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Transalp - Hobbybiker auf der härtesten Tour der Welt

von: Peter Schlickenrieder

Südwest, 2010

ISBN: 9783641036980 , 144 Seiten

Format: ePUB, OL

Kopierschutz: Wasserzeichen

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Preis: 15,99 EUR

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Transalp - Hobbybiker auf der härtesten Tour der Welt


 

Auf sich selbst gestellt (S. 74-75)

Nun beginnt die wohl schwierigste, aber auch wichtigste Trainingsphase für jeden Einzelnen. Das kompakte Wissen vom Trainingscamp muss jetzt selbstständig umgesetzt werden, ohne dabei das Ziel aus den Augen zu verlieren. Viele Höhen und Tiefen sind zu meistern - mit mehr oder weniger Unterstützung von außen.

Kurze Verschnaufpause

Vier intensive Trainingstage im Ötztal liegen hinter uns. Auch für mich war das Trainingscamp kein »Pappenstiel«. Während meine Schützlinge in sportlicher Hinsicht gefordert waren, musste ich mich der Herausforderung stellen, sechs Hobbybikern in dieser kurzen Zeit die Basics des Mountainbikens inklusive technischer Einweisung und Techniktraining zu vermitteln. Meine Aufgabe war es, sie zu ermutigen, sie zu fordern und ihnen nach dem Fitnesstest ganz ungeschminkt und ehrlich ihren Leistungsstand offenzulegen.

Leider waren die Resultate nicht für jeden erfreulich. So war es auch meine Aufgabe, einerseits nichts zu beschönigen, andererseits aber den Schwächeren gut zuzureden und sie zu motivieren - für mich eine schwierige Gratwanderung. Denn gewisse Zweifel, ob sie es wirklich alle schaffen, habe ich als erfahrener Sportler schon; doch soll ich als Coach schonungslos offen darüber sprechen?

Nehme ich meinen Schützlingen damit nicht die eigene Motivation? Wird man nicht oftmals von der Leistung eines Menschen positiv überrascht, wenn man am wenigsten damit rechnet? Deshalb halte ich mich mit allzu negativen Kommentaren zurück und versuche, auch in mir eine positive Einstellung zu finden. Zu Hause in Schliersee gönne ich mir eine kurze Verschnaufpause, die ich meinen Teilnehmern ebenfalls empfohlen habe, bevor sie mit dem weiteren Training loslegen. 

Selbstständigkeit und positives Denken

In den kommenden Wochen werde ich nun von meinen Schützlingen wöchentlich über ihr Trainingspensum informiert, jeweils mit Angabe der einzelnen Trainingseinheiten, der zurückgelegten Kilometer und Höhenmeter, der durchschnittlichen Pulsfrequenz und der Intensität des Trainings. Dabei sind nicht nur Trainingseinheiten mit dem Mountainbike gefragt; auch ein erweitertes Fitness- und Ausdauertraining, beispielsweise Laufen und Krafttraining, kann eingebaut werden.

Das überlasse ich jedem selbst. Zudem sollte sich jeder hin und wieder Pausentage gönnen, um sich nicht völlig zu verausgaben. Auch Profisportler trainieren nicht jeden Tag am Limit, sondern gönnen sich gerade nach Wettkämpfen auch einmal einen Ruhetag oder ein leichtes Lockerungstraining. Das Motto für jeden Einzelnen lautet in den kommenden Wochen: Konsequenz und Selbstständigkeit in der Planung sowie regelmäßige Durchführung der Trainingseinheiten. Gerade in dieser Phase ist in besonderem Maße der individuelle Ehrgeiz gefragt. Wer sich nicht immer wieder selbst »in den Hintern tritt«, sich bei Wind und Wetter zum Training antreibt und auch mal schwierigere Strecken fährt, wird am Ende sein Ziel aus den Augen verlieren: die erfolgreiche Alpenüberquerung.

Dieses Ziel muss man jeden Tag von Neuem verinnerlichen, stets muss man sich sagen: »Ich schaffe das!«. Mit einer positiven Einstellung klappt auch die Vorbereitung besser. Egal ob es um einen sportlichen Wettkampf geht, um eine Prüfung oder um ein Vorstellungsgespräch für einen neuen Job, den man unbedingt bekommen möchte. Eine positive Ausstrahlung beeinflusst bekanntermaßen nicht nur die eigene Person, sondern auch das Umfeld. Ich werde in dieser Zeit einen engen Kontakt zu meinen Teilnehmern halten und ihnen mit Ratschlägen motivierend zur Seite stehen. Wenn sie nachlässig werden, muss ich natürlich auch mal schimpfen - das gehört zum Trainerjob einfach dazu.