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Strategisches Management in Pflegeorganisationen. Konzepte, Instrumente und Anregungen

Strategisches Management in Pflegeorganisationen. Konzepte, Instrumente und Anregungen

von: Harald Blonski

Schlütersche, 2006

ISBN: 9783899931587, 170 Seiten

Format: PDF, OL

Mac OSX,Windows PC,Mac OSX,Windows PC Online-Lesen für: Linux,Mac OSX,Windows PC

Preis: 29,90 EUR

  • Die Kunst der Organisationsberatung - Praktische Erfahrungen und theoretische Perspektiven
    Führungsinstrument Mitarbeiterbefragung
    Mobbing
    NLP for Business - Mit NLP zum beruflichen Spitzenerfolg
    Home Care-Konzepte: Moderne Versorgungsalternativen in der Behandlung chronisch (schwer-)kranker Patienten
    Die Balanced Scorecard im Personalmanagement: Ein Leitfaden für Aufbau und Einführung
    Praktische Organisationsanalyse - Ein Arbeitsbuch für Berater und Führende
    Das 360°-Feedback: Alle fragen? Alles sehen? Alles sagen?
  • Dimensionen des E-Learning
    Teams effizient führen
    Einführung in die PC-Grundlagen
    Wege aus dem Burnout - Möglichkeiten der nachhaltigen Veränderung

     

     

     

     

     

 

Mehr zum Inhalt

Strategisches Management in Pflegeorganisationen. Konzepte, Instrumente und Anregungen


 

3 Personalentwicklung und Personalmanagement (S. 79)

Uwe Kowalzik

Pflegeunternehmen müssen sich den rapide ändernden externen und internen Bedingungen stellen. Insofern können sie als offene Systeme betrachtet werden, die in Abhängigkeit von Entwicklungen unterschiedlicher Art stehen. Hier kommt der einrichtungsbezogenen Weiterbildung und Schlüsselqualifizierung der Mitarbeiter eine zentrale Rolle zu. Um den organisatorischen Wandel zu bewältigen und zu gestalten, sind neue Qualifikationen bei den Führungskräften und den Mitarbeitern notwendig. Allerdings setzt die zu fordernde Qualifikationsentwicklung Strukturen und Kulturen in der Organisation voraus: Lernen und Weiterbildung in der Organisation müssen gefordert und gefördert werden.

Beim Thema »Personalentwicklung in Pflegeorganisationen« drängt sich zunächst einmal die Frage auf, was eher zutrifft: Ausrufungszeichen oder Fragezeichen? Wenn man sich mit diesem Thema auseinander setzen will, muss man zunächst die Situation in diesem Bereich anschauen. Eine solche Analyse und Situationsbeschreibung beinhaltet unumwunden die drängende Frage danach, wie die Zukunftsperspektive der Pflege und Altenhilfe aussieht. Als Berater und Führungspraktiker begegnen einem immer zwei entgegengesetzte Reaktionen, was die zu bestimmenden Entwicklungserfordernisse in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen anbelangt: Die einen sind neugierig auf das Thema Personalentwicklung, weil sie wissen, dass es auf dieser Ebene »noch viel zu tun« und zu professionalisieren gibt.

Pessimistischere Stimmen zeigen dagegen eher Abwehr und Resignation angesichts sich verschlechternder Rahmenbedingungen in der Pflege. Gemeinsam ist beiden Positionen die Erkenntnis, dass »eigentlich« noch viel getan werden kann und muss, um die personelle Seite der Pflegearbeit zu verbessern – und im qualitativen Sinne: zu professionalisieren. Unterschiede bestehen allerdings in der Einschätzung der Erfolgsaussichten – und dies zeigen die Diskussionen und Fachbeiträge immer wieder.

3.1 Mitarbeiter – Die wichtigste Ressource im Pflegebereich

Die Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource in stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten. Dies nicht etwa deswegen, weil in Zeiten von »human resources « und »soft skills« der Mensch im Mitarbeiter neu entdeckt worden wäre. Vielmehr sind stationäre Altenhilfe und ambulante Pflege in erster Linie personale Dienstleistungen. Bis zu 80 % der Gesamtkosten einer Altenhilfeeinrichtung sind Personalkosten. Die Qualität der Pflegearbeit hängt also logischerweise entschieden davon ab, wie die Führungs- und Personalentwicklungsarbeit gestaltet wird.