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S. 31-32:
>>Mitkommen!<<, kam der kurze Befehl während die Tür heftig aufgestoßen wurde.
Der herrische Ankömmling war ein Untersturmführer der Waffen- SS. Er führte mich ein paar Türen weiter in einen mir unbekannten Raum. Dann zog er hinter mir heftig die Tür zu und sperrte von draußen ab.
Jetzt stand ich alleine in dem Zimmer, das keine Fenster besaß. Eine kleine Schirmlampe an der hohen Decke brachte etwas Helligkeit in den Raum. Ich erkannte sofort an der Einrichtung der Möbel, dass es ein Raum sein musste, in dem Verhöre durchgeführt wurden. Denn in der Mitte des Raums stand ein großer Eichentisch, an dem zwei Holzstühle gegenüberstanden. Neben dem Tisch erkannte ich eine in der Höhe und Seite verstellbare Stehlampe. Nicht weit davon befand sich nochmals ein kleiner viereckiger Holztisch, auf dem eine Schreibmaschine neben einem Telefon stand. Der klapprige Holzstuhl dahinter lies ahnen, das es der Platz für einen Schreiber war, der das Vernehmungsprotokoll aufnahm.
Wartend was geschah, lief ich unruhig und aufgeregt in dem kleinen abgedunkelten Raum, der einer Gefängniszelle gleich kam, hin und her bis schließlich nach einer Stunde des Wartens die Tür geöffnet wurde.
Das ist die Verhörstrategie der Gestapo. Sie wollen dich zermürben, noch bevor die Vernehmung beginnt, dachte ich, als mehrere uniformierte Männer herein kamen. Einer von ihnen, war in Zivilkleidung. Er schloss die Tür hinter sich wieder ab und steckte den Schlüssel ein.
Der Untersturmführer der Waffen-SS, der mich aus der Zelle geholt hatte, war auch dabei. Ein weiterer uniformierter Soldat war ein mir noch unbekannter Sturmmann, der Waffen-SS. Er nahm sofort Platz an dem kleinen Tisch auf dem die Schreibmaschine stand.
>>Setz dich an den langen Tisch!<<, befahl der Sturmführer herrisch.
Er selbst ging in eine Ecke des Raumes, von der aus er mich gut beobachten konnte.
Der kleine mürrisch daherschauende Mann in Zivilkleidung rückte den noch freien Stuhl an den langen Tisch und setzte sich, die Beine übereinander geschlagen. mir gegenüber. >>Mayer, Gestapo!<<, sagte er nur.
Dabei sah er mir fest in die Augen. Seinen Dienstgrad verschwieg er. Zu einer Antwort von mir kam es erst gar nicht mehr.
>>Und wer bist du? Man sagt Du seiest ein Deserteur. Wie man sieht an deiner Kleidung bist Du zum Feind übergelaufen.<<
Jetzt machte er eine kleine Sprechpause bevor er weiter sprach. Sein Blick war gefährlich und lies ahnen, welch ein Hass er mir gegenüber in sich spürte.
>>Merke dir gut! An der Front kann man sterben und als Deserteur muss man sterben. Hast du das nicht gewusst! Wer bist du wirklich? Ein Spion? Oder nur ein feiger widerlicher fieser Vaterlandsverräter! Was ist wirklich geschehen an der Front in Frankreich? <<, wollte er mit zunehmend lauter Stimme wissen. Ich wusste! Jetzt musste ich präzise glaubwürdig antworten, um von dem schlimmsten verschont zu bleiben.
So antwortete ich selbstsicher in der Hoffnung, dass alle Anschuldigungen zu meiner Person zurückgenommen würden. >>Ich bin der Hauptgefreite Hans Stallmann. 1938 wurde ich zum Arbeitsdienst eingezogen. Bei Kriegsausbruch kam ich sofort zum Militär. Danach war ich im Kampfeinsatz in Frankreich, unter ständigem Vormarsch ins feindliche Gebiet. <<
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