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100 Fehler bei der Arbeitsorganisation - und was Sie dagegen tun können

100 Fehler bei der Arbeitsorganisation - und was Sie dagegen tun können

von: Herbert Müller

Brigitte Kunz Verlag, 2006

ISBN: 9783899934366, 114 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 9,90 EUR

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100 Fehler bei der Arbeitsorganisation - und was Sie dagegen tun können


 

20. Fehler: Die Bewohnerbegutachtung durch den MDK wird nicht vorbereitet (S. 31)

Bewohnerbegutachtungen und die damit verbundenen Einstufungen sind von größter Wichtigkeit. Deshalb müssen Bewohnerbegutachtungen in der Einrichtung gut vorbereitet werden. Zunächst findet eine interne Begutachtung durch die Bezugsperson statt. Sie ermittelt auf der Basis der Begutachtungsrichtlinien die zutreffende Pflegestufe und überprüft, ob die Pflegeplanung/-dokumentation aktuell ist.

Die für die Bewohnerin zuständige Bezugsperson ist auch bei der Begutachtung durch den MDK anwesend. Der Dienst-/Einsatzplan wird ggf. angepasst. Aus diesem Grund ist es selbstverständlich, dass der MDK seinen Besuch rechtzeitig ankündigt oder vereinbart. Der Zeitpunkt der Begutachtung kann entscheidend sein. Eine Ankündigung mit einer Zeitspanne für die Begutachtung, die zwischen 8:00 Uhr und 16:00 Uhr liegt, ist nicht zumutbar. Abgesehen davon, dass sich die Bezugsperson nicht den ganzen Tag bereithalten kann, gibt es auch generell ungünstige Zeiten, z. B. bei Stoßzeiten oder Zeiten, die zur Beurteilung des Pflegebedarfs ungünstig sind. Darüber hinaus hat die Bewohnerin das Recht, eine Person ihres Vertrauens hinzuzuziehen. Niemand muss eine Begutachtung zu einem beliebigen Zeitpunkt akzeptieren, insbesondere wenn der Zeitpunkt aus organisatorischen oder pflegerischen Gründen nicht passt.

Praxistipp
Die Bewohnerbegutachtung muss auch bezüglich des Zeitpunktes/der Uhrzeit gut vorbereitet sein. Ggf. muss mit dem MDK Kontakt aufgenommen werden.

21. Fehler: Die Bewohnerbegutachtung durch den MDK wird nicht begleitet und protokolliert

Es ist wichtig, dass Bewohnerbegutachtungen in der Einrichtung durch die Bezugsperson begleitet und protokolliert werden. Über die Begutachtung wird ein Protokoll gefertigt, das bei einem Widerspruch hilfreich sein kann: Die konkreten Details der Begutachtung sind so noch abrufbar. Für den Fall des Widerspruchs kann dann im Einzelfall geprüft werden, ob ein Widerspruch wegen Formfehler Aussicht auf Erfolg verspricht (siehe auch Fehler 34 und 44).

Praxistipp
Der folgende Vordruck kann überwiegend im Ankreuzverfahren ausgefüllt werden, um den Arbeitsaufwand in der Praxis möglichst gering zu halten.