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Das innere Archiv

Das innere Archiv

von: Vera F. Birkenbihl

Gabal Verlag GmbH, 2005

ISBN: 9783897495005, 368 Seiten

2. Auflage

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 15,90 EUR

  • Zwischen Formation und Transformation - Die Religionen Europas auf dem Weg des Friedens
    Totenmesse - Thriller
    Die Odyssee des Fälschers - Die abenteuerliche Geschichte des Konstantin Simonides, der Europa zum Narren hielt und nebenbei die Antike erfand
    Todesahnung - Thriller
    Sag Fuck It! - Kleines Buch, große Wirkung
    Der sterbende Detektiv - Roman
    Trenn Dich schlank - Abnehmen mit Trennkost für eine Person
    Der wunde Punkt - Roman
  • Katechetische Blätter. Zeitschrift für Religionsunterricht, Gemeindekatechese, Kirchliche Jugendarbeit, Heft 4/2004
    Die Blüte des Eukalyptus - Roman
    Eine Szene im Theater der Unendlichkeit - Max Beckmanns Dramen und ihre Bedeutung für seine Bildrhetorik
    Glaubensgenossen in Not - Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern und die Hilfe für aus rassischen Gründen verfolgte Protestanten. Eine Dokumentation
    Der Hebammenkreißsaal - Ein Versorgungskonzept zur Förderung der physiologischen Geburt
    Gipfeltreffen 4 - Ein Buch zum Nachlesen und Nachgehen
    Sprachkritik in der Schule - Theoretische Grundlagen und ihre praktische Relevanz
    Migrations- und Integrationsforschung – multidisziplinäre Perspektiven - Ein Reader
 

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Das innere Archiv


 

Quizfrage (S. 12-13)

Beginnen wir mit einer kleinen Quizfrage: Worin unterscheiden wir Menschen uns von einer Pflanze? Bitte notieren Sie Ihre erste spontane Reaktion (Stichworte genügen)!

Nun stellt sich eine strategische Doppel-Frage: Haben Sie etwas notiert?

Haben Sie überhaupt Schreibzeug griffbereit? Ich wiederhole: Es gibt nur ein einziges erstes Mal. Nachfolgende Gedanken in diesem Buch werden oft auf Ihrer Handlung aufbauen, so daß Sie das wesentliche „Aha!" versäumen, wenn Sie nur lesen. Es ist natürlich Ihre Wahl … Also, zur Antwort:

Pflanzen wachsen Zeit Ihres Lebens (so können Bäume tausende von Jahren alt werden), aber sie wachsen (zumindest) physisch weiter und weiter und weiter.

Zu viele Menschen hingegen hören einfach auf, sich weiterzuentwickeln. Wir sollten uns jedoch fragen, ob wir geistig weiter wachsen :

So wie das physische Wachstum bei Planzen auf deren Gesundheit schließen läßt, so erlaubt geistiges Wachstum Rückschlüsse auf die Gesundheit des Menschen.

Alzheimer-Studien zeigen z.B. klar, wie entscheidend geistiges Wachstum als Vorbeugung nützt, weil geistiges Wachstum diese entsetzliche Hilflosigkeit (in der man nicht nur Dinge und Tätigkeiten, sondern sogar sich selbst „vergißt") mindestens hinausschieben, teilweise sogar verhindern kann. Damit muß man allerdings beginnen, solange man noch dazu fähig ist (am besten gleich heute)! Somit können Sie die Übungs-Anweisungen dieses Buch-Seminars (für den Bau und Ausbau Ihres inneren Archivs) auch als Anti-Alzheimer-Maßnahme sehen.

Wichtig ist, daß Sie mittels der in diesem Buch vorgestellten Techniken nicht nur „besser merken" und denken, sondern Ihre Intelligenz und Kreativität maßgeblich erhöhen können! In einigen Modulen gehen wir auf die Tatsache ein, daß unser Schul-System (d.h., das Schul-System fast aller Industrie-Nationen) das eigentlich intelligente und kreative („geniale") Denken noch verhindert. Um Ihnen das Herumblättern zu ersparen, erlauben Sie mir, mich auszugsweise zu zitieren:

1 Viele heutige Menschen erbringen Denk-Leistungen, die früher nur ganz wenigen Menschen vorbehalten waren (Lesen, Schreiben und eine minimale Rechenfähigkeit, z.B. um einzukaufen). Vor einigen hundert Jahren hätte eine Studie zutage gefördert, daß es nur eine ganz dünne Elite von Menschen gab, die zu diesen großartigen geistigen Leistungen fähig waren.

2 Dieses geniale Denken fordert einen Denk-Stil, der heute genauso wenig an die Massen weitergegeben wird, wie einst das Lesen, Schreiben und Rechnen.

3 Da in der Zukunft die Geisteskraft ihrer Bürger die einzige Ressource der Staaten im Wettbewerb untereinander sein wird (sowie der Wettbewerbsvorteil der Einzelnen innerhalb ihrer Gesellschaften), sollten wir dringend umdenken. Als Kaiserin Maria Theresia einen Feldzug für den Schulzwang eröffnete, waren viele noch überzeugt, daß es gefährlich wäre, wenn Hinz und Kunz lesen, schreiben und (bis zu einem gewissen Grad) rechnen könne.

4 Heute hingegen sind sich genügend Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft bereits einig, daß die Zukunft den Denk- Fähigen gehört. Nur: während das Lesen, Schreiben und Rechnen an den Universitäten und in den Klöstern bereits bekannt war und man daher (in allen aufkeimenden Industrie-Nationen) fast über Nacht beginnen konnte, den Massen diese Kenntnisse zu vermitteltn, sieht es bezüglich eines genialen Denkens noch armselig aus.

5 Hier stehen wir an einem Punkt, an dem die Menschheit vor ca. 5000 Jahren stand. Nachdem Schrift erfunden war, machte sie ihren weltweiten Siegeszug sehr schnell. Analog können wir sagen, daß wir bezüglich der Fähigkeit „genial" zu denken, an einem ähnlichen Punkt stehen! Zwar haben wir den Buchdruck schon, aber wir haben noch immer zu wenige Denk-Techniken, um geniales Denken zu transportieren.

Wir stehen in der Erforschung dessen, was uns genial denken „machen kann", erst ganz am Anfang. Ich bin seit 1963 an diesem „Ball". Zuerst für mich selbst: Als klassische Schulversagerin mußte ich einen neuen Weg finden, sonst wäre ich umgekommen. Später (Ende 1969 in den USA) begann ich, meine eigenen Ergebnisse auch anderen zu vermitteln, und so habe ich mich im Laufe dieser vier Jahrzehnte Schritt für Schritt immer näher her angerobbt.