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7 XP im mopbilen Einsatz (S. 445-446)
7.1 Energiemanagement
Mit ausgereiften Stromsparfunktionen kann Windows XP helfen, die im mobilen Einsatz so wichtige Laufzeit abseits des Stromnetzes zu erhöhen. In den nachfolgenden Abschnitten erhalten Sie einen Überblick über einige Grundlagen sowie praktische Tipps zur richtigen Konfiguration des Energiemanagements.
7.1.1 Einige Begriffe und Standards
Rund um dieses Thema gibt es einige gebräuchliche Begriffe und inzwischen weit verbreitete Standards.
ACPI und APM
Windows XP ist für die Anforderungen mobiler Benutzer ideal gerüstet. Mit dem Advanced Configuration and Power Interface (ACPI) unterstützt das Betriebssystem den heute aktuellen Energiemanagement- Standard, der weitaus effizienter zu Werke geht als das ältere Verfahren Advanced Power Management (APM). Dieses wird aber aus Gründen der Kompatibilität weiterhin unterstützt.
ACPI hilft, Peripheriegeräte weitaus besser zu verwalten. Auch der im Betriebssystem eingebaute Plug&Play-Support basiert darauf. Rein praktisch betrachtet können Sie eine Installation von Windows XP auf Notebooks nun ebenso einfach vornehmen wie auf stationären Computern. Das Betriebssystem erkennt Plug&Play-Änderungen dynamisch und reagiert unmittelbar auf Hardware-Ereignisse während der Laufzeit, beispielsweise das Einschieben eines Notebooks in die entsprechende Dockingstation. Es ist daher bei Windows XP nicht mehr erforderlich, das Notebook herunterzufahren, um eine Änderung vorzunehmen, die dann erst nach einem erneuten Systemstart aktiv wird.
Beim älteren APM werden lediglich Funktionen des PC-BIOS angesprochen. Dieses muss also vollständig APM-fähig sein, wenn Sie von dessen Stromsparmöglichkeiten profitieren wollen. Leider sind insbesondere bei älteren Notebooks immer wieder fehlerhafte APM-Implementierungen zu verzeichnen. Das führt dazu, dass bestimmte Funktionen nicht richtig laufen und der PC beispielsweise aus dem Standby- Modus eventuell nicht mehr erwacht. Die APM-Unterstützung ist aus diesem Grund standardmäßig deaktiviert. In Abschnitt APM erkennen und nachträglich aktivieren ab Seite 449 finden Sie dazu weitere Informationen.
Standby und Ruhezustand
Weitere Unterstützung bietet Microsofts »OnNow Design Initiative«, die es beispielsweise erlaubt, dass ein PC oder Notebook im Standby- Modus arbeitet, obwohl es für den Anwender so aussieht, als ob er tatsächlich ausgeschaltet sei. Der große Vorteil: Der Computer steht innerhalb von Sekunden nach Betätigung des Ein-/Ausschalters wieder zur Verfügung. OnNow sorgt für die Zusammenarbeit von Betriebssystem und Anwendungssoftware, um entsprechend der jeweiligen Benutzeranforderungen ein effektives Energiemanagement zu ermöglichen. Ein wichtiges Ziel dabei: Applikationen beschäftigen den Computer nicht mehr als notwendig. Statt dessen partizipieren sie beim Herunterfahren des Computers sowie der nicht benötigten Komponenten, um Energie zu sparen: Das Betriebssystem teilt den Systemstatus allen Applikationen exakt mit.
Beim Standby-Modus werden alle entbehrlichen Komponenten komplett abgeschaltet, einschließlich der Festplatte(n). Nur noch das Netzteil, versorgt über eine externe Stromquelle oder die Batterien beim Notebook, sowie die Hauptplatine und der Prozessor sowie der RAM arbeiten mit einem stark verminderten Arbeitstakt weiter. Die Status- Informationen zum Wiederaufwachen des Systems werden im RAM gespeichert. Das bedeutet allerdings auch, dass alle Informationen verloren gehen, wenn beispielsweise bei einem Notebook die Batterien erschöpft sind. Deshalb gibt es dazu Konfigurationsmöglichkeiten, die bei einer verminderten Batteriekapazität das Gerät in den Ruhezustand schicken (siehe Abschnitt Erweiterte Optionen beim Energiemanagement ab Seite 452).
Der Ruhezustand wird von Windows XP direkt als Systemfunktion unterstützt. Dabei erfolgt eine Sicherung des gesamten Hauptspeicherinhalts in diese Datei:
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