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Steven Stahlberg (S. 5-6)
In Australien geboren, in Schweden aufgewachsen, in Hong Kong und Malaysia zuhause, ist Steven Stahlberg wohl einer der bekanntesten Künstler auf dem Gebiet der Modellierung übernatürlich schöner 3DFrauen. Dabei ist er jedoch keinesfalls nur auf dieses Thema fixiert.
Seine Arbeiten erscheinen regelmäßig weltweit in Magazinen und Büchern.
»Computer faszinierten mich bereits von frühen Kindheitstagen an. Es verging dann aber doch noch einige Zeit, bis ich mir in den frühen 90ern meinen ersten PC samt AutoCad zulegte.
Kaum hatte ich mein erstes Modell, einen Stuka- Bomber, damit modelliert, stolperte ich in einem Geschäft für Bürobedarf in Hong Kong über einen Silicon Graphics-Rechner.
Fasziniert von der für damalige Zeiten rasanten Arbeitsgeschwindigkeit und Darstellungsqualität, griff ich sofort zu.
Auf dem Rechner waren bereits diverse Programme installiert, wie z.B. Alias Quickmodel und Wavefronts Personal Visualizer, die ich über die Jahre zu Alias Animator und schließlich Power Animator aufrüstete.
Dies waren schöne Zeiten, in denen man eine Art von Magie zu spüren glaubte. Die Arbeit hatte etwas von einem Abenteuer, da sich zu dieser Zeit noch kaum jemand mit der 3D-Visualisierung beschäftigte und man sich alles selbst erarbeiten musste. Teilweise fotografierte ich sogar die Modelle vom Bildschirm ab, um sie einfacher reproduzieren, weitergeben und drucken zu können.
Ich arbeitete von meinem winzigen Büro in Hong Kong im eigenen Wohnzimmer aus und erledigte von dort aus Aufträge am laufenden Band. Keine leichte Aufgabe, wenn um einen herum diverse Kleinkinder spielen, da meine Frau damals einen provisorischen Kindergarten betrieb.
Zu dieser Zeit ergab sich dann eine engere Bindung zu der Firma Optimage in Kuala Lumpur, mit der ich hauptsächlich Werbung realisierte. Später stieg ich dort als fester Partner ein.
Die Geschäfte liefen sehr gut, doch nach acht Jahren begann ich mich ausgebrannt zu fühlen. Zudem fielen die Preise für 3D-Illustrationen stetig, so dass die Finanzen knapp wurden. Es wurde also Zeit, sich nach etwas anderem umzusehen.
Der Zufall wollte es, dass mir aus Texas ein Job angeboten wurde. Man hatte meine Arbeiten über das Internet gesehen und sich daraufhin bei mir gemeldet. Man muss das Internet einfach lieben.Mir kam dieser Job natürlich gerade recht, obwohl es dann fast noch ein ganzes Jahr dauerte, bis ich endlich die nötigen Papiere für die Arbeitserlaubnis bekam. Bereits seit 1996 arbeite ich an einem realistischen weiblichen 3D-Charakter. Dies führte dazu, dass ich die weltweit erste kommerzielle 3D-Figur für die Modelagentur Elite erstelle durfte. Zur damaligen Zeit eine kleine Sensation, über die in diversen Fernsehsendungen und Artikeln berichtet wurde.
Im Zuge des Platzens der Internetblase Ende der 90er Jahre wurde das Projekt leider nicht mehr weiterverfolgt und 2002 zog ich deshalb zurück nach Malaysia und arbeitete wieder bei der Agentur Optimage, die nun Optidigit hieß. 2005 schloss Optidigit die Pforten und ich bin nun wieder mein eigener Herr.«
Arbeitsproben, Workshops und weitere Informationen zu Steven Stahlberg finden Sie auf seiner Internetseite www.androidblues.com.
Alle Preise verstehen sich inklusive der gesetzlichen MwSt.; Ersparnis im Vergleich zur Printversion




















