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2. Die persönliche Einstellung (S. 22-25)
2.1 Erfolgsfaktor fürs Beziehungsmanagement
Vor Tausenden von Jahren beriefen die Götter ihren Rat ein. Zeus nannte den ersten Punkt der Tagesordnung: „Die Menschen auf der Erde werden immer selbstbewusster. Das gefällt mir nicht, wir müssen etwas dagegen unternehmen. Wir werden das Selbstbewusstsein der Menschen einfach verstecken, so dass sie es nicht mehr finden. Lasst uns beraten, wo. Nun begann eine hitzige Diskussion, was zu tun wäre, damit man die Menschen wieder in den Griff bekäme. Der Gott zur Rechten von Zeus meldete sich mit einem Vorschlag: „Ich meine, wir sollten das Selbstbewusstsein der Menschen auf den höchsten Berg der Erde bringen." Doch Zeus war mit dieser Lösung nicht einverstanden: „Ich glaube nicht, dass das geht. Die Menschen sind so erfinderisch, sie werden Haken und Seile entwickeln und alles daransetzen, dass sie auf den Berg gelangen und ihr Selbstbewusstsein wieder finden.
Man diskutierte weiter bis zum zweiten Vorschlag: „Wir sollten das Selbstbewusstsein der Menschen nehmen und am tiefsten Punkt des Meeres versenken." Mit diesem Vorschlag war Zeus ebenfalls nicht einverstanden, denn er meinte, dass die Menschen mit Sicherheit ein Gerät, eine Kugel oder irgendetwas anderes erfinden würden, mit dem sie auch auf den tiefsten Punkt des Meeres gelangen könnten, um ihr Selbstbewusstsein wieder zu bekommen.
Nach längerer Diskussion schlug der zweite Gott von links vor: „Wir sollten ein Loch graben, bis in die Mitte der Erde, das Selbstbewusstsein dort hineinlegen und das Loch wieder zuschütten." Doch auch dieser Vorschlag gefiel Zeus nicht, denn er dachte: „Mit Sicherheit werden die Menschen eine Maschine erfinden, eine Bohrtechnik oder Sonstiges, um ihr Selbstbewusstsein auch aus der tiefsten Tiefe wieder herauszuholen."
Danach folgte eine große Ratlosigkeit. Schließlich meldete sich der Azubi-Gott und sagte: „Ich habe auch eine Idee: Ich denke, wir nehmen das Selbstbewusstsein der Menschen und verstecken es tief in ihrem Innersten, denn dort werden sie am wenigsten danach suchen." Dieser Vorschlag fand die Zustimmung aller Götter und hat bis zum heutigen Tage Gültigkeit.
Fazit: Die Möglichkeiten und Fähigkeiten etwas zu bewegen, selbstbewusst zu sein, sind in jedem von uns verborgen. Man muss sie sich nur bewusst machen, sie einfach nur aktivieren.
Tief im Inneren jedes Menschen stecken ungeahnte Potenziale. Nur, wer sie ans Licht holt, kann sie nutzen.
2.2 Aktivieren Sie Ihr Selbstbewusstsein
In den folgenden Kapiteln wollen wir das Selbstvertrauen bzw. das „Sich-selbst-etwas-zutrauen" näher betrachten. Es ist ein wichtiger Teil im Umgang mit uns selbst. Wenn wir aktiv gutes Beziehungsmanagement wollen, müssen wir uns auch trauen. Was wir uns zutrauen, hängt davon ab,
• was wir über uns denken,
• woran wir glauben und
• was wir meinen, erreichen zu können.
Die Voraussetzung für unser Handeln sind unsere Glaubenssätze, das heißt unsere persönlichen Überzeugungen. Wenn Sie in den Spiegel schauen, sind Sie dann zufrieden mit sich oder eher unzufrieden? Wie sehen Sie sich: Beurteilen Sie sich eher als Misserfolgsoder als Erfolgstyp? Als Problem- oder als Chancen- Denker? Als negativ oder positiv denkender Mensch?
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