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Mit Namen spielen (S. 18)
Etwas Hintergrund
Es geht um die Frage, warum ich zuerst die Denk-Techniken und später die Spiele überhaupt entwickelt habe. Eines der „großen" sogenannten Gedächtnis-Probleme hat mit Gedächtnis eigentlich nicht viel zu tun. Da wir (vollautomatisch) alles, was uns besonders interessiert, intensiv wahrnehmen und da das bewußte Wahrnehmen die Voraussetzung für Gedächtnis darstellt, heißt das: Sogenannte Gedächtnis-Probleme sind meistens nicht die Ursache, sondern das Ergebnis (mangelhaften Einspeicherns).
Da das Wahrnehmen normalerweise unbewußt abläuft, glauben wir im Nachhinein gerne, es läge an unserem schlechten Gedächtnis. Aber es liegt weit mehr an unserem Interesse. Je brennender etwas uns interessiert (fasziniert), desto bewußter und intensiver nehmen wir es wahr. Dadurch aber sind wir geistig aktiv. Diese bewußte Wahrnehmung führt zu einem Prozeß, den man als KONSTRUKTION bezeichnet. Wenn wir uns später wieder erinnern, dann RE-KONSTRUIEREN wir. Wir können aber nur RE-KONSTRUIEREN, was wir einst KONSTRUIERT hatten. Menschen, die über ein schlechtes Gedächtnis klagen, haben in der Regel bei ihren Hobbies und Interessen keinerlei Gedächtnis- Problem.
Nun müssen wir uns darüber klar werden, daß alle Begriffe immer auch Namen darstellen, nur sprechen wir im Deutschen irreführenderweise von „Wörtern", „Begriffen" und „Termini" im Gegensatz zu Namen (bei Personen). Im Lateinischen heißt es immer „nomen" (= Namen). Wenn wir jedoch unterschiedliche Begriffe verwenden, dann haben wir den irreführenden Eindruck, es handle sich um unterschiedliche Dinge.
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