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Workshop 3
Wie Computer miteinander verbunden werden – die Netzwerktopologien (S. 41-42)
Der Begriff Netzwerktopologie beschreibt die Art und Weise, mit der Computer miteinander verbunden werden. Auf den ersten Blick scheint es mehr oder weniger gleich zu sein, welche Topologie man für ein Netzwerk wählt. In der Realität aber hängt die Auswahl der geeigneten Topologie zu einem großen Teil von den zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten und den im Netzwerk geplanten Anwendungen ab. Ein weiterer ausschlaggebender Punkt ist der damit verbundene finanzielle Aufwand, denn die verschiedenen Topologien unterscheiden sich in den Anschaffungs- und Installationskosten teilweise erheblich voneinander.
Entscheidungshilfen zu diesem Thema erhalten Sie übrigens in Workshop 5. Generell unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Netzwerktopologien, die jeweils ihre Vor- und auch Nachteile besitzen.
3.1 Die Bus-Topologie
Bei der Bus-Topologie werden alle am Netzwerk angeschlossenen Computer über ein einziges Kabel miteinander verbunden. Das Netzwerkkabel wird wie ein Datenbus durch jeden Rechner durchgeschleift, daher auch die Bezeichnung Bus-Topologie.
Die Bus-Topologie ist die technisch am einfachsten zu realisierende Netzwerkform.(Abbildung in der Leseprobe nicht enthalten)
Durch ihre Einfachheit erfordert die Bus-Topologie einen relativ geringen Verkabelungsaufwand, was sich natürlich bei den aufzuwendenden Kosten positiv bemerkbar macht. Ein weiterer Vorteil ist die leichte Erweiterbarkeit, weil hier ohne Unterbrechungen des Netzverkehrs Rechner zusätzlich angeschlossen, aber auch entfernt werden können.
Leider hat aber die Bus-Topologie auch einige entscheidende Nachteile. Im Gegensatz zu anderen Netzwerktopologien legt hier ein einfacher Kabeldefekt meist das gesamte Netzwerk lahm. Ein solcher Defekt, üblicherweise ein Kabelbruch, eine Quetschung oder ein schlecht sitzender Anschlussstecker, ist bei dieser Topologie leider oft nur recht schwierig aufzuspüren und macht den Einsatz eines Kabeltesters nötig.
Die Übertragungsrate ist bei der Bus-Topologie, hier kommt BNC-Kabel, meist RG58, zum Einsatz, auf 10 Mbit/s beschränkt. Diese Übertragungsrate reicht jedoch für die meisten Büroanwendungen leicht aus.
Ein weiterer Nachteil liegt in der Art der Datenübertragung. In einer solchen Topologie wird das Standard-Ethernet-Protokoll eingesetzt. Alle angeschlossenen Rechner können gleichberechtigt und gleichzeitig Daten über ein einziges Kabel senden. Dabei kommt es zwangsläufig zur Kollision von Daten, wie in einer Gesprächsrunde, in der alle gleichzeitig reden und die eigentliche Nachricht den Empfänger nicht erreichen kann. Eine Wiederholung der Nachricht ist dann nötig, im Netzwerk die Wiederholung der Datensendung. Häufige Wiederholungen blockieren wiederum neue Datenübertragungen, das Netzwerk wird mehr belastet und damit natürlich auch langsamer. Da alle Rechner jedoch hintereinander an einer Leitung hängen, ist dies nicht vermeidbar. Je größer die Anzahl der PCs wird, die an dem Bus hängen, desto mehr kann sich dieses Problem, besonders bei großen Datenaufkommen bemerkbar machen. Für kleinere Netzwerke bedeutet dies jedoch in der Regel kein Problem, sofern keine datenintensiven Anwendungen wie Audio-, Video- oder Bildbearbeitung über das Netzwerk vorgenommen werden.
Die genannten Nachteile lassen sich durch eine sternförmige Netzwerktopologie mit Hub bzw. Switched-Hub umgehen. Etwas später in diesem Kapitel werden wir auf die Funktionsweisen von Hubs eingehen.
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