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Globale Standardisierung und lokale Anpassung im internationalen Personalmanagement

von: Judith Eidems

Rainer Hampp Verlag, 2010

ISBN: 9783866185920 , 253 Seiten

Format: PDF, OL

Kopierschutz: Wasserzeichen

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Preis: 24,99 EUR

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Globale Standardisierung und lokale Anpassung im internationalen Personalmanagement


 

III. Empirische Untersuchung: Eine nomothetische Einzelfallstudie (S. 107-108)

In diesem Teil der vorliegenden Arbeit steht die empirische Untersuchung des entwickelten Modells zu Balanceprozessen im internationalen Personalmanagement im Vordergrund. Zunächst werden die Zielsetzung der empirischen Untersuchung, die methodologische Grundpositionierung der Arbeit und die methodische Vorgehensweise dargelegt (vgl. III.1., III.2. und III.3.).

Im Anschluss daran erfolgt die Variablenoperationalisierung (vgl. III.4.), die die Grundlage der Datenauswertung bildet (vgl. III.5.). Im Zentrum der letzten Abschnitte steht die Diskussion der aus der empirischen Untersuchung gewonnenen Ergebnisse (vgl. III.6.). Der empirische Teil der Arbeit schließt mit einer kritischen Würdigung ab (vgl. III.7.).

1. Zielsetzung der empirischen Untersuchung


Das Ziel der empirischen Untersuchung ist es, die in Teil II der Arbeit entwickelten forschungsleitenden Thesen mit einem in der Realität gewonnenen Datenmaterial zu konfrontieren. 156 Hierzu wählt die Verfasserin das Fallstudiendesign aus (vgl. Weber, Mayrhofer, Nienhüser, Rodehuth & Rüther, 1994, S. 52). Yin (1994, S. 23) zufolge kann der Begriff der Fallstudie folgendermaßen definiert werden: „A case study is an empirical inquiry that investigates a contemporary phenomenon within its real life context; when the boundaries between phenomenon and context are not clearly evident; and in which multiple sources of evidence are used.” Anhand von Falluntersuchungen können fassbare Beispiele für die in einem Modell verwendeten Variablen sowie für deren Zusammenhänge aufgezeigt werden (vgl. Siggelkow 2007, S. 21 ff.).

Ebenso führt de Vaus (2001, S. 231 ff.) in diesem Zusammenhang an, dass Fallstudien genau dann das geeignete Forschungsdesign darstellen, wenn es eine große Zahl von Variablen bei einer kleinen Zahl von Untersuchungseinheiten zu analysieren gilt und der Kontext eine wichtige Rolle spielt. Die genannten Punkte zeigen, dass die empirische Untersuchung mittels des Fallstudiendesigns der Zielsetzung der Arbeit Rechnung trägt, indem die hergeleiteten Thesen zu Balanceprozessen empirisch überprüft werden können. Ferner geht mit der Konfrontation der einzelnen Modellgrößen mit empirischen Daten einher, dass auch eine Interpretation und Diskussion der postulierten Zusammenhänge zwischen den Modellvariablen erfolgen kann (vgl. Wrona, 2005, S. 18).

2. Methodologische Grundposition der Arbeit

Die Fallstudie wird oftmals zum induktiv, qualitativen Forschungsparadigma bzw. zum Empirismus gezählt, da sie als besonders geeignet zur Untersuchung neuer, noch wenig bearbeiteter Fragestellungen gilt (vgl. bspw. Lamnek, 1993, S. 11 ff.; Grochla, 1978, S. 68 ff.). Es wird jedoch immer häufiger darauf hingewiesen, dass dies nicht mehr der Realität entspricht, da Fallstudien auch zur Überprüfung von ex ante formulierten Thesen eingesetzt werden und somit einer deduktiven Forschungslogik folgen (vgl. bspw. Wrona, 2005, S. 4; Strauss, 1996; Lincoln & Guba, 1985).

Demnach ist mittlerweile anerkannt, dass die Fallstudie weder eine konkrete Erhebungstechnik noch ein eigenständiges methodologisches Paradigma darstellt, da unterschiedliche Forschungskonzepte ihr zugeordnet werden können (vgl. Specht, dos Santos & Bingemer, 2004, S. 549 ff.; Kittel- Wegner & Meyer, 2002, S. 12; Lamnek, 2005, S. 298).158 Mit Blick auf die Definition der methodologischen Grundposition der vorliegenden Arbeit, kann somit keine eindeutige Zuordnung per se vorgenommen werden. Diese hängt vielmehr von der Zielsetzung und dem daraus abgeleiteten Design der Fallstudie ab. Da das Ziel der vorliegenden Arbeit in der Entwicklung eines theoretisch-fundierten Modells und in der Herleitung von Thesen liegt, werden Gesetzmäßigkeiten im sozialen Bereich angenommen. Dementsprechend wird von der Verfasserin eine deduktive Forschungslogik verfolgt, da die induktive-qualitative Logik hingegen von keinen Gesetzmäßigkeiten ausgeht (vgl. Ghauri, 2004, S. 111).