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Bartimäus Band 2 - Das Auge des Golem

Bartimäus Band 2 - Das Auge des Golem

von: Jonathan Stroud

PeP eBooks, 2005

ISBN: 9783894801670, 492 Seiten

Format: ePUB, PDF

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Bookeen Cybook Orizon,Ectaco Lite,Odys Media Book Scala,Aluratek Libre,eLyricon EBX-500.TFT,PocketBook 302,IREX Digital Reader,FlatReader,BeBook 'One',iRiver Story,Sony Reader PRS-3xx,Bookeen CyBook Opus,Hanvon/Hexaglot N518,PocketBook 301+,COOL-ER eReader,Inves-Book 600,eLyricon EBX-600.E-Ink, Bookeen CyBook Gen3 ab Rev: 1.9,Italica Reader,Sony Reader PRS-505, -6xx, -7xx,Pocketbook 360,Hanvon N516 Weltbild Apple iPad, Android Tablet PC's Apple iPod touch, iPhone und Android Smartphones

Preis: 5,99 EUR

  • Zwischen Formation und Transformation - Die Religionen Europas auf dem Weg des Friedens
    Totenmesse - Thriller
    Die Odyssee des Fälschers - Die abenteuerliche Geschichte des Konstantin Simonides, der Europa zum Narren hielt und nebenbei die Antike erfand
    Todesahnung - Thriller
    Sag Fuck It! - Kleines Buch, große Wirkung
    Der sterbende Detektiv - Roman
    Trenn Dich schlank - Abnehmen mit Trennkost für eine Person
    Der wunde Punkt - Roman
  • Katechetische Blätter. Zeitschrift für Religionsunterricht, Gemeindekatechese, Kirchliche Jugendarbeit, Heft 4/2004
    Die Blüte des Eukalyptus - Roman
    Eine Szene im Theater der Unendlichkeit - Max Beckmanns Dramen und ihre Bedeutung für seine Bildrhetorik
    Glaubensgenossen in Not - Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern und die Hilfe für aus rassischen Gründen verfolgte Protestanten. Eine Dokumentation
    Der Hebammenkreißsaal - Ein Versorgungskonzept zur Förderung der physiologischen Geburt
    Gipfeltreffen 4 - Ein Buch zum Nachlesen und Nachgehen
    Sprachkritik in der Schule - Theoretische Grundlagen und ihre praktische Relevanz
    Migrations- und Integrationsforschung – multidisziplinäre Perspektiven - Ein Reader
 

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Bartimäus Band 2 - Das Auge des Golem


 

"Nathanael (S. 311-312)

32


Die Limousine mit Nathanael brauste durch die südlichen Außenbezirke Londons, eine Gegend, in der sich Schwerindustrie, Ziegeleien und Alchimiefabriken angesiedelt hatten und stets ein rötlicher Dunst über den Häusern hing, der im Schein der untergehenden Sonne bösartig glomm. Damit man schneller und bequemer vorankam, hatte man die für Zauberer reservierte Schnellstraße vom Flugplatz in die Innenstadt auf Dämmen und Überführungen hoch über den schmuddeligen, labyrinthisch verbauten Elendsvierteln errichtet. Die Straße war nur wenig befahren, und von oben sah man nichts als Dächer und Giebel, sodass man fast den Eindruck hatte, mutterseelenallein über ein braunrotes Meer zu segeln. Nathanael ließ gedankenverloren den Blick in die Ferne schweifen.

Der Chauffeur war wie die meisten seiner Zunft von der wortkargen Sorte, und obwohl sich Nathanael alle Mühe gab, konnte er kaum etwas über die Katastrophe, die sich angeblich in der vorangegangenen Nacht ereignet hatte, aus ihm herausbekommen. »Mehr weiß ich auch nicht, Sir«, sagte der Mann, »aber heut Morgen war auf der Straße, wo ich wohne, ordentlich was los. Die Gewöhnlichen sind richtig in Panik, die waren total verängstigt. Ziemlich beunruhigend, das Ganze.« Nathanael beugte sich vor. »Weshalb beunruhigend?« »Es soll irgendwas mit einem Ungeheuer zu tun haben, Sir.«

»Mit einem Ungeheuer? Könnten Sie das etwas genauer erläutern? Doch nicht etwa ein großer, in Schatten gehüllter Steinmensch?« »Keine Ahnung, Sir. Gleich sind wir an der Kathedrale. Diesmal halten die Minister ihre Sitzung dort ab.« In der Westminster Abbey? Höchst unbefriedigt ließ sich Nathanael wieder in den Rücksitz sinken. Zu gegebener Zeit würde sich alles aufklären. Höchstwahrscheinlich hatte der Golem erneut zugeschlagen; dann würde man seinen Bericht über die Reise nach Prag sicher schon sehnsüchtig erwarten.

Er ging noch einmal alles durch, was er in Erfahrung gebracht hatte, wog seine Erfolge gegen die Rückschläge ab, um einzuschätzen, ob er seinem Ansehen damit eher nützte oder schadete. Schwer zu sagen. Auf der Habenseite konnte er verbuchen, dass er dem Gegner eindeutig einen entscheidenden Schlag versetzt hatte. Mit Harlekins Hilfe war es ihm gelungen, die Herkunft des Golempergaments festzustellen und es zu vernichten. Er hatte herausbekommen, dass der fürchterliche bärtige Mörder in die Sache verwickelt war und dass es einen noch unbekannten Hintermann gab, der, wenn man dem Söldner glauben durfte, schon damals vor zwei Jahren an der Lovelace-Verschwörung beteiligt gewesen war. Dass es einen solchen Hintermann gab, war eine wichtige Erkenntnis.

Andererseits hatte Nathanael nicht herausfinden können, um wen es sich dabei handelte. Allerdings konnte man ihm das eigentlich nicht zum Vorwurf machen, denn nicht einmal der bedauernswerte Kavka hatte den Namen seines Peinigers gekannt. Bei diesem Gedanken rutschte Nathanael nervös auf seinem Sitz herum, denn ihm fiel wieder ein, was er dem alten Zauberer so voreilig versprochen hatte. Kavkas Kinder, die tschechischen Spione, waren vermutlich noch irgendwo in England inhaftiert. In diesem Fall würde es ausgesprochen schwierig werden, ihre Freilassung durchzusetzen. Aber spielte das eigentlich noch eine Rolle?"