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IBM WebSphere Applikationsserver

IBM WebSphere Applikationsserver

von: Heinz Ebensperger

Addison-Wesley Verlag, 2002

ISBN: 9783827320247, 494 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 29,95 EUR

Ersparnis: 15,00 EUR

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Mehr zum Inhalt

IBM WebSphere Applikationsserver


 

7 Automatisiertes Administrieren (S. 115-116)

Der WebSphere Applikationsserver wird in der Regel über eine Administrationskonsole konfiguriert. Durch verschiedene Prozesse kann dieses Vorgehen allerdings umständlich sein, speziell wenn eine große Anzahl gleich konfigurierter Server erstellt werden soll. Deshalb werden mit dem Applikationsserver verschiedene Werkzeuge geliefert, die eine Administration sowohl in einem befehlszeilenorientierten interaktiven Modus als auch in einem vollautomatischen Batchmodus ermöglichen.

Ziel

Ziel dieses Kapitels ist es, dem Leser einen Überblick über die vorhandenen Werkzeuge wscp und XMLConfig für die V4 und auch das Werkzeug wsadmin für V5 des Applikationsservers zu geben. Dabei wird zunächst immer das Werkzeug vorgestellt und anschließend anhand einiger Beispiele die praktische Anwendung beschrieben.

7.1 wscp (WebSphere Control Program)

Die WebSphere-Applikationsserver-Architektur (nur in der Advanced Edition) sieht vor, dass jede Konfigurationsänderung durch den Administrationsserver und über diesen in der administrativen Datenbank durchgeführt wird. Über den Administrationsserver kann eine Domäne von jedem anderen Rechner im Netzwerk administriert werden. Die gesamte Administration wird durch Objektänderungen in der administrativen Datenbank durchgeführt. Installieren Sie beispielsweise eine neue Anwendung, wird dafür in der Datenbank ein neues Objekt angelegt.

wscp und die Administrationskonsole sind kompatible, vergleichbare Werkzeuge, mit dem Unterschied, dass Manipulationen an der Administrationsdatenbank in der Konsole grafisch, innerhalb wscp jedoch mit Skripten oder über Eingaben vorgenommen werden.

wscp ist ein befehlszeilenorientiertes Werkzeug, um eine WebSphere-Administrationsdomäne zu administrieren. Mit wscp können Sie von jedem Rechner im Netz aus die Administrationsdatenbank manipulieren oder Diagnosen von Protokollen durchführen. Das Befehlszeilenprogramm wscp lässt sich interaktiv oder durch Skripte bedienen, dadurch ist es sehr interessant, um administrative Abläufe zu automatisieren.

wscp basiert auf der Skriptsprache Tcl.

7.2 Was ist Tcl?

Tcl wurde von John Ousterhout entwickelt und wird heute durch Ajuba (früher Scripticts) vertrieben. Tcl ist Open Source und deshalb frei von Lizenzgebühren. Es gibt mittlerweile auch eine rein Java-basierte Implementierung von Tcl, genannt JACL. JACL bildet die Grundlage für wscp. Neben den Vorteilen einer Java-basierten Lösung im Vergleich zu einer plattformspezifischen Implementierung stehen durch die Benutzung dieser Implementierung auch die Vorteile durch direkte Zugriffe auf Java-Pakete und Klassen im Vordergrund.

Tcl hat eine einfach Syntax und kann entweder alleine oder eingebettet in andere Anwendungen benutzt werden. Die Sprache ist erweiterbar, es existieren derzeit Hunderte von Erweiterungen, selbst wscp ist eine Erweiterung von Tcl, um Web- Sphere-Objekte zu manipulieren.

7.2.1 Tcl-Sprachgrundlagen

Sollten Sie schon Tcl-Kenntnisse besitzen, können Sie gleich weiterblättern zum übernächsten Abschnitt. Alle Tcl-Neulinge können hier kurz in eine andere Programmierwelt eintauchen, um sich ein gesichertes Standbein für wscp zu schaffen.

Die folgenden Abschnitte sind nur ein kurzer Exkurs in Tcl und können ein Tcl-Programmierbuch nicht ersetzen. Im Anhang sind einige Verweise zu Tcl aufgeführt.

Tcl-Syntax

Tcl ist eine Skriptsprache. Kommandos werden getrennt durch neue Zeilen oder Semikolons; Wörter werden durch Leerzeichen getrennt. Das folgende Beispiel benutzt das Kommando expr, ein einfaches Kommando, welches die nachfolgenden arithmetischen Ausdrücke berechnet und das Ergebnis zurückliefert.

expr 1 + 2

Alle Tcl-Kommandos haben einen Rückgabewert, auch wenn es sich nur um einen leeren String handelt.

Variablen

Variablen müssen in Tcl nicht deklariert werden, werden aber wenn nötig angelegt. Mit dem Kommando set lesen und schreiben Sie Werte in Variablen.