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4. Steuerelemente (S. 60-61)
4.1 Allgemeines
Unter Steuerelemente versteht man Buttons, Edit-Felder oder ListBoxen. Sie regeln die Kommunikation mit dem Benutzer. Steuerelemente sind, wie alles andere auf dem Bildschirm auch, Fenster. Das bedeutet: Steuerelemente werden mit der Funktion CreateWindow angelegt. Für einen Button wird demzufolge die Fensterklasse BUTTON angegeben. Diese Fensterklasse wird genauso definiert, wie alle anderen auch. Die Windows-Steuerelemente besitzen also keine Sonderstellung und haben eine Funktion zur Nachrichtenverarbeitung. Wenn das Steuerelement die Nachricht WM_PAINT erhält, zeichnet es einen Button in sein Fenster. Es reagiert auch auf Mausklicks. Erhält das Steuerelement einen Mausklick auf den Button, sendet es sich selber die Nachricht BN_CLICKED. Bei den Steuerelementen gibt man normalerweise ein Fenster an, das in der Hierarchie der Fenster über den anderen steht. Dies hat normalerweise nur Einflüsse auf die Grafik, wie die Positionierung des Fensters und die grafische Anzeige nur innerhalb des Fensters höherer Ordnung. Windows-Steuerelemente reagieren ebenfalls auf diese Hierarchie. Sie ermitteln das Fenster höherer Ordnung und geben bei einem Klick auf dem Button noch die Nachricht WM_COMMAND an dieses Fenster ab. Da die Windows-Steuerelemente eine Nachricht an die Fenster höherer Ordnung senden, bekommen diese eigenständigen Fenster den Anschein, Attribute des Fensters höherer Ordnung zu sein. Das sind sie aber nicht. Das wichtigste ist, sich zu merken, dass Steuerelemente ganz normale Fensterobjekte sind, die zur Nachrichtenverarbeitung auf eine Funktion zugreifen, über die man keine Informationen hat. So können diese Windows-Standardsteuerelemente sehr gut dazu verwendet werden Benutzereingaben aufzufangen.
4.2 Eine Anwendung mit einem Steuerelement
In diesem Kapitel geht es darum, ein Steuerelement, nämlich einen Button, zu erzeugen. Der Button sendet eine Nachricht an das Fenster höherer Ordnung, die von der Beispielanwendung verarbeitet wird. Die Anwendung gibt alle Zeichen des momentanen SYSTEM_ FONTs aus (länderspezifischer ANSI). Diesen Zeichen wird, je nach Ländereinstellung, die Ausgabe des Tastaturtreibers angepasst. Der Scan-Code der Taste wird vom Tastaturtreiber ausgewertet. Wenn Sie das deutsche Tastaturlayout gewählt haben, werden den Scan-Codes entsprechend die Werte des deutschen ANSI-Zeichensatzes zugeordnet. Der deutsche ANSI-Zeichensatz und das deutsche Tastatur- layout (bzw. der Tastaturtreiber) werden bei der Installation von Windows eindeutig festgelegt. Jedem ANSI-Zeichensatz liegt aber der ISO-Zeichensatz zugrunde. Auch gilt für mehrere Länder ein ANSI-Zeichensatz. Auch True-Type-Schriftarten sind ANSI-Zeichensätze, allerdings für verschiedene Länder. Der Unterschied zu System-Zeichensätzen wie z.B. dem SYSTEM_FONT zeigt sich in der Definition der Zeichen. Die System-Schriften sind wie Bilder durch Pixel definiert. Die True-Type-Schriftarten werden durch Vektoren und weitere Zusätze festgelegt und müssen erst berechnet werden. Die System-Zeichensätze werden Pixel für Pixel schnell kopiert.
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