stieß den Schlüssel in eine Tür – er glitt hinein wie ein heißes Messer in Butter und drehte sich beinahe von selbst, und dann war sie plötzlich wieder dort, in dem Haus, das sechzehn Jahre lang ihr Zuhause gewesen war, bis zu ihrem ersten Tod. Sie war im Flur und durch eine offene Tür konnte sie ihre kleine Schwester Margaret auf dem Boden ihres Zimmers liegen sehen, wo sie mit großen Augen in ein Malbuch schaute. »Wir spielen Fangen, Süße«, verkündete sie, als erschienen im Hause Gilbert jeden Tag Geister und als müsste Margaret wissen, wie sie damit umzugehen hatte.

»Du läufst zu deiner Freundin Barbara und dann muss sie die Fängerin sein. Hör nicht auf zu rennen, bis du dort bist, und dann geh zu Barbaras Mom. Aber zuerst gib mir drei Küsse.« Mit diesen Worten hob sie Margaret hoch, umarmte sie fest und warf sie dann beinahe in Richtung Tür. »Aber Elena – du bist wieder da...« »Ich weiß, Schätzchen, und ich verspreche dir, dass ich dich an einem anderen Tag wieder besuchen werde. Aber jetzt- lauf, Kleines...«

»Ich habe ihnen gesagt, dass du zurückkommen würdest. Das hast du schon einmal getan.« »Margaret! Lauf!« Margaret, die zwar gegen Tränen ankämpfte, aber vielleicht auf ihre kindliche Weise den Ernst der Situation begriff, rannte los. Und Elena folgte ihr, sie lief jedoch im Zickzack zu einer anderen Treppe als Margaret. Und dann sah sie sich einem feixenden Damon gegenüber. »Du hast dir zu viel Zeit gelassen, um mit Leuten zu reden«, sagte er, während Elena hektisch ihre Möglichkeiten durchging. Über den Balkon in die Eingangshalle? Nein. Damons Knochen mochten noch ein wenig schmerzen, aber wenn Elena auch nur ein Stockwerk hinuntersprang, würde sie sich wahrscheinlich den Hals brechen. Was sonst? Denk nach! Und schließlich öffnete sie die Tür zum Porzellanschrank, während sie gleichzeitig rief:

»Großtante Tildas Haus«, wobei sie sich nicht sicher war, ob die Magie noch funktionieren würde. Und dann schlug sie Damon die Tür vor der Nase zu... ... und sie war in Tante Tildas Haus, aber in Tante Tildas Haus aus der Vergangenheit. Kein Wunder, dass sie die arme Tilda bezichtigt hatten, seltsame Dinge zu sehen, dachte Elena, während sich die Frau vor ihr umdrehte, in den Händen einen großen Schmortopf mit etwas, das nach Pilzen roch. Sie schrie auf und ließ den Topf fallen. »Elena!«, rief sie. »Was – du kannst es nicht sein – du bist ja ganz erwachsen!« »Was gibt es für ein Problem?«, fragte Tante Maggie, die Tante Tildas Freundin war und nun aus dem Nebenzimmer hereinkam. Sie war größer und energischer als Tante Tilda.

»Ich werde verfolgt«, rief Elena. »Ich muss eine Tür finden, und wenn ihr einen Jungen seht, der hinter mir herkommt...« Und genau in diesem Moment trat Damon aus dem Garderobenschrank. Zur gleichen Zeit stellte Tante Maggie ihm geschickt ein Bein und sagte: »Die Badezimmertür ist gleich neben dir.« Dann griff sie nach einer Vase und schlug dem sich erhebenden Damon damit auf den Kopf. Mit voller Wucht. Elena stürzte durch die Badezimmertür und rief: »Robert-Lee-Highschool letzten Herbst – gerade als es geklingelt hat!«"