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30 Minuten für richtiges Feedback

30 Minuten für richtiges Feedback

von: Hans-Jürgen Kratz

Gabal Verlag GmbH, 2005

ISBN: 9783897495142, 80 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 6,50 EUR

  • Villapark - Köstlbachers zweiter Fall
    Heißkanal-Technik
    Molecular Targeting in Oncology
    30 Minuten für Höchstleistungen im Beruf
    Anatomie der Vögel - Klinische Aspekte und Propädeutik
    Einfach führen - Wie sich Personalentwicklung in den Alltag integrieren lässt
    Liebeslänglich - Kriminalroman
    Logistik
  • ´´Sag zum Abfall leise Servus´´ - Skurrile Wortspiele und aberwitzige Blödeleien
    Catheter Ablation of Cardiac Arrhythmias
    Interview mit dem Tod
    Introduction to Data Mining and its Applications
    La Palma - mit 20 Wanderungen
    Seminar on Stochastic Analysis, Random Fields and Applications V - Centro Stefano Franscini, Ascona, May 2005
    Praxis-Handbuch Schimmelpilzschäden - Diagnose und Sanierung
    Köstlbachers erster Fall
 

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30 Minuten für richtiges Feedback


 

2.2 Konstruktives Feedback (S. 31-32)

Bei Aussagen wie

• „Das ist doch Unsinn, wie kann man nur auf eine so seltsame Idee kommen? Können Sie sich nichts Besseres einfallen lassen?"
• „Über Ihr Verhalten bin ich sehr verärgert."
• „Sie verstehen immer gleich, was ich meine."
• „Sie haben es faustdick hinter den Ohren, deshalb bin ich bei Ihnen immer besonders vorsichtig."

handelt es sich in jedem Fall um ein Feedback. Drei der vier Aussagen wirken jedoch so verletzend, dass der Gesprächspartner für eine Fortsetzung des Gesprächs in vertrauensvoller Atmosphäre nicht mehr zur Verfügung steht. Sein Selbstwertgefühl wird erheblich angegriffen, was zu Ängsten, Hemmungen oder Aggressionen führen kann. Zudem werden präzise deutbare Informationen durch emotionale Befindlichkeiten des Feedbackgebers wie Ärger, Argwohn oder Skepsis ersetzt.

Kann der Feedbackempfänger mit einer eher „schwammigen" gefühlsbetonten Rückmeldung aber etwas anfangen, wird sein „Blinder Fleck" aufgehellt? Wohl kaum.

Mit unserem Feedback wollen wir unserem Gegenüber doch die Möglichkeit des Lernens geben. Wir wollen ihm helfen, sich selbst und uns besser zu verstehen. Gelungenes soll vertieft und verstärkt angewendet werden, während Schwächen erkannt und in Zukunft möglichst vermieden werden sollen. Diesen Zielvorstellungen kommen wir nahe, wenn wir ein konstruktives – also sorgfältig formuliertes – Feedback geben, welches aus drei Teilen besteht:

Teil 1: Sachverhalt = Was ist geschehen?
Teil 2: Beschreibung meiner Gefühle = Mich einbringen
Teil 3: Konstruktive Komponente = Wie anders/besser agieren?

Zu Teil 1:

Beginnen Sie Ihr Feedback mit einer konkreten Situationsbeschreibung, die sachlich nachprüfbar ist. Kommen Sie mit der Darstellung des Sachverhalts sogleich „auf den Punkt" und reden Sie nicht um den heißen Brei herum. Vermeiden Sie unklare Pauschalformulierungen, Verallgemeinerungen, vage Behauptungen oder allgemeine Floskeln. Der Feedbackempfänger weiß nun unzweifelhaft, auf welche konkreten Gegebenheiten sich sein Gegenüber bezieht.