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Der wissenschaftliche Vortrag

Der wissenschaftliche Vortrag

von: Rafic Kuzbari, Reinhard Ammer

Springer-Verlag, 2006

ISBN: 9783211323250, 180 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 35,99 EUR

Ersparnis: 3,96 EUR

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Der wissenschaftliche Vortrag


 

Kapitel 3 Visuelle Hilfsmittel (S. 55-56)

Visuelle Hilfsmittel sind alle durch sichtbare Darstellung von Information zur Unterstützung des Vortrages verwendeten Mittel. Die Bandbreite reicht von einer an einer Wandtafel handgeschriebenen Zeile bis zur projizierten Sequenz eines Videofilmes. Die Auswahl und Gestaltung der visuellen Hilfsmittel ist für den Erfolg des wissenschaftlichen Vortrages ausschlaggebend.

3.1 Funktion

Visuelle Hilfsmittel sind ein integraler Bestandteil des wissenschaftlichen Vortrages und in den meisten Disziplinen unverzichtbar. Datenreihen, Formeln und komplexe Versuchsanordnungen können nur mittels graphischer Darstellung vermittelt werden. Visuelle Hilfsmittel dienen der

- Veranschaulichung (z. B. elektronenmikroskopische Aufnahmen)
- Verdeutlichung (z. B. ein Liniendiagramm, das eine bestimmte Entwicklung zeigt)
- Vereinfachung (z. B. die skizzenhafte Darstellung eines Experimentes)
- Betonung (z. B. eine Abschlussfolie mit den wichtigsten Punkten des Vortrages).

Durch Visualisierung wird die vorgetragene Information besser im Langzeitgedächtnis aufgenommen. Lernpsychologische Untersuchungen zeigen, dass lediglich nur 10% vom Gehörten und 20% vom Gesehenen im Gedächtnis gespeichert werden. Bei einer gelungenen Integration von visuellen Hilfsmitteln in einem Vortrag merkt sich der Zuhörer aber bis zu 50% der mitgeteilten Information.

Das Ziel bei der Gestaltung der visuellen Hilfsmittel ist die klare und schnelle Informationsvermittlung. Sie dienen dazu, den Vortrag zu unterstützen und nicht durch farbenfrohe Spielereien von dessen Inhalt abzulenken. Die Verständlichkeit hat Vorrang vor der Schönheit, schließt sie aber keinesfalls aus. Jede Ablenkung oder Verwirrung des Zuhörers und jede Verzerrung bei der Veranschaulichung der Daten ist zu vermeiden.