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Arcandors Absturz - Wie man einen Milliardenkonzern ruiniert: Madeleine Schickedanz, Thomas Middelhoff, Sal. Oppenheim und KarstadtQuelle

von: Hagen Seidel

Campus Verlag, 2010

ISBN: 9783593409139 , 300 Seiten

Format: PDF, ePUB, OL

Kopierschutz: Wasserzeichen

Windows PC,Mac OSX geeignet für alle DRM-fähigen eReader Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones Online-Lesen für: Windows PC,Mac OSX,Linux

Preis: 20,99 EUR

Exemplaranzahl:  Preisstaffel

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Mehr zum Inhalt

Arcandors Absturz - Wie man einen Milliardenkonzern ruiniert: Madeleine Schickedanz, Thomas Middelhoff, Sal. Oppenheim und KarstadtQuelle


 

Das Jahr 2009 (S. 195-196)

Februar 2009

Umbruchzeiten: Thomas Middelhoff zieht in Düsseldorf bei seiner letzten Pressekonferenz als Konzernchef eine positive Bilanz: »Wir haben das Unternehmen gerettet und ihm wieder eine Perspektive gegeben.« Insbesondere die Übernahme von Thomas Cook, die Schuldenreduzierung und den Erhalt des Großteils der Arbeitsplätze sieht Middelhoff auf der »Habenseite« seiner Amtszeit. Dass der Konzernverlust zwischen Oktober und Dezember 2008 abermals um 20 Millionen auf 58 Millionen Euro gestiegen ist, wird nur am Rande erwähnt. Und von seinem bisher angekündigten Vorsteuergewinn von 1,1 Milliarden Euro ist nicht mehr die Rede.

»Die vergangenen Jahre waren wirklich spannend«, sagt er zurückblickend. »Ich war nicht immer der gleichen Meinung wie Sie«, wendet er sich direkt an die Journalisten, »aber das ist eben so.« Er zeigt sich zufrieden mit dem, was er bei Arcandor erreicht hat. Die Abschlussbilanz, die Karl-Gerhard Eick für die Telekom vorlegt, ist sehr viel besser als die von Middelhoff: Eick kann eine Verdopplung des Gewinns verkünden. Ohne Urlaub zwischen den beiden Jobs zieht der neue Mann ins Essener Büro, das Vorgänger Middelhoff gerade frei gemacht hat. Eick geht zu diesem Zeitpunkt wohl noch davon aus, dass er es in Essen mit einem starken Großaktionär Sal. Oppenheim zu tun haben wird.

März 2009


Karl-Gerhard Eick ist noch nicht einmal drei Wochen im Amt, als er auf der Hauptversammlung in der Düsseldorfer Stadthalle vor die Aktionäre tritt; der vierte Konzernchef seit 2004. Der Schwabe kommt sehr viel sachlicher daher als sein Vorgänger Middelhoff, verspricht weniger, redet mehr über die bevorstehende Arbeit, von den »gewaltigen Baustellen « im Unternehmen. Die Aktionäre empfangen ihn freundlich zurückhaltend, aber ohne Euphorie. Kein Wunder nach ihren bisherigen Erfahrungen. Der Finanzmann am Rednerpult schaut vor allem auf das Geld. Und er sagt deutlich, was ihm bisher aufgefallen ist:

»Die Relation von EBITDA-Ergebnis und Konzernverschuldung halte ich für bedenklich. Die Finanzierung ist heute zudem sehr kurzfristig und eng angelegt«, stellt Eick fest mit Blick auf die Kredite in Höhe von 900 Millionen Euro, die bereits im Juni verlängert werden müssen. Vermutlich weiss er, dass sein neues Unternehmen an diesem Punkt am verwundbarsten ist und dass die Kreditbeschaffung zunächst seine wichtigste Aufgabe werden wird. »Das ist eine große Herausforderung, aber keine mission impossible«, glaubt Eick. Zur Frage, ob Arcandor mit den drei bisherigen Säulen weiterbestehen wird oder ob eine Aufspaltung angedacht ist, äußert er sich ausweichend: »Eine Aufspaltung hat nicht meine Priorität.« Sollte eine Änderung der Struktur jedoch »Sinn machen, dann werden wir das auch machen«. Mit dieser Aussage ist alles möglich.