Suchen und Finden
Service
Infos und Kontakt
Mehr zum Inhalt
Swingerclub - Schmutzige Geschichten von Luststeigerung und Partnertausch im Pärchenclub
Swinger-Lounge (S. 22-23)
Es war eine dieser angesagtesten Lounge-Pool-Parties in der neu entstandenen Hafen-City in Hamburg. Wir hatten eine für den Norden ungewöhnlich mediterranes Klima und alle verabredeten sich zu unserer alljährlichen Sex-Party, von der nur die 32 Männer und Frauen wussten, die dann auch erschienen. Irgendwie waren sich alle vertraut, weil sie sich ja schon in den vergangenen Jahren getroffen hatten, und dennoch waren wir uns alle fremd, weil es zur Verabredung gehörte, dass wir unsere Gesichter mit Masken unkenntlich machten. Ich wusste aber, und Vanessa wusste es nicht, dass ich heute Abend mit ihr wieder den heißesten Ritt des Jahres haben wollte. Vanessa ist im alltäglichen Leben eine groß gewachsene, schlanke, ausdrucksstarke Bibliothekarin der Staatsbücherei. Sie gehört zu denjenigen Frauen, die nicht wissen, welchen Sex sie auf Männer ausstrahlen. Und obgleich sie es schon oft genug gehört hatte, hatte sie solche Selbstzweifel, dass sie eher geneigt war, ihren Sexappeal im Tageslicht zu verstecken. 23h45. Ende Juni ist der Himmel selbst in der Nacht vom restlichen Sonnenlicht und natürlich von den Lichtern der Stadt ein wenig erhellt. 32 Maskierte sitzen in entspannter Runde - nicht ohne Schüchternheit -um den Pool und lauschen bei kühlen Drinks dem vorzüglichen DJ, der psychodelisch-erotische Sounds performt.
Obwohl wieder mal unübertroffen verkleidet, erkannte ich Vanessa sofort. Sie trug eine schwarze Seidenmaske, wie man sie sich auf venezianischen Maskenbällen des frühen 19. Jahrhunderts hätte zu Hunderten sehen können. Ihr schwarzer Lack-Catsuit hatte ein Spinnennetz-Design, das durch seine Lederbänder Halt gewann. Ihre honigmundenen Schamlippen zeichneten sich durch den kleinen Spalt ihres durch Samtbänder gebundenen Schrittes deutlich und dennoch unvulgär ab. Wir tranken Absynth, wie wir es jedes Jahr zuvor getan hatten; es war jedoch nicht der Absynth, den man in portugiesischen Hafenkneipen verabreicht bekommt, sondern es war jener legendäre Absynth, wie man ihn aus Pariser Salons, gestreckt mit aufputschenden Substanzen, üblicherweise vorfand. Rituell reichten wir einander im Kreise die Karaffe, von einem zum anderen, und jeder bediente sich seines Schluckes. Ich wusste schon vorher, dass es wieder dieser Schluck sein würde, der Vanessa von der scheinbar unbekannten Bibliothekarin zu einem männerverschlingenden Vamp mutieren ließ. Ich hätte die Uhr danach stellen können, dass sie nach einer knappen halben Stunde immer freier werdenden Verhaltens ohne Umwege mich anvisierte und Platz auf meinen Lenden nahm. Dieser Moment war der spannendste, weil mir schien, dass sie auch mich erkannt haben musste. Aber die Unsicherheit darüber machte das Spiel umso spannender.
Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen MwSt.; Ersparnis im Vergleich zur Printversion
























