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10. Wie kontern Sie gekonnt? (S.55-56)
Lassen Sie uns zusammenfassen, aus welchem Grund wir uns nach verbalem Zurückschlagen sehnen.Vielleicht löst sich durch dieses Wissen der Konterwunsch ganz spielerisch von alleine auf. Damit erhalten Sie sich Energien für das wirkliche Kontern und verschwenden sie nicht an einem „Nebenkriegsschauplatz". Sie befreien sich von dem Druck des Rachegedankens und werden in vielen Situationen gelassener. Und hier schließt sich der Kreis: Sie werden kreativer und können dann auch besser kontern. Hier noch einmal die Gründe, die uns leicht in Situationen bringen, in denen wir uns Schlagfertigkeit wünschen, und das verbale Zurückschlagen gleichzeitig verhindern:
- der Antreiber (Stopper) aus der Transaktionsanalyse,
- immer den Sinnzusammenhang erkennen zu wollen,
- frech sein nie gelernt zu haben,
- immer auf dem „lieben Bein" zu stehen,
- nicht schnell genug assoziieren zu können,
- in die rituelle Opposition zu geraten,
- das Beziehungsohr ausgeklappt zu haben,
- nicht Nein sagen zu können,
- es allen recht machen zu wollen,
- „lieb Kind" zu sein,
- unter ausgeprägter, höchster Ärgerbereitschaft zu leiden,
- zu schnelle Werturteile zu bilden.
Schluss mit der ganzen Psychologie! Jetzt geht es wirklich um Sätze und Fertigkeiten zum „Schlagen".Wo passieren die klassischen Angriffe? Überall. Im täglichen „Kleinkrieg" am Arbeitsplatz werden wir oft mit dummen Sprüchen konfrontiert; bei Familienfeiern kann es passieren, dass Onkel Willi dringend meint, mal wieder den Richter spielen zu müssen, und ungefragt zu jeder Begebenheit seinen Senf beisteuert; in Geschäften, bei der schlichten Frage nach dem Preis, haben wir schon dumme Antworten erlebt. Manchmal ist es der Vorgesetzte, der unsachliche Kritik äußert, und immer wieder erleben wir in Konferenzen Angriffe, die uns mundtot machen.
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