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Windows Server 2003 SP 1 - Migration, Administration, Praxistipps.

Windows Server 2003 SP 1 - Migration, Administration, Praxistipps.

von: Andreas Maslo, Paulette Feller, Armin Simon

Markt +Technik Verlag, 2005

ISBN: 9783827269447, 1008 Seiten

2. Auflage

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 32,95 EUR

Ersparnis: 17,00 EUR

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Windows Server 2003 SP 1 - Migration, Administration, Praxistipps.


 

1 Windows Server 2003 im Überblick (S. 41-42)

Wíndows Server 2003 ist das aktuelle Produkt der Microsoft-Server-Familie, das auf der NT-Technologie basiert und eine konsequente Weiterführung von Windows Server 2000 ist. In diesem Kapitel erhalten Sie einen kurzen Funktionsüberblick über das Server-Betriebssystem und dessen Aufgaben, Hinweise zu den unterschiedlichen Systemversionen, einen Überblick über die wichtigsten Administrationswerkzeuge sowie einen kurzen Überblick über die Systemarchitektur. Das Betriebssystem selbst wurde mittlerweile durch ein umfassendes Service Pack 1 aktualisiert, dessen wesentliche Neuerungen am Ende dieses Kapitels zusammengestellt sind.

Ausführliche Hinweise zur Systemeinrichtung und zur Einspielung des Service Pack 1 entnehmen Sie den Erläuterungen in Kapitel 3.6.

1.1 Allgemeiner Funktionsüberblick

Windows Server 2003 ist ein Betriebssystem, das sowohl zentralisierte als auch verteilte Aufgaben übernehmen kann. Es erlaubt die Bereitstellung von Diensten innerhalb einer Netzwerkumgebung sowie die vereinfachte Netzwerkressourcenverwaltung auch in großen Netzwerken. Der Server stellt den Clients, den mit dem Server verbundenen Arbeitsplatzrechnern, über Netzwerkverbindungen spezielle Dienste bereit. Durch die Nutzung der Dienste durch mehrere Nutzer wird die Rechenleistung des Servers optimal ausgenutzt. Dabei wird davon ausgegangen, dass nicht alle Benutzer zeitgleich die selben Systemressourcen des Servers verwenden. Dadurch werden zum einen die Kosten gesenkt und zum anderen der Administrations- und Wartungsaufwand eingeschränkt. Insbesondere auf den Client- Rechnern reduziert sich der Aufwand der Netzwerkressourcenverwaltung.

Dateiserver: Ein Dateiserver ist ein Rechner, der für andere Rechner im Netzwerk Ordner und Dateien verwaltet und zur Verfügung stellt. Die angebundenen Clients greifen über den Server auf die Daten zu und nicht über das lokale System. Dies hat mehrere Vorteile: Es spielt keine Rolle, welcher Client für den Dateizugriff genutzt wird. Da die Datenverwaltung zentral erfolgt, kann die Datensicherung ebenfalls zentral über den Server durchgeführt werden. Einhergehend damit sinken die Anforderungen an die Hardware der Client-Rechner, da diese die Daten nicht mehr lokal verwalten müssen.

Druckserver: Ein Druckserver ist ein Rechner, der die Druckdienste in einem Netzwerk übernimmt, eingehende Druckaufträge entgegennimmt und an einen oder mehrere angeschlossene Drucker weiterleitet. Häufig werden über den Druckserver unterschiedliche Drucker für eine Netzwerkumgebung bereitgestellt, wie Laser-, Tintenstrahl- oder Nadeldrucker. Es können ebenfalls mehrere Drucker des gleichen Typs unter einem Server genutzt werden, damit beispielsweise auf diese die eingehenden Druckaufträge verteilt werden können.

Anwendungsserver: Ein Applikations- oder Anwendungsserver stellt anderen Rechnern in einem Netzwerk Programme und Anwendungen zur Verfügung, ohne dass diese auf den jeweiligen Clients gesondert einzurichten sind. Damit reduziert sich der Aufwand für Programminstallationen und spätere Programmaktualisierungen erheblich, da diese lediglich einmalig auf dem Server durchgeführt werden müssen. Der Anwendungsserver und der Client teilen sich die Datenverarbeitung. Unter Windows Server 2003 wird der Anwendungsserver mit Hilfe der Terminaldienste implementiert. Über Anwendungsserver können Clients Programme ausführen, die mitunter von der lokalen Hardware nicht ausführbar sind, da die Programmverarbeitung serverseitig erfolgt. Die Informationen zur Maus- und Tastatursteuerung werden zum Server und die Bildinformationen zurück auf den Client übertragen, wobei der Informationsaustausch per RDP-Protokoll erfolgt (Remote Desktop Protocol).

Web-Server: Ein Web-Server stellt Dienste für das Internet und Intranet bereit. Dazu gehören das World Wide Web (HTTP – HyperText Transfer Protocol) und FTP (File Transfer Protocol). Auf Web-Servern werden Internetseiten und darin eingebundene Objekte, Bilder und/oder Sounds abgelegt und nach Bedarf an den Browser der angebundenen Client-Rechner übertragen. Über das Datenübertragungsprotokoll FTP können Datenübertragungen in das Intranet und über das Internet zwischen unterschiedlichen Betriebssystemen durchgeführt werden können. Via FTP werden jedoch nicht nur Dateien ausgetauscht, sondern der Anwender erhält – die entsprechende Zugangsberechtigung vorausgesetzt – Zugriff auf elementare Dateioperationen des Servers, wie den Verzeichniswechsel oder die Anzeige von Inhaltsverzeichnissen. In Windows Server 2003 wird die Funktionalität des Web-Servers über die Internet-Informationsdienste (IIS 6.0) bereitgestellt.

Mailserver: Ein Mailserver stellt E-Mail-Dienste für das Intranet bereit und ermöglicht zudem die Anbindung von Internet-E-Mail-Konten. Auf einem Mailserver werden die Benutzerkonten sowie die Postfächer für diese Benutzer verwaltet. Unter Windows Server 2003 wird ein Mailserver in der Regel mit Hilfe von Microsoft Exchange aufgesetzt. Letztgenanntes Produkt ist gesondert zu erwerben.