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1.Was ist Meditation? (S. 18-19)
Meditation imVergleich zu anderen Wegen
Zu Beginn möchte ich Ihnen einige Begriffsklärungen anbieten. Ich weiß, dass es auch andere Definitionen gibt. Die folgenden Unterscheidungen haben sich nach meiner Erfahrung gut bewährt. Zunächst einmal Stichworte dazu, was Meditation nicht ist und womit Meditation häufig noch verwechselt wird.
Vision: innere Schau, Gesichte, innere Bilderfolgen wie im Traum, die sich spontan ergeben können, wie zum Beispiel Marienvisionen in Fatima und Medjugorje, oder die gezielt angestrebt werden, zum Beispiel mit Hilfe von halluzinogenen Drogen wie Peyote-Pilzen oder Rauschgiften. Als Halluzinationen werden übrigens Sinnestäuschungen bezeichnet, die Trugbilder vorspiegeln. Echte Visionen sind keine Trugbilder, sondern eine kurzfristige Schau höherer, geistiger Dimensionen und Wahrheiten. Visionen können sowohl einen subjektiven wie einen objektiven Wahrheitsgehalt bergen, der sich allerdings nicht immer allen Schauenden gleichermaßen offenbart. Visionen sind im Regelfall nicht steuerbar!
Visualisieren: innere Bilder gestalten und ausmalen. In der Visualisierung bedient man sich äußerer Bilder wie Kerze, Baum, Sonne und so fort oder Farben, um diese im Inneren zu sehen oder zu spüren. Visualisation hilft, die Fähigkeit zur Innenschau anzuregen. In manchen Übungsvorschlägen in diesem Praxisratgeber werden Sie Elemente aus dieser Technik erkennen. Bücher von Shakti Gawain eignen sich gut als systematischer Einstieg in die Techniken des Visualisierens. Projektionen gehören ebenfalls in diesen Zusammenhang,wobei Vor-Stellungen als wirklich bzw. bald eintreffend angesehen werden.
Positives Denken: gedankliche und/oder gefühlhafte Einstellung auf positive, harmonische, kreative Kräfte. Häufig werden »Affirmationen «, also bekräftigende kurze Aussagen und Sprüche benutzt, um auch das Unterbewusste auf positives Denken zu »programmieren«. Das positive Denken hilft am Anfang eines Entwicklungsweges Selbstbewusstsein zu stärken. Erhard Freitags »Kraftzentrale Unterbewusstsein« und die Bücher von Dr. Josph Murphy sowie Norman Vincent Peale sind nach wie vor die beste Grundlage, um sein Wissen darüber zu vertiefen.
(Auto-)Suggestion: Der lateinische Wortstamm weist auf »etwas von unten herbei Getragenes« hin. Mit Suggestion sind in unserem Themenzusammenhang jene Aussagen gemeint, mit denen etwas »herbeigeredet« wird, zum Beispiel »Ich fühle mich wohl«, »Ich fühle mich ganz leicht«, und so fort. In der Hypnose benutzt man Suggestion, um einen tranceähnlich geöffneten Zustand zu erreichen. In der Auto-Suggestion verwendet man Affirmationen, um das eigene Verhalten bzw. das Bewusstsein neu zu steuern.
Hypnose: Ausschaltung des Wach- oder Tagbewusstseins durch Suggestionen von einem anderen Menschen. Früher wurden hypnotische Bewusstseinszustände gern als Halbschlaf bezeichnet. Hypnose bewährt sich immer wieder zum Beispiel zur »De-Programmierung « von Gewohnheitsrauchern oder -trinkern und in manchen anderen Gesundheitstherapien. Bewusstseinspioniere wie etwa Thorwald Dethlefsen, welche Hypnose als Zugang zu früheren Leben und anderen Bewusstseinsdimensionen benutzten, sind inzwischen wieder davon abgekommen. Hypnose birgt immer ein Element der Außensteuerung und damit der vielleicht nicht immer völlig selbstbestimmten, freiwilligen »Manipulation «.
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