Suchen und Finden
Service
Infos und Kontakt
20 3D-Zeichnen, -Editieren und -Präsentieren (S. 651-652)
Mit diesem Kapitel heben wir ab in die dritte Dimension. Doch zunächst noch etwas Theorie, bevor wir mit den ersten Modellen beginnen und uns ansehen, wie diese am Bildschirm dargestellt und aufs Papier gebracht werden.
20.1 3D-Techniken
Alle zeichnerischen Darstellungen, ob auf dem Papier oder in einem CADProgramm, bilden in der Regel dreidimensionale Gegenstände ab. Um sie auf dem zweidimensionalen Medium Papier sichtbar machen zu können, werden unterschiedliche Methoden zur Darstellung verwendet:
-verschiedene Ansichten (meist Draufsicht, Vorderansicht und Seitenansicht)
und Schnitte -isometrische Ansichten
-perspektivische Darstellungen oder
-Explosionszeichnungen
Mit einem CAD-Programm können Sie wie auch auf dem Papier arbeiten.
Sie zeichnen Ansichten und Schnitte und überlassen es dem technischen Verständnis des Betrachters, sich das dreidimensionale Objekt vorzustellen. Auch Isometrien und perspektivische Ansichten können Sie mit einem 2DCAD- Programm wie am Zeichenbrett erstellen. AutoCAD unterstützt Sie beispielsweise mit dem isometrischen Fangraster bei der Erstellung von isometrischen Darstellungen. Der Nachteil dabei ist jedoch, dass Sie keine Kontrolle über die Richtigkeit der so erstellten Zeichnungen haben. Ob beispielsweise eine Kante sichtbar oder unsichtbar ist oder welche Linien in einem Schnitt sichtbar sind, kann Ihnen kein 2D-CAD-Programm ermitteln.
Das können nur Sie selbst mit Ihrer Vorstellung entscheiden. Außerdem ist es bei einer solchen Darstellung nicht möglich, die Ansicht zu wechseln und das Objekt von einer anderen Seite darzustellen. In diesem Fall müssen Sie die Ansicht komplett neu zeichnen.
Wenn Sie ein 3D-Modell erstellen, entsteht im Computer ein realistisches dreidimensionales Modell des darzustellenden Objekts! Aus dreidimensionalen Grundelementen setzen Sie ein Modell zusammen oder aus einem Rohteil modellieren Sie den Gegenstand heraus, den Sie dann aus allen Richtungen betrachten können. Erst wenn das erledigt ist, kümmern Sie sich um die Zeichnung. Ansichten, Schnitte und perspektivische Darstellung lassen sich aus dem 3D-Modell ableiten.
In AutoCAD stehen Ihnen für das Erstellen von 3D-Modellen die folgenden Techniken zur Verfügung:
Drahtmodelle: Punkte, Linien, 3D-Polylinien, Konstruktionslinien oder Strahlen lassen sich beliebig im Raum zeichnen. Damit können Sie Hilfskonstruktionen für 3D-Modelle erstellen, die mit einer der folgenden Methoden vervollständigt werden. Mit einem Drahtmodell lediglich ein Kantenmodell gezeichnet werden, das Sie dann aber nicht schattiert darstellen können. Es enthält keinerlei Informationen über Flächen und Volumen.
3D-Objekte mit Erhebung und Objekthöhe: Bei jedem Objekt wird in Auto- CAD eine Objekthöhe gespeichert. Sie ist normalerweise Null, kann aber auch auf einen Wert gesetzt werden. Dadurch wird aus einem Kreis ein Zylinder oder aus einer Linie eine Wand mit der Dicke Null. Mit der Erhebung wird festgelegt, welchen Abstand das Objekt zur Zeichenebene hat. Einfache Gegenstände lassen sich so darstellen, aber schon Kegel oder Pyramiden sind mit dieser Methode nicht mehr möglich. Diese Technik eignet sich für einfache Illustrationen. Komplexe Objekte lassen sich nur näherungsweise darstellen.
Oberflächenmodelle: Mit dieser Technik werden dreidimensionale Objekte durch ein Oberflächennetz aus Flächen angenähert. Je feinmaschiger das Netz ist, desto höher ist die Genauigkeit des Modells. Diese Technik ist vor allem dann geeignet, wenn es auf die Oberfläche eines Gegenstandes ankommt, beispielsweise um daraus ein NC-Programm für die Bearbeitung zu erzeugen.
Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen MwSt.; Ersparnis im Vergleich zur Printversion





















