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Access 2003 programmieren: Professionelle Anwendungsentwicklung mit Access und VBA

Access 2003 programmieren: Professionelle Anwendungsentwicklung mit Access und VBA

von: Ralf Albrecht, Natascha Nicol

Addison-Wesley Verlag, 2004

ISBN: 9783827321978, 1145 Seiten

5. Auflage

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 49,95 EUR

Ersparnis: 10,00 EUR

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Access 2003 programmieren: Professionelle Anwendungsentwicklung mit Access und VBA


 

26 Access-Projekte (S. 963-964)

Zur Verwaltung sehr großer Datenmengen, beim Einsatz im Netzwerk, wenn viele Benutzer gleichzeitig auf die Daten zugreifen sollen, wenn hohe Anforderungen an die Betriebs- und Datensicherheit bestehen oder wenn ein unterbrechungsfreier Betrieb gewährleistet werden soll, sind Access-Datenbanken nicht geeignet.

Der »Microsoft SQL Server« ist das Microsoft-Produkt, das alle die genannten Anforderungen erfüllt. Microsoft SQL Server ist ein »echter« Datenbank-Server, d. h., ein Frontend gibt SQL-Befehle an den SQL-Server (das Backend), der das Ergebnis ermittelt und an das Frontend übergibt.

Der Microsoft SQL Server ist für große Datenmengen und hohe Benutzerzahlen konzipiert. Dem Mehr an Leistung steht aber ein Mehr an Administration gegenüber, denn der SQL Server mit seinen vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten ist deutlich aufwändiger zu verwalten als eine Access-Datenbank auf einem File- Server, entlastet dafür aber das Netzwerk.

Access mit seinen leistungsfähigen Formularen und Berichten ist ein geeignetes Werkzeug für die Erstellung von Frontends für den SQL-Server. In den vorangegangenen Access-Versionen mussten dazu ODBC-Verknüpfungen auf SQL Server-Tabellen in Access-MDB-Dateien eingebunden werden. Um die vielfältigen Leistungen des SQL-Servers nutzen zu können, war es oftmals notwendig, umständlich mit SQL-Pass-Through-Abfragen und DAO-ODBCDirect-Arbeitsbereichen zu arbeiten. Alternativ konnten seit Access 2000 auch ADO-Verbindungen über den SQL Server-OLE DB-Treiber hergestellt werden.

Mit Access 2000 hat Microsoft Access-Projekte eingeführt. Access-Projekte sind spezielle Access-Dateien (.ADP), die für den Zugriff auf SQL Server-Datenbanken konzipiert sind. Mit einem Access-Projekt können Sie direkt auf die in einer SQL Server-Datenbank gespeicherten Komponenten zugreifen, diese modifizieren und neue Elemente anlegen. Mit Access 2003 hat Microsoft die Stabilität und Leistungsfähigkeit von Access-Projekten stark verbessert. Während bei Access 2000 viele Datenbankentwickler davon sprachen, dass Access-Projekte sich eigentlich noch im Beta-Stadium befänden, also nicht fertig wären, sind wohl fast alle Kinderkrankheiten mit Access 2002 und 2003 ausgemerzt.

Wenn Sie den Einsatz von Access-Projekten planen, sollten Sie bedenken, dass mit Access-Projekten viele Aufgaben anders als mit normalen Access-Datenbanken gelöst werden und die Anwendung eine sorgfältigere Planung erfordert.

26.1 SQL Server und MSDE
Access-Projekte arbeiten mit Microsoft SQL Server 2000 und 7.0 sowie mit Microsoft SQL Server Desktop Engine (MSDE) zusammen. Microsoft SQL Server 2000 bzw. 7.0 lässt sich mit Windows 98, Me, NT 4.0, 2000, 2003 und XP betreiben.

Microsoft SQL Server Desktop Engine 2000 ist eine für fünf Benutzer optimierte, unbeschränkte, aber abgespeckte Version von SQL Servers 2000. MSDE unterstützt Datenbanken bis zu einer Größe von 2 GByte, wobei fast beliebig viele Datenbanken angelegt werden können. Access-Projekte, die für die Zusammenarbeit mit MSDE entwickelt wurden, sollten ohne Änderungen auch mit SQL Server zusammenarbeiten.

Im weiteren Verlauf werden immer dann, wenn Funktionen von Microsoft SQL Server beschrieben werden, damit auch die Funktionen von MSDE beschrieben. In den Fällen, wo Unterschiede zwischen SQL Server und MSDE bestehen, wird entsprechend darauf hingewiesen.

MSDE 2000 wird zusammen mit Office 2003 bzw. Access 2003 ausgeliefert, muss aber getrennt installiert werden, wie wir es in Abschnitt 26.2 beschreiben.

In MSDE fehlen Programme wie der Microsoft SQL Server 2000 Enterprise Manager oder der Query Analyzer; die Verwaltung von MSDE-Datenbanken wird innerhalb von Access-Projekten oder mit dem DOS-Programm OSQL durchgeführt.

SQL Server selbst wird in den Versionen Enterprise, Standard und Desktop angeboten. Die Standard-Edition kann mit bis zu 4 Prozessoren eingesetzt werden und nur auf Windows NT- bzw. 2000-Servern installiert werden. Die Enterprise- Version unterstützt 32 Prozessoren und bis zu 64 GByte RAM.