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Frühförderung mit Kindern und Familien in Armutslagen
"Die Frühförderung, als interdisziplinäres System der Hilfe für behinderte und von Behinderung bedrohte Kinder und ihre Familien, hat sich seit ihren Anfängen vor einem Vierteljahrhundert auch für jene Säuglinge und Kleinkinder verantwortlich erachtet, deren Entwicklung durch prekäre Lebensumstände gefährdet ist. Bereits die Empfehlungen der Bildungskommission des Deutschen Bildungsrates (1973), die für die Entstehung der Frühförderung impulsgebend waren, haben ihr für diese Aufgabe eine hohe Verantwortung zugemessen. In den letzten 10 bis 15 Jahren gewann dieses Arbeitsfeld offensichtlich weiter an Bedeutung. Wenngleich es dafür vielfältige, im einzelnen noch zu klärende Gründe geben dürfte, hat dies sicher auch damit zu tun, daß im Zuge gesellschaftlicher und ökonomischer Umbrüche und Verwerfungen die Zahl der sog. „Modernisierungsverlierer"", vor allem aufgrund von Massen- und Dauerarbeitslosigkeit, angestiegen ist. Zusammen mit dem Brüchigwerden normativer Leitbilder sind davon auch Familien mit Kindern betroffen, besonders jene, die ohnehin nur über eingeschränkte finanzielle, soziale und kulturelle Ressourcen verfügen.
Der Autor
Prof. Dr. Hans Weiß, seit 1995 Professur für Körperbehindertenpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, Fakultät für Sonderpädagogik, Reutlingen"
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