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Menschen verstehen - Potenziale erkennen

Menschen verstehen - Potenziale erkennen

von: Friedemann Stracke

Rosenberger Fachverlag, 2005

ISBN: 9783931085520, 279 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 29,60 EUR

Ersparnis: 5,20 EUR

  • Brandherd Irak - US-Hegemonieanspruch, die UNO und die Rolle Europas
    Die großen Polit-Skandale
    Die andere Ich AG - Führen Sie sich selbst wie ein erfolgreiches Unternehmen!
    Gran Canaria
    Buddhismus für den Alltag
    Beständigkeit von Kunststoffen (Zweibändige Ausgabe)
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    Für Prüfungen lernen. Strategien zur optimalen Prüfungsvorbereitung
  • Marketing - Grundlagen für Studium und Praxis
    Digitale Kundenbindung
    Hurentaten

     

     

     

     

     

     

 

Mehr zum Inhalt

Menschen verstehen - Potenziale erkennen


 

6 Kopfkriterien – Kognitive Fähigkeiten – Nicht die einzigen, aber immer wesentlichen Voraussetzungen (S. 63-64)

Wenn komplexe Systeme nicht funktionieren, liegt es nicht am System, sondern an den Menschen. Fredmund Malik Eine Welt, die sich stark und schnell wandelt, deren Komplexität stetig zunimmt, die weltweit vernetzt ist, eine nicht überschaubare Informationsflut produziert, stellt eine enorme kognitive Anforderung, das Aktuelle zu verarbeiten wie auch die weitere Entwicklung zu gestalten (Kruse 2004, S. 13f., Warneke 2004, S. 3). Es hat den Anschein, dass es mehr denn je einen „klaren Kopf" braucht, um die heutigen Probleme zu lösen. Es gilt heute, auf die attraktive Empfehlung zurückzugreifen: Einfacher machen, Komplexität reduzieren! Less is more!

Ist das die Lösung? Die Natur, das Gehirn, Unternehmen, die Marktwirtschaft sind komplexe Systeme, die in ihrer Wirkungsweise intransparent und unerklärlich bleiben. Wird die Leistungsfähigkeit durch Reduzierung von Komplexität erhöht? Der Managementberater Fredmund Malik (2003, S. 181) schreibt: „Ein System ist einfach, wenn es nur wenige verschiedene Zustände haben, komplex, wenn es viele verschiedene Zustände haben kann. Je komplexer ein System ist, desto größer ist das Reaktionsspektrum, desto variantenreicher kann es auf Veränderungen des Marktes, der Umwelt, der Kunden, der Politik reagieren."

Statt zu vereinfachen ist die Aufgabe eher, aus der großen Zahl an Reaktionsmöglichkeiten die optimalen auszuwählen.

Beim Schach ist die Zahl der Züge am Anfang begrenzt. Später hat dieses Spiel eine gigantische Varietät: Die Anzahl der möglichen Züge beträgt zehn hoch hundertfünfundfünfzig. Zum Vergleich: Die Sterne unserer Milchstraße schätzt man auf zehn hoch elf! (Malik 2003, S. 182) Ist es nicht genau das, was den unerschöpflichen Reiz dieses Spiels ausmacht? Um sinnvoll vereinfachen zu können und besser damit umgehen zu können, muss man die Wirkungsweise des Systems verstehen. Oft wird Komplexität mit Kompliziertheit verwechselt, bei der durch „Zu-viel-Machen", durch Ignorieren von Erkenntnissen und Erfahrungen wirkungslose Umständlichkeit produziert wird. Der richtige Umgang mit Komplexität stellt daher einen hohen Anspruch an flexible Logik und offene Intelligenz (Kruse 2004, Holler 1996, S. 407).

Viele Managementdiagnostiker und Testpsychologen gehen davon aus, dass die kognitiven Fähigkeiten eines Menschen sehr wesentliche Komponenten für alle berufliche Leistungen darstellen (vgl. Brocke 1995, Rescher 1993, Klempp & McClelland 1986, Schuler 1998). Ein Zusammenhang zwischen Intelligenztests und beruflichem Erfolg muss allerdings kritisch gesehen werden (Daumenlang 1995).

Auch die Ergebnisse des legendären Experiments „Lohhausen" von Dietrich Dörner, der Versuchspersonen als Bürgermeister der imaginären Stadt Lohhausen fungieren ließ, ergaben keinen signifikanten Zusammenhang von vorher durchgeführten Intelligenztests mit dem Erfolg der Versuchspersonen. Die in der Praxis geforderte Problemlösungskompetenz lässt sich durch Intelligenztests nicht ausreichend erfassen. Versuchsleiter erzielten im Übrigen durch Beobachtung der Versuchsteilnehmer bessere Ergebnisse (Dörner 1994).