Suchen und Finden

Titel

Autor/Verlag

Inhaltsverzeichnis

Nur eBooks für mein Endgerät anzeigen:

 

Newsletter

Cowboys, Gott und Coca-Cola

Cowboys, Gott und Coca-Cola

von: Sylvia Englert

Campus Verlag, 2005

ISBN: 9783593374024, 223 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 9,95 EUR

Ersparnis: 9,95 EUR

  • Für Prüfungen lernen. Strategien zur optimalen Prüfungsvorbereitung
    Digitale Kundenbindung
    Brandherd Irak - US-Hegemonieanspruch, die UNO und die Rolle Europas
    Die großen Polit-Skandale
    Der magische Flirt - Psychomagische NLP-Verführungstechniken
    NLP Verführung 1 - 33 psychologische Verführerstrategien
    Ratgeber Trauer
    Versandhandels-Marketing: Vom Katalog zum Internet
  • Marketing - Grundlagen für Studium und Praxis
    Der SM-Ratgeber für Einsteiger - Sanfte Einführung in den Sadomasochismus

     

     

     

     

     

     

     

 

Mehr zum Inhalt

Cowboys, Gott und Coca-Cola


 

Die Welt im Griff von Diktatoren (S. 129-130)

Die Welt scheint verrückt geworden: Skrupellose Gewaltherrscher, wohin man blickt. In Japan ist eine aggressive Militärclique an der Macht. Der kleine Inselstaat expandiert und fällt 1937 sogar in das riesige China ein. In Italien kommen 1922 die Faschisten um Benito Mussolini (1883–1945) an die Macht und machen sich sofort daran, politische Gegner auszuschalten. Mussolini schwingt sich zum Diktator auf und lässt sich »Il Duce« (der Führer) nennen. In Deutschland wird 1933 Adolf Hitler (1889–1945) zum Reichskanzler ernannt. Hitler fordert Rache für Versailles und plant, große Teile Europas für die »arische Rasse« zu erobern. In Spanien hat sich 1936 der General Francisco Franco (1892–1975) in einem Staatsstreich an die Spitze der Regierung gesetzt. Zwar setzen sich die Demokraten zur Wehr, doch da Franco von Hitler und Mussolini unterstützt wird, unterliegen sie. In der Sowjetunion schließlich herrscht seit 1924 Josef Stalin (1879–1953), der Kritiker seiner Herrschaft hinrichten oder in Lager nach Sibirien bringen lässt. Mehrere Millionen Menschen fallen seinen »Säuberungen Es ist erschreckend, wie schnell es diesen Männern gelungen ist, ganze Länder, ganze Regierungen ihrem Willen zu beugen. Ein bis drei Jahre genügen 130 ihnen, um bis dahin geordnete, demokratische Staaten völlig umzukrempeln und Diktaturen zu schaffen, in denen Terror und Einschüchterung an der Tagesordnung sind. Der Rest der Welt schaut tatenlos zu. Im Spanischen Bürgerkrieg wird vielen Menschen zum ersten Mal bewusst, wie aggressiv die neuen Diktaturen gegen Freiheit und Menschenrechte vorgehen. Einige US-Bürger – Intellektuelle, Schriftsteller, unter ihnen auch Ernest Hemingway – kämpfen als Freiwillige auf der Seite der Republik gegen die Diktatur. Doch von Seiten der Regierungen passiert wenig. Selbst als Hitler-Deutschland mit seinen Eroberungen beginnt, sich 1938 Österreich einverleibt und 1939 die Tschechoslowakei überfällt, bleibt es bei schwachen Protesten. England und Frankreich hoffen, dass Hitler sich mit dem Bisherigen zufrieden gibt. Sie lassen sich von seinen Versprechungen einlullen und versuchen es ihm gegenüber mit einer Beschwichtigungstaktik und Nachgiebigkeit. Während sie noch hoffen, dass vielleicht doch alles gut ausgeht, verbünden sich die Diktatoren bereits, um gemeinsam ihre Pläne durchzusetzen.

Als Franklin D. Roosevelt 1933 ins Weiße Haus einzieht, wird Hitler gerade zum Reichskanzler ernannt. Als FDR 1935 darum kämpft, die Wirtschaftskrise zu bewältigen, recken sich dem Führer auf dem Nürnberger Reichparteitag schon Hunderttausende von Armen im Hitlergruß entgegen. Amerika ist Hitler verhasst, verächtlich sagt er, es sei »halb verjudet, halb vernegert und alles auf dem Dollar beruhend«. Roosevelt nennt er »seinen ärgsten Feind«. Roosevelt hält seinerseits wenig von Hitler. »Was sollen Leute wie wir mit einer solchen Persönlichkeit anfangen?«, fragt er 1939 in einer Besprechung. »Wir würden ihn als Spinner bezeichnen. Aber es hat keinen Zweck, ihn einen Spinner zu nennen, weil er eine Macht darstellt.«