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Todesreigen

Todesreigen

von: Jeffery Deaver

PeP eBooks, 2003

ISBN: 9783894808723, 353 Seiten

Format: ePUB, PDF

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Odys Media Book Scala,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,IREX Digital Reader,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones

Preis: 7,99 EUR

Ersparnis: 0,96 EUR

  • Zwischen Formation und Transformation - Die Religionen Europas auf dem Weg des Friedens
    Totenmesse - Thriller
    Die Odyssee des Fälschers - Die abenteuerliche Geschichte des Konstantin Simonides, der Europa zum Narren hielt und nebenbei die Antike erfand
    Todesahnung - Thriller
    Sag Fuck It! - Kleines Buch, große Wirkung
    Der sterbende Detektiv - Roman
    Trenn Dich schlank - Abnehmen mit Trennkost für eine Person
    Der wunde Punkt - Roman
  • Katechetische Blätter. Zeitschrift für Religionsunterricht, Gemeindekatechese, Kirchliche Jugendarbeit, Heft 4/2004
    Die Blüte des Eukalyptus - Roman
    Eine Szene im Theater der Unendlichkeit - Max Beckmanns Dramen und ihre Bedeutung für seine Bildrhetorik
    Glaubensgenossen in Not - Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern und die Hilfe für aus rassischen Gründen verfolgte Protestanten. Eine Dokumentation
    Der Hebammenkreißsaal - Ein Versorgungskonzept zur Förderung der physiologischen Geburt
    Gipfeltreffen 4 - Ein Buch zum Nachlesen und Nachgehen
    Sprachkritik in der Schule - Theoretische Grundlagen und ihre praktische Relevanz
    Migrations- und Integrationsforschung – multidisziplinäre Perspektiven - Ein Reader
 

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Todesreigen


 

Der Überfall

»Ich würde euch ja helfen, wenn ich könnte«, erklärte der Junge. »Aber ich kann nicht.«
»Du kannst nicht, hm?«, fragte Boz, der vor ihm stand und von oben auf seine braune Haartolle hinunterschaute. »Kannst nicht? Oder willst nicht?«
Sein Partner Ed sagte: »Ja, er weiß was.«
»Glaub ich auch«, fügte Boz hinzu und legte den Daumen um seinen für 79,99 Dollar erstandenen Polizeischlagstock, echte, schwarz glänzende Importware.
»Auf jeden Fall, Boz. Klar. Also los.«
Noch in der Abenddämmerung herrschte eine Hitze wie in einem Motorblock. Es war August im Shenandoah Valley, und der breite Fluss, der sich vor dem Fenster am Vernehmungszimmer des Sheriffbüros vorbeiwälzte, tat nichts, um die Hitze ein wenig zu mildern. In anderen Städten sorgten solche Temperaturen dafür, dass die Leute durchdrehten und aufeinander losgingen. Aber Caldon, Virginia, ungefähr zehn Meilen entfernt von Luray – ja genau, der Ort mit der Höhle –, war ein kleines Kaff mit 8400 Einwohnern. Wenn die Hitze so schlimm war wie jetzt, verzogen sich die Motorradrocker, Teenager und sämtliches Gesindel meist in ihre Bungalows oder Wohnwagen und begnügten sich damit, groggy von Joints oder Budweiser, HBO oder ESPN zu glotzen. (Hier draußen waren Satellitenschüsseln ein ziemlich bemerkenswerter Beitrag zur Verbrechensverhütung.)

Doch heute war alles anders. Die Deputys waren durch den ersten bewaffneten Raubüberfall mit Schusswaffengebrauch seit vier Jahren aus ihrem Dämmerschlaf gerissen worden – einem waschechten Überfall auf einen gepanzerten Transporter. Sheriff Elm Tappin hatte sich widerwillig auf den Rückweg von seinem Angeltrip nach North Carolina begeben, und am späteren Abend sollten sogar FBI-Agenten aus Washington eintreffen.

Was diese beiden allerdings nicht davon abhalten würde, den Fall selbst unter Dach und Fach zu bringen. Sie hatten einen Verdächtigen in der Arrestzelle und hier, direkt vor ihnen, einen Augenzeugen. Auch wenn er sich widerspenstig zeigte.

Ed nahm gegenüber von Nate Spoda Platz. Hinter seinem Rücken nannten sie ihn Junge, obwohl er längst kein Junge mehr war. Er war Mitte zwanzig und nur drei Jahre jünger als die beiden Deputys. Alle drei hatten gemeinsam ein Jahr auf der Nathaniel Hawthorne High School verbracht, Nate als Neuling, die beiden anderen im Abschlussjahr. Nate war immer noch dünn wie ein Laternenmast, seine Augen stechend und tief liegend wie die eines Serienmörders. In der Stadt galt er immer noch als Sonderling, genau wie damals auf der High School.

»Also, Nate«, sagte Ed freundlich. »Wir wissen, dass du irgendwas gesehen hast.«
»Kommt schon«, antwortete der Junge mit quengelnder Stimme. »Ich hab nichts gesehen. Ehrlich.«

Boz, der fette Polizist, der atemlose Polizist, der schwitzende Polizist, übernahm auf einen Blick seines Partners hin die Befragung. »Das passt einfach nicht zu dem, was wir schon wissen. Du sitzt auf der Veranda vor deinem Haus und verbringst Stunden und Stunden und Stunden mit Nichtstun. Sitzt einfach da und guckst auf den Fluss.« Er legte eine Pause ein und wischte sich den Schweiß von der Stirn. »Warum hast du das gemacht?«, fragte er neugierig.
»Ich weiß nicht.«