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Im Rückspiegel (S. 19-20)
Ein langweiliger und regnerischer Tag im Taxi. In Mirkos Wagen steigt allerdings plötzlich eine Frau ein, die jegliche Trübsal verschwinden lässt und Mirkos Augen - und NUR den Augen! - ein erotisches Schauspiel der Extraklasse bietet.
Es war ein kalter Januartag. Schnee, Matsch und Regen hatten für Verkehrschaos in der ganzen Stadt gesorgt. Immer noch ƒiel Schneeregen vom Himmel und beeinträchtigte die Sicht. Mirko war froh, dass er es wenigstens warm und trocken in seinem Taxi hatte. Die meisten Fahrgäste hatte eine Laune wie das Wetter: schlecht bis sehr schlecht. Sie schimpften über die endlosen Staus, beschwerten sich über die langsame und in ihren Augen übervorsichtige Fahrweise und waren knauserig beim Trinkgeld. Mirko stand als Erster am Taxistand und wartete.
Eine junge Frau Mitte Zwanzig mit langen blonden Haaren kam durch den Matsch gestapft, das Gesicht vor dem Regen schützend gesenkt, den Kragen ihres langen schwarzen Wollmantels hochgeschlagen. Sie öffnete die rechte Hintertür und stieg in Mirkos Taxi. „Zur Karolingerstraße 28 bitte." erklang ihre helle Stimme. Mirko drehte sich zu ihr um und nickte. Sie ƒing an, einzelne Schneeƒlocken von ihrem Mantel zu schnipsen und aus ihrem Haar zu pƒücken. Mirko sah in den Rückspiegel und betrachtete ihr Gesicht. Es war wunderschön. Hohe Wangenknochen, eisgraue Augen, ein hellrosa Schmollmund. Ihre Wangen waren von der Kälte draußen leicht gerötet. Sie bemerkte seinen Blick im Spiegel und zwinkerte ihm zu. Mirko fühlte sich ertappt, sah weg und konzentrierte sich auf den Fahrspurwechsel. Er bog in die Hauptstraße ab und gab ein wenig Gas. Hier war die Straße geräumt.
Die Blondine im Fond sah aus dem Fenster und lächelte. Dann sah sie wieder in den Spiegel, wartete, bis Mirko ihr Blick aufƒiel, und sprach ihn an. „Hey" Sie schielte auf die Zulassung, die vorne am Armaturenbrett aufgeklebt war. „Mirko." Mirko sah sie an. „Es ist so kalt da draußen… Aber hier in deinem Taxi - ist es schön warm. Geradezu heiß…" Sie knöpfte ihren Mantel auf und öffnete ihn ein paar Zentimeter. Mirko sah ihr im Spiegel zu. Sie trug nichts darunter! ...
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