Suchen und Finden

Titel

Autor/Verlag

Inhaltsverzeichnis

Nur eBooks für mein Endgerät anzeigen:

 

Newsletter

Professionelle Websites

Professionelle Websites

von: Stefan Münz

Addison-Wesley Verlag, 2005

ISBN: 9783827322180, 1009 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 39,95 EUR

Ersparnis: 20,00 EUR

  • Kopf oder Zettel? - Ihr Gedächtnis kann wesentlich mehr, als Sie denken
    Projektmanagement mit Excel
    Motivational Moments
    Logistik
    Datenbank-Modellierung - Das Grundlagenbuch
    Professionelles Direkt- und Dialogmarketing per E-Mail
    Apache Webserver 2
    30 Minuten für eine professionelle Beamer-Präsentation
  • IT-Servicemanagement - aus der Reihe HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik
    Content-Management mit Typo3
    Netzsicherheit - Algorithmische Grundlagen und Protokolle
    30 Minuten zur Bewältigung der Informationsflut
    Hurentaten

     

     

     

     

 

Mehr zum Inhalt

Professionelle Websites


 

4 Basiswissen HTML und CSS (S. 53-54)

Dieses Kapitel soll die beiden grundsätzlichen Sprachen vermitteln, mit denen moderne Webseiten erstellt werden: HTML und CSS. In HTML strukturieren Sie Inhalte durch Elemente für Überschriften, Absätze, Listen, Tabellen und andere. Mithilfe von CSS bestimmen Sie, wie diese Elemente z.B. im Browser-Fenster angeordnet und formatiert werden.

Beide Sprachen sind computerlesbar, aber auch für Menschen genießbar. Sie bestehen aus englischsprachigen Begriffen oder Abkürzungen davon sowie aus einfachen Steuerzeichen, die auf jeder Tastatur zu finden sind.

4.1 HTML und XHTML

Vielleicht haben Sie bereits von XHTML gehört und kennen Aussage wie die, dass man kein HTML mehr verwenden solle, sondern nur noch XHTML. In diesem Zusammenhang sollten Sie ein paar grundsätzliche Hintergründe kennen.

4.1.1 SGML und XML

HTML ist ein wohldefinierter Standard. Die Regeln für korrektes HTML werden jedoch nicht mithilfe natürlicher Sprache, sondern in einer ebenfalls computerlesbaren Meta- Sprache namens SGML (Structured Generalized Markup Language) formuliert. Die Computerlesbarkeit ist wichtig, damit z.B. ein Programm eine in HTML geschriebene Webseite gegen die in SGML formulierten HTML-Regeln auf syntaktische Korrektheit testen kann. Diesen Vorgang nennt man Validierung (Gültigkeitsüberprüfung).

SGML ist sehr leistungsfähig, aber auch recht komplex und für viele praktische Anwendungsfälle überdimensioniert. Als praxisnähere Alternative zu SGML hat sich mittlerweile XML (Extensible Markup Language) etabliert. XML ist wie SGML eine computerlesbare Meta-Sprache zum Formulieren der Regeln von Markup-Sprachen wie HTML.

XHTML (Version 1.0) ist zunächst einmal nichts anderes als eine Neuformulierung der Sprachregeln von HTML (Version 4.01) in XML. Mit XHTML 1.0 können Sie also nicht mehr und nicht weniger und nichts anderes tun als mit der aktuellen HTML-Version 4.01: nämlich die Inhalte Ihrer Webseiten strukturieren. Es gibt in diesem Stadium von XHTML auch keine wesentlich anderen Sprachbestandteile als in HTML. Da allerdings die Markup-Regeln von XML etwas anders aussehen als die von SGML, gibt es einige syntaktische Abweichungen und Besonderheiten. In Abschnitt 4.3.6 werden wir auf diese Abweichungen und Besonderheiten gegenüber HTML eingehen.

4.1.2 Interpretation von HTML und XHTML

Ein Parser leistet die Verarbeitung von Markup-Sprachen entsprechend der Regeln der Markup-Sprache. Jeder Browser, der eine Webseite am Bildschirm anzeigt, muss deren HTML-Quelltext parsen. Aus dem Markup geht hervor, aus welchen Elementen die Webseite besteht und welche Elemente innerhalb welcher anderer Elemente vorkommen. So kann beispielsweise ein einzelnes Wort wie »Mensch« Inhalt einer Kopfzelle einer Tabelle sein, die sich in einem bestimmten Bereich innerhalb des Dateikörpers befindet.

Zum Verarbeiten von HTML verfügt jeder Browser über einen HTML-Parser. Bei XHTML ist die Angelegenheit etwas komplizierter: Wenn das HTML-Dokument vom Browser als HTML akzeptiert wird, verwendet der Browser seinen HTML-Parser. Wird es jedoch als XML-Dokument akzeptiert, so wird der XML-Parser verwendet, sofern der Browser über einen entsprechenden Parser verfügt. In der Darstellung kann dies erhebliche Auswirkungen haben. So stellen einige Browser XML-geparste Dokumente nur als Markup-Strukturbaum dar, also letztlich als eine sauber formatierte Quelltextansicht. Andere bieten XMLgeparste Dokumente möglicherweise nur zum Download an und stellen gar nichts dar.

Ob ein Browser bei einem XHTML-Dokument den HTML-Parser oder den XML-Parser verwendet, hängt in erster Linie vom zugewiesenen Mime-Type ab. Der Mime-Type legt den Datentyp fest. Jeder Browser hat lokal eine eigene Liste von Mime-Typen gespeichert, mit deren Hilfe er z.B. Dateiendungen und Datentypen zuordnen kann. Beim MS Internet Explorer ist diese Liste eng verzahnt mit den Dateiendungsverknüpfungen des Betriebssystems. Wird eine beliebige Datei im Browser lokal geöffnet, kann dieser an Hand seiner Mime-Type-Liste entscheiden, wie er mit der Datei verfahren soll. Anders sieht es aus, wenn der Browser Daten von einem Webserver anfordert und empfängt. In diesem Fall übermittelt der Webserver Kopfdaten an den Browser, in denen unter anderem eine Angabe zum Mime-Type der übertragenen Daten stehen kann, die dem Browser zur Orientierung dient.