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Jetzt lerne ich Cisco Routing und Switching

Jetzt lerne ich Cisco Routing und Switching

von: Peer Kohlstetter

Markt +Technik Verlag, 2002

ISBN: 9783827263957, 358 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 16,95 EUR

Ersparnis: 8,00 EUR

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Jetzt lerne ich Cisco Routing und Switching


 

KAPITEL 4
Schnittstellen in lokalen Netzen (LANs)
(S. 75-77)

In diesem Kapitel werden die verschiedenen lokalen Schnittstellen mit ihren Funktionen dargestellt. Nach einer grundlegenden Betrachtung wichtiger Befehle für die Konfiguration von LAN-Schnittstellen werden die einzelnen Technologien vorgestellt. Das Ethernet hat in den letzten Jahren alle anderen LAN-Technologien vom Markt verdrängt. Die beiden Technologien FDDI (Fiber Distributed Data Interface) und TokenRing werden ebenfalls behandelt. Sie spielen jedoch heute bei der Planung neuer Netzwerke keine Rolle mehr und kommen nur noch in alten Netzen vor.

Schnittstellen in lokalen Netzen zeichnen sich besonders durch ihre hohe Geschwindigkeit aus. Sie sind dazu entwickelt worden große Datenmengen schnell zu übertragen. Die Technologien für lokale Netze sind für das Überbrücken größerer Entfernungen nicht geeignet. Für diese Aufgabe wurden spezielle Technologien entwickelt. Im folgenden Kapitel zum Thema Schnittstellen in WAN-Netzen werden Ihnen diese Technologien vorgestellt.

4.1 Schnittstellen

Eine Schnittstelle verbindet einen Router mit einem Netzwerkmedium. Die in diesem Kapitel aufgeführten Protokolle arbeiten alle auf der Sicherungsschicht (Layer 2) des OSI-Referenzmodells. Sie sorgen für den Datenaustausch zwischen der Sicherungsschicht und der physikalischen Schicht. Die Protokolle der physikalischen Schicht definieren die physikalischen Eigenschaften der Schnittstelle und des Mediums.

Abb. 4.1: Modulare Schnittstellen eines Cisco- Routers 2600
(Die Abbildung ist kein Bestandteil der Leseprobe)

Jede Schnittstelle eines Cisco-Routers wird auch als Port bezeichnet und besitzt eine eindeutige Bezeichnung. Falls es sich um ein Cisco-Gerät mit fest eingebauten Schnittstellen handelt, werden die Schnittstellen der Reihe nach durchnummeriert. So werden bei einem Cisco-Router 801 die Ethernet- und ISDN-Schnittstellen mit Ethernet0 und BRI0 bezeichnet. Die beiden fest eingebauten seriellen Schnittstellen eines Cisco-Routers der Serie 2500 werden als Serial0 und Serial1 bezeichnet.

Bei modular aufgebauten Geräten setzt sich die Bezeichnung der Schnittstelle aus den Punkten Type Slot/Port zusammen. Der Type steht hierbei für die Technologie der Schnittstelle, der Slot für die laufende Nummer des Einbauplatzes im Router und der Port bezeichnet die laufende Nummer des Ports auf dem eingebauten Netzwerkmodul. Der serielle Port 1 auf einer Einbaukarte im Slot 2 wird in einem Cisco-Router mit der Bezeichnung Serial2/1 angesprochen.

Einige große Cisco-Router der Serie 7000 und höher unterstützen VIP-Karten (Versatile Interface Process). Jede VIP-Karte bietet einen oder mehrere Steckplätze für einen Port-Adapter. Bei diesen Geräten werden die Schnittstellen über die Bezeichnung Type Slot/Adapter/Port angesprochen. Wenn Sie zum Beispiel auf der zweiten VIP-Karte den ersten Adapter (Nummer 0) der Ethernet-Schnittstelle Nummer 1 ansprechen wollen, müssen Sie die Bezeichnung Ethernet2/0/1 verwenden.

Die Bezeichnungen werden benötigt, um eine Schnittstelle eindeutig ansprechen zu können. Nachdem Sie den Konfigurationsmodus mit dem Befehl configure terminal aufgerufen haben, müssen Sie dem IOS mitteilen, welche Schnittstelle Sie konfigurieren möchten. Dies können Sie mit dem Befehl interface gefolgt von der Bezeichnung der Schnittstelle tun. Die Konfiguration der Ethernet-Schnittstelle in einem Cisco-Router 801 können Sie mit dem übergeordneten Befehl interface ethernet0 einleiten. Um eine serielle

Schnittstelle auf einem Router zu konfigurieren, sollten Sie die folgenden Befehle verwenden.

London#conf t
Enter configuration commands, one per line. End with CNTL/Z.
London(config)#interface Serial2/0/1
London(config-if)#ip address 10.100.101.1 255.255.255.0
London(config-if)#^Z
London#

Der seriellen Schnittstelle wurde die IP-Adresse 10.100.101.1 zugewiesen.

Durch den Hinweis (config) werden Sie darauf aufmerksam gemacht, dass Sie sich im Konfigurationsmodus befinden. Sobald Sie sich in den übergeordneten Konfigurationsmodus einer Schnittstelle begeben, verändert sich die Anzeige von (config) zu (config-if). Sie können nun Befehle eingeben, um die Schnittstelle zu konfigurieren. Es gibt noch weitere Modi der Eingabeaufforderung des Cisco-IOS, die Sie bei der Konfiguration unterstützen.