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Scriptprogrammierung für Solaris und Linux

Scriptprogrammierung für Solaris und Linux

von: Wolfgang Schorn, Jörg Schorn

Addison-Wesley Verlag, 2004

ISBN: 9783827321152, 527 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 29,95 EUR

Ersparnis: 20,00 EUR

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Scriptprogrammierung für Solaris und Linux


 

2 Einfache Textprozessoren (S. 43-44)

2.1 Suchmuster

2.1.1 Technische Motivation

Die in den folgenden Abschnitten beschriebenen Textprozessoren wie expr, grep, sed etc. dienen i.W. dazu, in Variablen oder Dateien Zeichenketten aufzufinden, die in bestimmten Positionen (Spalten) stehen oder eine bestimmte Struktur aufweisen. Suchmuster haben den Sinn, solche Strukturen von Zeichenketten zu definieren; sie bieten Möglichkeiten, Formulierungen wie »Suche nach Texten, die so ähnlich aussehen wie ...« formal zu beschreiben. Hierzu wird eine Menge von Metazeichen wie *, ? etc. zur Konstruktion von regulären Ausdrücken (regular expressions) verwendet.

Leider haben Metazeichen für einzelne Unix-Tools z.T. unterschiedliche Bedeutung, und umgekehrt ist es so, dass gleiche Suchfunktionen bei verschiedenen Kommandos mit unterschiedlichen Metazeichen umschrieben werden. Dies liegt vermutlich daran, dass eine ganze Reihe von Programmierern an der Entwicklung von Unix beteiligt war (bzw. bei Linux noch ist). So versteht etwa das egrep-Kommando unter dem Sonderzeichen ? etwas völlig anderes als die Korn-Shell; das Suchmuster für eine beliebige Zeichenfolge hingegen wird für grep durch die Kombination Punkt-Stern .* beschrieben, für die Kommandoprozessoren der Bourne-Shell-Familie durch den Stern * allein. Perl wiederum kennt die Metazeichen der Textprozessoren, hat aber darüber hinaus noch weitere Zeichen mit zusätzlicher Funktionalität.

Im Folgenden werden die Suchmuster vorgestellt, die von Kommandos zur Textverarbeitung interpretiert werden; hierbei werden expr, grep, egrep, sed sowie die separat behandelten Werkzeuge nawk und Perl berücksichtigt. Die Sonderzeichen der Shells sind in eigenen Kapiteln beschrieben. Bei einigen Beispielen wird auf die nachstehende Textdatei IG.dat zurückgegriffen.

/* Auszug aus "H. Sachsse: Einfuehrung in die kybernetik", */
/* rororo Vieweg, Reinbek 1974: */

Es war unser Ziel, einen Begriff fuer die Wirkung zu finden, der von der Qualitaet, von den physikalischen Ereignissen des Wirkungszusammenhanges absieht, aber doch eine Messung gestattet. Da wir die Nachricht in diesem allgemeinen Sinn als Wirkung bezeichnet haben, stehen wir nun vor der Aufgabe, die Nachricht zu messen. Eine Nachricht wirkt nur, wenn sie neu ist ... Den Gehalt an Neuem wollen wir als den Informationsgehalt einer Nachricht bezeichnen, und unter Information verstehen wir die gemessene Nachricht ...