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Falsches Zeugnis

Falsches Zeugnis

von: Cristina Sumners

PeP eBooks, 2005

ISBN: 9783894808587, 233 Seiten

Format: ePUB, PDF

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Odys Media Book Scala,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,IREX Digital Reader,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones

Preis: 6,99 EUR

  • Der Sommernachtsmörder
    Das Vermächtnis der Keltin
    Der dunkle Spiegel
    Nur wenn du mich liebst
    Die großen Kriminalfälle
    Der Vogelmann
    Tod im Talayot
    Die Behandlung
  • Ausgestempelt
    Die Zwillinge
    Der faule Henker
    Mein deutsches Dschungelbuch
    Ich mache mir Sorgen, Mama
    Ein tödlicher Plan

     

     

     

 

Mehr zum Inhalt

Falsches Zeugnis


 

11 (S. 88)

Patricia Clyde sah dem Polizisten nach und stieß heftig die Luft aus, die sie eine ganze Zeit lang angehalten hatte. Sie saß stocksteif auf ihrem Platz und starrte lange auf die Seite des Schaufensters, wo Holder aus ihrem Blickfeld verschwunden war. Schließlich blickte sie auf die kleine Karte hinunter, fasste sie aber noch immer nicht an. Die Tür zu George Kimbroughs Büro öffnete sich, und er erschien auf der Bildfläche. »Ich habe leider gerade telefoniert. Wer war das?« »Der Polizeichef«, antwortete Ms. Clyde.

»Guter Gott! Und Sie haben ihn gehen lassen? Glauben Sie nicht, dass es mich vielleicht ein klein wenig interessiert, wo meine Frau steckt?« Der Sarkasmus war verschwendet, denn Patricia Clyde war dagegen immun. Ohne jede Gefühlsregung sah sie zu, wie Kimbrough mit großen Sätzen durch den Raum hetzte, die Tür aufriss, auf die Straße sprang und sich verzweifelt in alle Richtungen umblickte. Verdrießlich kehrte er schließlich wieder in den Laden zurück, baute sich vor Patricias Schreibtisch auf und wiederholte die Frage, auf die er noch immer keine Antwort erhalten hatte. Aber so leicht war Patricia Clyde nicht zu beeindrucken. Ungerührt schob sie eine Diskette in den Computer und log, ohne ihren Chef dabei anzusehen. »Ich bin davon ausgegangen, dass er nach Ihnen gefragt hätte, wenn er Neuigkeiten für Sie gehabt hätte.«

»Wenn er mir nichts zu sagen hatte, warum ist er dann gekommen?« Patricia bewegte die Maus und klickte auf etwas. »Er wollte nur wissen, ob ich schon etwas von Carolyn gehört hätte. Habe ich aber nicht.« »Oh«, entfuhr es Kimbrough mit kaum wahrnehmbarer Enttäuschung. »Nun gut, falls er noch einmal wiederkommt, sagen Sie mir bitte Bescheid.« »Selbstverständlich.« Patricia bewegte sich nicht und klickte zweimal mit der Maus. Gott, was für ein Biest!, dachte er. »Ich bin für einige Zeit in Carolyns Büro, weil ich dringend die Unterlagen für den Sorensen-Auftrag heraussuchen muss.« Patricia Clyde nahm das nicht weiter zur Kenntnis, sondern platzierte ihre perfekt manikürten Finger auf der Tastatur und begann zu tippen. George Kimbrough ging dem Konflikt aus dem Weg. Wieder einmal.