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Die Brustwirbelsäule (S. 96-97)
Der 1. Brustwirbel steht in Verbindung mit den Händen und Armen. Es gibt viele Menschen, denen, meist nachts, die Arme einschlafen oder die Hände taub werden und die dann mit »pelzigen« Fingerspitzen aufwachen. Manche Frauen beobachten ganz richtig einen Zusammenhang zwischen diesen Beschwerden und den Handarbeiten, die sie anfertigen, und verabschieden sich mit großem Bedauern von ihrem Hobby. Der wahre Grund für die Schmerzen liegt aber nicht in den Fingern, sondern im Bereich der unteren Halswirbel bzw. oberen Brustwirbel und hat etwas mit Anspannung zu tun.
Wenn Sie zum Beispiel gern stricken, haben Sie vielleicht schon Folgendes beobachtet: Sie fangen ganz entspannt an, doch sobald es schwierig wird oder Sie glauben, mit dem Teil heute noch fertig werden zu müssen, ziehen Sie die Schultern hoch und Ihr gesamter Schulter-Nacken- Bereich verkrampft sich. Jetzt kommt noch hinzu, dass diese Art von Arbeit eigentlich immer hauptsächlich mit der rechten Hand (bei Linkshändern mit der linken) verrichtet wird. Das führt zu einseitiger Muskelbeanspruchung. Wenn dann kein Ausgleich stattfindet, kann es vorkommen, dass sich diese häufig oder auch ständig angespannten Muskeln verhärten und den Wirbel aus seiner Position ziehen. So kann es kommen, dass Ihr rechter (oder linker) Arm regelmäßig über Nacht einschläft. Das wird manchmal so schlimm, dass der Arm neben Ihnen liegt, als gehöre er gar nicht mehr zu Ihnen. Diese Art von Beschwerden kommen meist daher, dass der erste Brustwirbel gegen den siebten Halswirbel verschoben ist, und verschwinden, wenn diese Wirbel wieder richtig sitzen und der Hormonbuckel zumindest gelockert ist.
So helfen Sie sich selbst
Wenn Sie feststellen, dass Sie wieder einmal zu angespannt am Computer gesessen oder sonst eine Tätigkeit ausgeübt haben, bei der Sie Ihren Schulter-Nacken-Bereich zu stark angespannt haben, empfiehlt sich über die Übung aus dem vorigen Kapitel hinaus folgende Übung zur schnellen Selbsthilfe.
Nehmen wir an, der Problemarm ist der rechte. Sie ballen die rechte Faust, strecken den Arm nach unten und spannen ihn so stark an, wie Sie können, während Sie den angespannten und gestreckten linken Arm so weit hochziehen, wie es möglich ist. Dabei hebt sich auch die Schulter so weit es geht, ohne dass es schmerzt. Atmen Sie ein und halten Sie die Spannung so lange, wie es Ihnen angenehm ist. Dann lassen Sie beim Ausatmen den Arm fallen. Atmen Sie ein paar Mal bewusst durch und spüren Sie nach, wie Sie sich fühlen. Diese Übung können Sie auch mehrmals hintereinander machen, so lange es Ihnen angenehm ist.
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