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Datawarehousing mit SAP® BW 3.5 - Architektur, Implementierung, Optimierung

Datawarehousing mit SAP® BW 3.5 - Architektur, Implementierung, Optimierung

von: Christian Mehrwald

dpunkt.verlag, 2005

ISBN: 9783898643313, 705 Seiten

3. Auflage

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 58,70 EUR

Ersparnis: 10,30 EUR

  • IT-Revision - Leitfaden zur Durchführung von Prüfungen der Informationsverarbeitung
    Fragekompetenz für Führungskräfte
    Projekte budgetieren und planen
    Six Sigma umsetzen - Die neue Qualitätsstrategie für Unternehmen
    SAP Business ONE prozessorientiert anwenden. Die Software für Mittelstand und Konzerntöchter
    Innovative Beratungskonzepte
    Das 360°-Feedback: Alle fragen? Alles sehen? Alles sagen?

     

     

 

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Datawarehousing mit SAP® BW 3.5 - Architektur, Implementierung, Optimierung


 

11 Transformation Layer (S. 187-188)

Alle Daten, die das BW aus einem Quellsystem erhält, liegen in der individuellen Form vor, die in dem jeweiligen Quellsystem verwendet wird. Dies kann Folgen für Semantik und Struktur der Daten haben:

- Semantik: Betriebswirtschaftliche Objekte werden in den Quellsystemen unterschiedlich beschrieben.
         • Identische Kunden werden in den jeweiligen Quellsystemen durch unterschiedliche Kundennummern beschrieben.
         • Identische Kundennummern beschreiben in den jeweiligen Systemen unterschiedliche Kunden.
         • Gelieferte Kennzahlen haben nicht die identische Bedeutung (zum Beispiel Umsatz mit/ohne MwSt., Mengen als Stück- und Palettenmengen).
         • Unterschiedliche Systeme liefern unterschiedliche Kennzahlen (zum Beispiel ein System nur Umsatzmengen, ein anderes nur Absatzmengen).

- Struktur: Informationen sind unterschiedlich strukturiert und müssen gegebenenfalls abgeleitet werden (zum Beispiel Kombination mehrerer Informationen in einem Feld verschlüsselt).

Insbesondere bei heterogenen und gewachsenen Systemlandschaften sind extrahierte Daten sehr unterschiedlich zu interpretieren und stellen unverarbeitet nur einen geringen Nutzen für die Datenanalyse dar.

Um die Qualität von Daten aufzuwerten beziehungsweise für die Weiterverarbeitung aufzubereiten, existiert der Transformation Layer. In diesem werden mit Hilfe so genannter Übertragungsregeln die Daten des vorgelagerten Inflow Layer in ein strukturell und semantisch einheitliches Format transformiert. Fehlinformationen können dabei herausgefiltert oder korrigiert werden (Data Cleansing/Data Scrubbing).

Diese Transformation wird auch als Homogenisierung bezeichnet. Das zentrale BW-Objekt für die Homogenisierung der Daten im Transformation Layer ist die so genannte InfoSource.

Eine InfoSource beschreibt immer die Zielstruktur aller homogenisierten und konsolidierten Daten, die zu einem Geschäftsvorfall (bei Bewegungsdaten) beziehungsweise zu einem InfoObjekt (bei Stammdaten) gehören und damit logisch eine Einheit bilden. Die Daten einer InfoSource sind somit qualitativ so hochwertig, dass sie in ein Datenmodell überführt und für einheitliche Analysen genutzt werden können.

Eine InfoSource

- beschreibt die Zielstruktur der Homogenisierung (die Kommunikationsstruktur).
- fasst die Übertragungsregeln aller ihr zugeordneten Datenquellen (z.B. Fakturabelege) zusammen.
- bestimmt über die Durchführung der Input-Konvertierung.

Darüber hinaus tritt die InfoSource bei der Weiterverarbeitung der Daten als Datenquelle im Integration Layer auf, in dem die Daten in InfoProvidern (BasisCubes, ODS-Objekte, InfoObjekte) physisch gespeichert werden.

11.1 Kommunikationsstruktur

Ein zentraler Bestandteil bei der Definition einer InfoSource ist die Definition einer Zielstruktur, in welche die Daten bei der Homogenisierung überführt werden sollen. Diese Zielstruktur liegt im ABAP Dictionary als Struktur vor und wird als Kommunikationsstruktur bezeichnet.

Die Kommunikationsstruktur kann

- als Datenquelle für direktes Staging von Stammdaten (Attribute und Texte) im Transformation Layer
- als Datenquelle für flexibles Staging im Integration Layer eingesetzt werden (siehe Abschnitt 11.1.1 und 11.1.2).