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Mentales Training im Skirennlauf - Arbeitsbuch für leistungsorientierte Sportler & Trainer

Mentales Training im Skirennlauf - Arbeitsbuch für leistungsorientierte Sportler & Trainer

von: Michael Draksal, Bernd Salcher

Draksal Verlag, 2006

ISBN: 9783932908286, 124 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 14,80 EUR

Ersparnis: 5,10 EUR

  • Mein kostbares Leben
    Subs - Roman
    Was vom Tode übrig bleibt - Ein Tatortreiniger berichtet
    Das Kinderwunsch-Buch für Männer
    Satori - Thriller
    Figur-Guide für Bauch, Beine, Po - Richtig abnehmen, effektiv straffen, nachhaltig schlank bleiben
    Immer schön cool bleiben! - Das BRIGITTE-Sommerlesebuch
    Der Darm denkt mit - Wie Bakterien, Pilze und Allergien das Nervensystem beeinflussen
  • Steine denken nicht - Philosophische und sozialkritische Betrachtungen über das Sein im Dasein und das Dasein im Nichtsein
    Die letzte Arche - Roman
    Die Herrlichkeit des Herrn - Die Enthüllung des Bibelgeheimnisses
    Der Weg der Könige - Roman
    Höhere Schwingungen - höheres Bewusstsein - Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte und unser Weltbild im Wandel der Zeit
    Die Wanderbibel - Alles über Bergwandern, Weitwandern, Nacktwandern und Stadtwandern
    Dienerin zweier Herren
    Scooter Katalog 2011 - Alle Roller 50-1000 ccm
 

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Mentales Training im Skirennlauf - Arbeitsbuch für leistungsorientierte Sportler & Trainer


 

3. Motivation (S. 23-24)

Im Leistungssport sind Motivationsprobleme eher selten. Dein Sport macht dir riesig Spaß und ein Wettkampf mit all den intensiven Erlebnissen ist einfach das größte… OK, das geht vielen anderen genauso. Es wäre ehrlich gesagt auch ziemlich naiv zu glauben, man könne jemanden, der keine Lust auf das Training hat, durch irgendwelche Zaubertechniken dazu motivieren… Es ist daher gar nicht so entscheidend, dass man motiviert ist, also Lust auf Leistungssport hat, denn deine Konkurrenten sind auch alle hochmotiviert und haben unglaublich viel Lust auf das Training.

Der entscheidende Erfolgsfaktor ist, die eigene Motivation so schlau zu nutzen, dass man das Training und die Wettkämpfe perfekt mit seinen anderen Lebensbereichen koordiniert. Wir werden uns deshalb auch mit den Bereichen Umfeldmanagement (Alltagsmanagement) und Zeitmanagement auseinandersetzen, mit dem Ziel, den Sport so in deinen Tagesablauf zu integrieren, dass du dich während des Trainings voll auf das Training konzentrieren kannst, während der Wettkämpfe der Kopf frei ist für das Rennen und während anderer Phasen (Erholung, Schule, Ausbildung, Beruf, Familie, Partnerschaft, Freizeit) du auch hier voll da sein kannst.

3. 1. Einführung

Warum wir uns so oder anders verhalten, lässt sich immer auf zwei Grundtendenzen reduzieren:

Mit unserem Verhalten wollen wir unsere Lust maximieren und unseren Schmerz minimieren

Das ist der Überlebenstrieb, den wir von der Natur mitbekommen haben. Dieser Überlebenstrieb ist ständig wirksam – also sind wir ständig motiviert.

Was uns Menschen allerdings von rein instinktgesteuerten Lebewesen unterscheidet, ist unsere Fähigkeit zu denken. Viele Handlungen nehmen wir nicht deshalb auf, weil sie uns direkt Freude bereiten, sondern weil wir damit Lustmaximierung und Schmerzminimierung erwarten. Bestes Beispiel ist das Ausfüllen von Lottoscheinen: Die wenigsten würden behaupten, dass ihnen das Ankreuzen der Zahlen Freude bereitet. Trotzdem geben Woche für Woche Millionen von Menschen einen Lottoschein ab, weil sie auf einen Gewinn hoffen. Nicht die aktuellen Gefühle bei der Tätigkeit »Lottoschein ausfüllen« sind verhaltensmotivierend, sondern die erwarteten Emotionen. Das Problem mit unseren Erwartungen ist aber, dass wir unzählige überlagernde Wünsche haben: Wir wollen schulischen Erfolg, weil wir uns davon bessere Berufschancen erhoffen, wir wollen aber auch unsere Freizeit mit außerschulischen Dingen gestalten (und nicht mit Hausaufgaben). Wir wollen ein Skirennen bestreiten, gleichzeitig aber auch an einem Familienfest teilnehmen. Jeder von uns kennt bestimmt die Situation, einerseits den Geburtstag eines Freundes feiern zu wollen, aber gleichzeitig ausgeschlafen sein zu müssen für das morgendliche Training.

Unser Verhalten wird bestimmt von unzähligen miteinander konkurrierenden Erwartungen

Jede Verhaltensalternative hat immer Vor- und Nachteile. Unser Gehirn arbeitet ständig daran, die beste Alternative zu berechnen. Aber genau das ist das Problem, denn wer ständig über die beste Alternative nachdenkt, blockiert damit seine Konzentration auf das Hier und Jetzt und bremst somit sein Verhalten.

Das Erfolgsgeheimnis liegt also in der klaren Trennung von Phasen des Bewertens und Abwägens und Phasen des aktiven Handelns.

Champions haben dieses Erfolgsprinzip verstanden und setzen sich langfristige, mittelfristige und kurzfristige Ziele (ja sogar Tagesziele) und wechseln dann von dieser Vorsatzbildung zu Aktivität, indem sie mit hohem Einsatz und Begeisterung an der Umsetzung ihrer Ziele arbeiten. In den Phasen der Aktivität zweifeln sie nicht mehr, sondern sie tun es einfach. Am Ende des Tages fragen sie sich wieder, ob sie ihren Zielen heute einen Schritt näher gekommen sind. Dann ist auch wieder Zeit für Abwägungen und Bewertungen und eventuell Zielverschiebungen. Sobald der nächste Tag anbricht, ist Schluss mit dem Grübeln und es erfolgt der Wechsel zu Aktivität usw.